User Online: 1 | Timeout: 19:35Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO-Archiv | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sutthauser Bahnhof ohne Vision
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum: Verspätung für "tolle Versprechungen" – Burenkamp wird Fahrradstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Verschobene Vision: Aus " den tollen Versprechungen" für den Sutthauser Bahnhof so formulierte es der enttäuschte Altortsbürgermeister Alfons Worpenberg wird zumindest bis Ende 2018 nichts. Gleichwohl forderten die Anwohner im Bürgerforum des Stadtteils Veränderungen.

Alltag am Sutthauser Bahnhof: Wer sein Auto stehen lassen will, um mit dem Bus oder dem Haller Willem weiterzufahren, stellt es hier ebenso ab wie Besucher des Ateliers von Künstler Volker Johannes Trieb. Anwohner beschweren sich über " chaotische Zustände". Und wenn das Atelier im Bahnhof Veranstaltungen anbietet, " dann ist Land unter" so formuliert es Alfons Worpenberg, ehemaliger Ortsbürgermeister von Sutthausen.

Die Situation am Bahnhof beschreibt Worpenberg seit Jahren als chaotisch und gar gefährlich. Dazu tragen aus seiner Sicht die Busse bei. Wenn ein Bus der neuen Georgsmarienhütter Linie 452 hält, " kommt ein weiterer Gelenkbus nicht mit dem Heck von der Hauptstraße. Dann entstehen gefährliche Situationen" Rückstaus könnten über die Schienen reichen.

Worpenberg wünscht sich, dass die Stadtwerke ihre Tarifgrenze zur Haltestelle " Im Loh" in Georgsmarienhütte verlegen. Er verspricht sich davon, dass manche Auto- und Radfahrer dorthin abwandern würden und den Bahnhof entlasten. Worpenberg ärgert sich außerdem über die Betriebshaltestelle: " Die Busse versperren Zufahrten", so die Beobachtung Worpenbergs. Er fordert eine " Ideallinie" als Orientierung für die Fahrer.

In die gleiche Richtung geht die Kritik der Sutthauser CDU. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bemängelt das eher als Kunstwerk zu interpretierende Wartehäuschen, das wenig Schutz bietet. Alle Akteure wollten wissen, wie es mit dem Sutthauser Bahnhof nun weitergeht. Schon vor Jahren hatte die Verwaltung einen detaillierten Plan vorgestellt, dessen Umsetzung 1, 2 Millionen Euro kosten würde, wie Stadtbaurat Frank Otte mitteilte. Er verkündete, dass daraus bis einschließlich 2018 nichts wird. Das Geld sei in der Finanzplanung nicht enthalten. Die Stadtwerke wollen aber dem Wartehäuschen eine Seitenwand spendieren.

Bürgermeister Burkhard Jasper gab sich damit nicht zufrieden: " Was die brenzligen Situationen angeht, können wir nicht bis nach 2018 warten. Ich bitte darum, dass die Situation am Sutthauser Bahnhof überprüft wird." Frank Otte sagte dazu: " Wir werden versuchen, die Situation mit einfachen Mitteln zu verbessern" zum Beispiel mit Markierungen.

Auch an Diskussionen über das Neubaugebiet an der Rennbahn können sich Mitglieder des früheren Ortsrates erinnern. Wie Alfons Worpenberg berichtete, ist damals " immer gesagt worden, dass keine zweite Zufahrt von der Hermann-Ehlers-Straße gebaut wird", sondern eine Ein- und Ausfahrt über die Straße An der Rennbahn nach dem Motto " Rechts rein und rechts raus". Es ist anders gekommen, und es wird auch nach links auf die Hauptstraße abgebogen was Anwohner für schwierig und gefährlich halten.

Jürgen Wilkewitz (SPD), der sich ebenfalls bereits im Ortsrat engagierte, bemängelte, es gebe nicht genügend Parkplätze im neuen Baugebiet. Stadtbaurat Frank Otte sagte dazu: " Wir können den Bauherrn nicht zwingen, über Normen hinauszugehen. Das können wir als Behörde nicht ändern." Ob das auch für die alte Diskussion um die Zufahrt zur Hauptstraße gilt? Bürgermeister Jasper ließ da leise Zweifel durchblicken.

Am Rande des Baugebietes befindet sich ein Regenrückhaltebecken neben dem künftigen Spielplatz. Anwohner sorgen sich: Könnten Kinder im Becken ertrinken? Axel Raue vom Osnabrücker Servicebetrieb versprach, mit den Stadtwerken über Sicherheitsvorkehrungen zu sprechen.

Der Burenkamp wird im Sommer zur Fahrradstraße. Der Brinkhofweg soll kurz vor Einmündung des Burenkamps gesperrt werden, an der Ecke zur Straße Am Kalkhügel ist eine weitere Diagonalsperrung auf der Kreuzung vorgesehen. So soll dort die Zeit der Schleichwege für Autos zu Ende gehen.

Mehr aktuelle Nachrichten aus Osnabrück: www.noz.de/ os
Bildtexte:
Blick durch ein Kunstwerk aus dem Atelier Volker-Johannes Trieb: Der Sutthauser Bahnhof hat seine schönen Seiten, doch warten die Bürger bisher vergebens auf Verbesserungen für den Parkplatz und den Busverkehr.
In diesem Moment entspannt: Doch häufig ärgern sich Anwohner über chaotische Zustände am Bahnhof Sutthausen.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


Anfang der Liste Ende der Liste