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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbrief
Zwischenüberschrift:
Vorrang für Busse nutzt auch Autofahrern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Kein Bürgerticket für Osnabrück" (Ausgabe vom 20. März).

" Es gibt Mitmenschen, die sich aus vielschichtigen Gründen auf Mobilität zu Fuß oder per Fahrrad beschränken. Es gibt diejenigen, zu denen ich mich auch zähle, die auf Mobilität mit dem Auto ungern verzichten. Und es gibt jene, die viel zu transportieren, die Dinge in dichter Folge zu erledigen haben, was kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln machbar ist, oder für die Busse zu umwegig fahren. Fast allen gemein ist: Sie sind Wähler, meist auch Steuerzahler. Und sie wissen gemeinsam mit unseren Volksvertretern, dass ohne Zuschüsse Busverkehr kaum finanzierbar ist und dass jeder, der den Bus nutzt, nicht gleichzeitig im Auto andere Verkehrsteilnehmer behindern kann.

Was macht es so schwer, den Auto fahrenden Wähler darauf hinzuweisen, dass ein Bus mit 20, 30 und mehr Fahrgästen an Bord an einer Lichtsignalanlage ganz selbstverständlich Vorrang vor einer Reihe von Pkw haben soll, die mit durchschnittlich 1, 3 Personen besetzt sind? Hinzu kommt: Der Autofahrer kann keinen Anschluss verpassen; als Buskunde erfährt er das sehr wohl. Busse fahren nach Fahrplan. Anschlüsse sind nur verlässlich, wenn sie realisiert werden. Ohne Vertrauen in die Transportkette wird kein Mensch freiwillig zahlender Fahrgast im Bus [. . .].

Darum müssen wir begreifen: Bus im Stau ist gar nicht schlau! Wer im Stadtrat [. . .] noch ein Herz für Auto fahrende Wähler hat, muss dafür sorgen, dass der Busverkehr attraktiver, [.. .] schneller wird. Nur Menschen, die umsteigen, schaffen Platz für jene auf unseren dicht belegten Straßen, die auf das Auto angewiesen sind. Das schafft kein Bürgerticket, keine Zwangsabgabe [. . .]: Busse, die nur zum Fahrgastwechsel an Stationen halten, jedoch an allen Ampeln das ' Heiligtum' Wallring ließe sich zunächst ausnehmen grüne Welle haben, schaffen Akzeptanz bei neuer zahlender Kundschaft. Mit dem konsequenten, dem ausnahmslosen Ampelvorrang für den Busverkehr [. . .] lassen sich die Fahrzeiten wieder auf das Maß straffen, was vor 40 Jahren üblich war. [. . .]

Dass es geht, zeigen inzwischen auch etliche deutsche Städte. In Würzburg zum Beispiel haben Straßenbahnen zu 100 Prozent grüne Welle, in Bremen fast zu 100 Prozent. Wir brauchen in Osnabrück nicht erst Gleise zu verlegen, um zu beweisen, dass selbst gesteckte Klimaschutzziele uns wichtig sind [. . .]."

Martin Sturm

Osnabrück
Autor:
Martin Sturm


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