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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Volksfest zum Ballonaufstieg
Zwischenüberschrift:
Verfolgungsjagd mit Autos
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Tausende Menschen versammelten sich am 23. September 1951 auf dem Platz am Schlachthof, um den ersten Start eines Freiballons in Osnabrück nach dem Krieg zu erleben.
Die Mitglieder des Osnabrücker Vereins für Freiballonsport hatten sich den Ballon " Kornbrannt Münster XIII" ausgeliehen und machten ihn auf dem Platz startklar. Zwei Stunden benötigten die Stadtwerke, um den Ballon mit 1600 Kubikmeter Gas aufzufüllen. Ein Volksfest mit einem Platzkonzert der Feuerwehrkapelle, Würstchenessen und einem Luftballonwettbewerb für Kinder verkürzte den Zuschauern die Wartezeit.
Um 11 Uhr war es endlich so weit, das Startzeichen " Achtung Anlüften Aufziehen Lasst los!" wurde gegeben, und der Ballon erhob sich langsam in den Himmel. Dabei rieselte der Sand aus zweieinhalb Säcken auf die Zuschauer nieder, denn die beiden erfahrenen Ballonführer Bernard Brickwedde und August Michel mussten schnell an Höhe gewinnen.
Das Startzeichen für den Ballon war zugleich der Beginn einer rasanten Verfolgungsjagd am Boden. 85 Auto- und Motorradfahrer versuchten, hinter dem Freiballon herzufahren und nach der Landung als Erste am Korb zu sein. Die Fahrt ging über Rulle, Engter, Dinklage in Richtung Cloppenburg. Der ständige Wechsel zwischen Sonne und Wolken zwang Bernard Brickwedde, für den es die 90. Freiballonfahrt war, immer wieder, Ballast abzuwerfen, um nicht vorzeitig landen zu müssen. Zugleich wollten Brickwedde und Michel es ihren Verfolgern auch nicht zu einfach machen.
Nach dreieinhalb Stunden Fahrt landete der Ballon sicher auf einem Kartoffelacker in einem Moor zehn Kilometer östlich von Friesoythe, fernab von jeder Straße. 42 der motorisierten Verfolger erreichten den Ballon, der Erste fünfzehn Minuten nach der Landung.
Können Sie sich an den ersten Ballonstart nach dem Krieg in Osnabrück erinnern? Waren Sie vielleicht auf dem Platz am Schlachthof dabei? Oder sind Sie schon einmal mit einem Heißluftballon gefahren? Erzählen Sie uns Ihre Ballonfahrtgeschichten auf OS-Nachbarn.de.
In der letzten Woche wollten wir wissen, wozu das Gebäude auf dem Stresemannplatz gegenüber dem Gebäude der Nike diente. " Abgebildet ist das Transformatoren- und Toilettenhaus auf dem damaligen Goetheplatz in Osnabrück", schreibt Joachim Behrens. " Es muss Anfang der 1950er-Jahre gebaut worden sein. Bereits auf dem Stadtplan von 1960 war aus dem Goetheplatz der Stresemannplatz geworden. Im Bollmann-Bildstadtplan vom September 1966 ist das Gebäude schon nicht mehr vorhanden."

Weitere alte Fotos auf www.os-nachbarn.de
Bildtexte:
Der Start des Ballons " Kornbrannt Münster XIII" wurde am 23. September 1951 auf dem Platz am Schlachthof von kleinen und großen Osnabrückern erwartet.
Ein Transformatoren- und Toilettenhaus war das Gebäude auf dem Stresemannplatz.
Menschenmassen an der Schlachthofstraße.
Vorkehrungen für den Start.
Fotos:
Kurt Löckmann, Archiv
Autor:
Frank Riehemann


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