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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Woran es beim Thema Inklusion noch hapert
Zwischenüberschrift:
Bildungsstudie der Hochschule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die meisten Lehrer in Stadt und Landkreis Osnabrück sind von der Idee der Inklusion überzeugt. Sie sehen den gemeinsamen, uneingeschränkten und gleichberechtigten Unterricht von Grundschülern mit und ohne besonderen Förderbedarf sogar als Bereicherung für ihren Beruf. Was die Umsetzung der weltweit politisch gewollten Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen im Unterrichtsalltag angeht, fühlt sich jedoch ein großer Teil der hiesigen Pädagogen schlecht vorbereitet. Und sie stecken nicht allein im Zwiespalt: Zwischen Begeisterung für die Sache und Skepsis gegenüber der Handhabung schwanken auch viele Leiter und Mitarbeiter von Kindertageseinrichtungen.
Das zeigt eine regionale Studie der Hochschule, die am Mittwoch auf einer Fachtagung in Osnabrück vorgestellt wurde. Mehr als 100 Vertreter der Zielgruppe nahmen daran teil, außerdem weitere Akademiker, Akteure des Bildungssektors sowie Stadträtin Rita Maria Rzyski und Kreisrat Matthias Selle als zuständige Dezernenten der beiden Kommunalbehörden. In Stadt und Landkreis Osnabrück ist die inklusive Schule wie in ganz Niedersachsen seit dem Schuljahr 2013/ 14 Realität.
" Uns ist bewusst, dass mit diesem Thema viele Umbrüche verbunden sind und es emotional aufgeladen ist", sagte Prof. Dr. Stephan Maykus, Sprecher des Binnenforschungsschwerpunkts " Inklusive Bildung". Die Studie liefere eine neutrale Bestandsaufnahme und ermögliche einen " sehr differenzierten Blick auf Einstellungen, Erfahrungen und Bedingungen der Inklusion in Kindertagesstätten und Schulen". Daraus ließe sich sowohl weiterer Forschungsbedarf ableiten als auch eine konkrete Handlungsempfehlung formulieren. Dabei stehe der Ruf von Schulleitern nach mehr und besser ausgebildeten Lehr- und Fachkräften an erster Stelle. Wissenschaftlich genauer untersucht werden müsse " das Leben der Kinder selber", etwa in welchen Kategorien sie dächten. Bislang sei Inklusion ein Thema der Erwachsenen, stellte Maykus fest.
Gregor Hensen, Hochschulprofessor für Soziale Arbeit, prophezeite: Bis Inklusion in den Köpfen der Menschen angekommen und Maßstab des persönlichen Handelns ist, vergehen noch viele Jahrzehnte. Auf die Frage unserer Redaktion, wo die Gesellschaft aktuell stünde, wenn Inklusion ein Marathonlauf wäre, antwortete er: " Bei Kilometer drei." Auf den restlichen 39 Kilometern müssten sich viele Rahmenbedingungen ändern, um " die Vision, bei der es jetzt noch an allen Ecken und Enden knarzt", Wirklichkeit werden zu lassen.
Stadträtin Rzyski und Kreisrat Selle nahmen die Impulse aus Studie und Tagung dankbar auf. Sie würden in die künftige Schulplanung im Raum Osnabrück einfließen, erklärten sie.

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Autor:
sst


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