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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt räumt zuerst für Autofahrer
 
Die Stadt kann nicht alle Radstreifen fegen
Zwischenüberschrift:
Keine gute Zeit für Radler – Hochbord-Wege werden zuerst geräumt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. " Wir tun, was möglich ist", weist Kurt Santjer vom Osnabrücker Service-Betrieb (OSB) Kritik der Fahrradverbände zurück. Beim Schneeräumen habe aber ein möglichst reibungsloser Autoverkehr Vorrang, stellt er klar.

Osnabrück. Es ist keine gute Zeit für Radler. Weil die Stadt die Radwege nicht flächendeckend räumen kann, müssen sie auf die Straßen ausweichen. " Es ist noch viel zu tun", heißt es beim Allgemeinen Deutschen Fahrra-Club (ADFC) über den Winterdienst. " Wir tun, was möglich ist", sagt Kurt Santjer vom Osnabrücker Service-Betrieb (OSB).

Die erste Priorität beim Räumdienst hat nach wie vor der Autoverkehr. Aber der schneereiche Winter 2009 hat in Osnabrück die Sensibilität für Winter-Radler erhöht. Auf Druck des Stadtrates erarbeitete die Straßenreinigung (heute: OSB) einen Plan für den Winterdienst auf Radwege.

2010 schaffte der OSB zwei Schmalspur-Räumfahrzeuge an. Sie sind nur 1, 20 Meter breit und damit schmal genug, um die Radwege mit Hochbord zu fegen. Morgens um vier Uhr starten die Fahrer, um bis mittags die 65 Kilometer der ersten Priorität zu räumen und mit Splitt abzustumpfen. Zur ersten Kategorie gehören zum Beispiel die Natruper Straße, Buersche Straße, Hansastraße, Bramstraße, Knollstraße oder die Lerchenstraße.

Erst im zweiten Schritt werden die auf den Fahrbahnrändern rot markierten Radstreifen gesäubert. Gestern Morgen schickte Kurt Santjer seine Trupps unter anderem auf den Wall, um die Streifen von Schneematsch zu reinigen. " Ich habe ja gewusst, dass irgendwann Beschwerden kommen."

Die kommen etwa vom Fahrrad-Blogger Daniel Doerk. Der 30-Jährige, der im Internet Radfreunde mit Meinungen und Nachrichten versorgt, ist viel mit seinem Rennrad in der Stadt unterwegs, auch im Winter. Er ärgert sich, dass die Einfallstraßen von großen Räumfahrzeugen gesäubert werden, die den Schneematsch auf die Radstreifen abschieben. Nachts gefriert der Matsch und wird für Radler zur gefährlichen Falle. Es bleibe nur, auf die Straße auszuweichen doch das sei genauso gefährlich. Besonders sei ihm das auf Martinistraße (am Arndtplatz) und auf dem Wall aufgefallen.

Kurt Santjer kann keine perfekte Lösung versprechen. Die Kehrmaschinenfahrer könnten in der Regel wegen der Autos auf den Parkstreifen nicht die volle Radwegbereite erfassen. Es bleibe immer ein Rest Eis und Schnee zurück.

Uwe Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des ADFC in Osnabrück, würde sich eine höhere Priorität des Radverkehrs im Winterdienst wünschen. " Es ist noch viel zu tun, um den Radfahrern mehr Sicherheit zu geben", sagte er gestern. Er appellierte an die räumpflichtigen Anwohner, den Schnee vom Gehweg nicht einfach auf den Radweg zu schieben. Kritisch sieht er auch den Einsatz von Splitt. Die feinen Körner setzten sich im Reifenprofil fest. Die Folge: ein Platter.
Bildtext:
Vorsicht, Glätte! Die Radstreifen an den Hauptverkehrsstraßen in Osnabrück haben im Winterdienst nur zweite Priorität, und die geparkten Autos schränken die Kehrmaschinenfahrer zusätzlich ein.
Foto:
Michael Hehmann

Kommentar
Teuer

Man kann es so sehen: Es ist Winter, da kann es schon mal schneien und frieren. Wer trotzdem Rad fahren will, der sorge selbst für seine Sicherheit.

Man kann es auch anders sehen: Jeder Radler ist ein Autofahrer weniger. Wenn die Radwege gut geräumt und sicher sind, sind nicht ganz so viele Autos auf den verschneiten Straßen unterwegs.

Nur eines kann man nicht übersehen: Die Stadt hat nach den Diskussionen in den schneereichen Wintern die richtigen Konsequenzen gezogen und den Winterdienst auf den Radwegen erweitert. Auf den wichtigen Routen finden die Radler akzeptable Bedingungen vor vielleicht nicht schon morgens um sieben, aber im Laufe des Tages. Wer mehr will, sollte bedenken: Das kostet eine Menge Geld.
Autor:
Wilfried Hinrichs
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