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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osterfeuer-Schwund in der Stadt
Zwischenüberschrift:
Durch geänderte Verordnung schrumpft die Zahl der Genehmigungen
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Brauchtum kontra Umweltschutz: An diesem Osterfest wird es rekordverdächtig wenige Osterfeuer geben. Der Grund dafür liegt unter anderem in einer neuen Verordnung, die den Osterbrauch aus Landschaftsschutzgebieten verbannt.

Ein gutes Dutzend Osterfeuer weniger werden dieses Jahr in Osnabrück brennen. Die Zahl der genehmigten Feuer im Stadtgebiet ist von 36 auf 22 gesunken, dazu kommen drei kleinere Feuer, bei denen nur Kaminholz verbrannt werden darf.

Neue Osterfeuer gibt es keine, genehmigt wurden in diesem Jahr nur Veranstaltungen, die auch schon in den vergangenen Jahren stattfanden. Auffällig ist, dass die Stadt vor diesem Fest keine größere Ankündigung für Vereine und Gastronomen veröffentlichte, um über Fristen und Auflagen zu informieren. Wollte man die Zahl der Feuer künstlich niedrig halten?

Nein, sagt Bernd Früchel vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück. Man habe unabhängig von Ankündigungen in den vergangenen Jahren einen Rückgang der Genehmigungsanträge beobachtet. Waren es 2012 noch 42 genehmigte Feuer, kamen im vergangenen Jahr nur noch 36 zustande. " Neuanträge gab es so gut wie nie, wir haben meist nur bereits bekannte Feuer erneut genehmigt", so Früchel. Auch in diesem Jahr sei mit neuen Feuerstellen nicht zu rechnen gewesen, führt er aus. Von einer Ankündigung habe man daher abgesehen. Der Schwund an Osterfeuern liegt weniger an mangelnden Ankündigungen als an einer Änderung der Verordnung, die das " Abbrennen von Brauchtumsfeuern" regelt. Die wurde im vergangenen September in einer Ratssitzung beschlossen und verbietet Brauchtumsfeuer wie das Osterfeuer fortan auch in Landschaftsschutzgebieten.

Die Auswirkungen dieser Neuregelung sind offensichtlich, wenn man die Ausschlussgebiete für Osterfeuer von 2015 mit denen von 2014 vergleicht. Die Karte, die die Stadt in diesem Jahr auf ihre Website gestellt hat, listet deutlich mehr Verbotszonen auf als noch 2014. In Gretesch und Lüstringen sind seitdem ebenso großflächig neue generelle Ausschlussgebiete dazugekommen wie in Pye und um den Rubbenbruchsee. Einige Feuer, die im vergangenen Jahr laut Karte noch genehmigt wurden, fallen nun in solche Gebiete.

Warum im Einzelfall ein Feuer nicht erneut genehmigt wurde, kann Früchel nicht sagen. Möglich seien auch persönliche Gründe der Organisatoren. Aber wer die Karte studiert, sieht schnell: So richtig Platz haben die Osterfeuer nur noch am Rand von Osnabrück.

Alles zu den Osterfeuern, in der Region auf www.noz.de/ ostern
Bildtext:
Deutlich weniger Osterfeuer wird es in diesem Jahr in Osnabrück geben.
Foto:
Archiv/ Jörg Martens

Osterfeuer-Liste der Stadt Osnabrück

Klassische Osterfeuer: Aero Club, Zum Flugplatz 83 (Grünfläche südlich der Landebahn), Alte Pyer Nachbarschaft, Kiebitzweg (Ackerland 200 Meter südlich des Schnepfenwegs; Sonntag oder Montag), Verein Ballsport, Baren teich 4 (Rasenfläche neben dem Fußballplatz), Blau-Weiß Schinkel, Gretescher Weg 75 (Grünfläche auf dem Sportgelände nördlich der Tennishalle), Deutscher Familien-Verband, Ortsverband Hagen, Peterskamp 2 (Ackerland nördlich; Sonntag oder Montag), Initiative " Rettet die Mittelburg" Haste, Bramstraße 87 (Ackerland westlich), Interessengemeinschaft Nahne, Berningshöhe, Kalkhügel, Hauswörmannsweg 165 (Zufahrt über Sutthauser Straße, Ackerland östlich des Bauernhofs), Katholische Kirchengemeinde St. Antonius, Düstruper Straße 127, (Ackerland südlich, Schnatweg), Katholische Kirchengemeinde St. Johann, Maria Königin des Friedens, St.-Florian-Straße (Wiese südwestlich Hof Kottmann), Kegelclub " Die kleinen Feiglinge", Heller Esch 3 (Wiese südlich; Sonntag oder Montag), Kleingärtnerverein Natruper Tor, Sedanstraße 100 (Grünland Kleingartengelände), Kleingärtnerverein Schinkel, Schinkelbergstraße 51 (Weberstraße), Freifläche hinter dem Vereinshaus, Landjugend Hasbergen, Am Gesmoldsberg 4 (Grünland westlich des Hofs Lindlage), Nachbarschaftsgemeinschaft Atter-Ortskern, Leyer Straße 161 (Grünland südlich), Osnabrücker Dampflokfreunde, Süberweg 47 (Steinlagerplatz), Verein Osterfalke, Lobbertkamp 15 (Grünland östlich; Sonntag oder Montag), Piesberger Wandergruppe " Frisch Auf", Moorweg (Grünfläche am Regenrückhaltebecken Wittenmoordiek), Reiterverein Osnabrück, Am Heger Holz 280 (Dressurplatz nordwestlich der Reithalle), Reiterverein Voxtrup, Schierbaumsfeld (Ackerland westlich der Reitsportanlage), Siedlungsgemeinschaft Im Steerte, Im Steerte (Ackerland südwestlich der Bebauung Im Steerte 6a–d), TuS Haste, Bramstraße 115 (Wiese südlich des Kunstrasenplatzes), VfB Schinkel 1919, Am Zuschlag (Grünfläche südöstlich des Vereinshauses).

Kaminholzfeuer: Kleingärtnerverein Deutsche Scholle, Limberger Straße 71 (Grünanlage), SSC Dodesheide, Sebastopol (Tennisanlage), SV Hellern, Klaus-Stürmer-Straße (Sportanlage).

Details können bei den einzelnen Vereine/ Institutionen erfragt werden. Quelle: Stadt Osnabrück; alle Angaben ohne Gewähr.
Autor:
Leo Riepenhoff


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