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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Westerberg kein Erholungsgebiet?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Westerberg kein Erholungsgebiet
Ursprünglich geplanter Grüngürtel zum Heger Holz
fehlt - Der Weg kaum zu benutzen

Der Westerberg steht zur Zeit im Blickpunkt des Interesses. Früher war einmal geplant und von der Verwaltung entsprechend propagiert, daß zwischen dem Wall und dem Heger Holz eine echte Grünverbindung geschaffen werden sollte. Neuerdings wieder will man das Gelände bis auf einen kleinen Teil als Baugebiet ausweisen und die Gestaltung des Grüngürtels den Baulustigen überlassen. Dabei wurde in der letzten Ratssitzung festgestellt, daß der Westerberg gar kein Erholungsgebiet mehr sei. Es lohnt sich, dies einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

In der Öffentlichkeit ist immer wieder die Forderung erhoben worden, mehr Grün in das Stadtbild und besonders in die Außenbezirke zu bringen. Wenn in den ersten Jahren nach dem Kriege dabei von der Verwaltung der Plan bekanntgegeben wurde, daß man vom Wall bis an das Heger Holz eine Waldkulisse am Hang des Westerberges anpflanzen und den Weg über die Kuppe freilassen wolle, so daß nach allen Seiten volle Sichtmöglichkeiten gegeben waren, so kam man damit der ursprünglichen Forderung nach.
Aber schon vor einigen Jahren wurde dieser Plan durchlöchert, als an der Gluckstraße jene Siedlung gebaut wurde, die für die Familien der Besatzungstruppen bestimmt war. Inzwischen ist viel Wasser durch die Hase geflossen, und man hat sich die Sache wieder anders überlegt.
Es ist durchaus nichts dagegen einzuwenden, wenn die Randgebiete des Westerberges als Bauland erschlossen werden. Der jetzige Plan dagegen sieht eine viel weitgehendere Bebauung des Westerberggebietes vor. Man nimmt damit für alle Zukunft die Möglichkeit, eine echte Grünverbindung aus dem Stadtinnern zu den Waldgebieten am Westrand zu schaffen, wo, wie die ersten Ausgaben für die Planung beweisen, nun doch noch im Rubbenbruch ein großes Erholungszentrum geschaffen werden soll mit einem schönen Stausee.
Es läge doch nichts näher, als den ursprünglichen Plan bestehen zu lassen und die Grünverbindung zu diesem Gebiet herzustellen. Daß dies durch eine Bebauung mit ausgedehnten Gärten und vielleicht auch Grünanlagen nicht vollwertig geschehen kann, dürfte auf der Hand liegen.
Wenn nun in der letzten Ratssitzung der Einwurf gemacht wurde, daß der Westerberg kein Erholungsgebiet mehr sei, so lohnt es sich vielleicht doch einmal, hierfür die Gründe zu suchen. Deren gibt es mehrere. Wenn behauptet wurde, die Fußgänger gingenüber den Lieneschweg zum Heger Holz, so stimmt das zwar. Aber der Fußweg übner den Westerberg befindet sich in einem katastrophalen Zustand, so daß es besonders älteren Leuten schwerfällt, hier sicheren Fußes zu gehen. Außerdem ist auf der Kuppe des Westerberges nicht gerade alles zum Besten bestellt. Hier liegen noch Trümmer von Flakbunkern, dort stehen Mauerreste einer ehemaligen Einraumwohnung, und an anderer Stelle wieder ist der Geruch aus dem anliegenden Hühnerstall nicht gerade gut.
Zudem fehlt hier eine Baumallee, die im Sommer bei starker Sonne etwas Schatten spendet.
Man sieht also, daß aus dem augenblicklichen Zustand nicht ohne weiteres Schlüsse gezogen werden dürfen, die sich als nicht stichhaltig erweisen. Wenn es auch in Osnabrück an Bauland fehlt, so darf das nicht dazu führen, daß die Möglichkeit genommen wird, echte Grünanlagen in das Stadtbild zu bringen. Man sollte sich daher die Angelegenheit noch einmal überlegen!


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