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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Um die Bebauung des Westerberges
Artikel:
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Originaltext:
Um die Bebauung des Westerberges
55 Hektar Land, ein Drittel soll bebaut werden - Der Westerberg kein Erholungsgebiet, sondern lediglich Zuführung zum Heger Holz? - Den Plan bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung genehmigt - Ein Tadelsantrag der Fraktion FDP/ DP/ BHE/ BM/ Z gegen den Oberbürgermeister abgelehnt

Im Rahmen der Berichterstattung über bauliche Angelegenheiten in der Ratssitzung, die in zahlreichen Punkten die Entscheidung über Fluchtlinien- und Durchführungspläne sowie Änderungen von Bau- und Flächennutzungsplänen einschließlich förmlicher Feststellungen und Satzungserlasse umfaßte, rückte Senator Cromme die Pläne für den Westerberg in den Mittelpunkt der Erörterungen.
Die Ratsherren Lange und Rawe plädierten dafür, doch endlich einen Beschluß über die Bebauung dieses Gebietes zu fassen. Dieser Gedanke ist nicht neu, weshalb jetzt also versucht werden sollte, klare Verhältnisse zu schaffen. " Der Höhenrücken des Westerberges ist eine Grün- und Ackerfläche geblieben", erläuterte Senator Cromme, der an Hand einer Lichtbildkarte jenes Gelände anzeigte, auf dem zweckmäßigerweise erdgeschossige Bauten und Häuser im Bungalowstil errichtet werden könnten.
Rechnet man den Besitz des Domänenfiskus, den privaten Streu- und den städtischen Besitz zusammen, dann ergibt sich eine Flächengröße von über 55 Hektar. Die Bemühungen der Stadt gehen nun dahin, etwa ein Drittel dieser Fläche in Bauland zu verwandeln.
Bei aller Überlegung ist man zu dem Schluß gekommen, den Höhenzug des Westerberges nicht anzutasten, sondern neue Siedlungen bis an die Hänge heranzurücken. In diesem Zusammenhang wurde auf eine Stellungnahme des Regierungspräsidenten verwiesen, der es als " eine offensichtliche Tendenz" betrachtet, die seit Jahrzehnten erhaltenen Grünflächen an der bezeichneten Stelle zu verkleinern. Solche Stimmen ließen sich auch im Verhandlungsverlauf vernehmen, während andererseits eine Reihe von Ratsherren jede Bedenken ausschalteten.

" Bei der Besichtigung durch den Liegenschafts- und Bauausschuß ist einmütig festgestellt worden, daß sich nirgendwo anders eine bessere Gestaltungsmöglichkeit bietet..., und deshalb sollte man den vorliegenden Plan anerkennen, eben weil er keinen Einschnitt in die Grünflächen befürchten läßt", sagte Ratsherr Dölker.
Ratsherr Dr. Scholz betonte die Notwendigkeit, Wohnungen zu schaffen. Er meinte, bessere Erholungsgebiete als den Westerberg zu wissen, so daß hier die Möglichkeit genutzt werden müsse, Menschen mit Unterkünften zu versorgen. Bürgermeister Erpenbeck unterstrich die Tatsache, daß es sich um die Bebauung von Randgebieten handele und der eigentliche Westerberg also überhaupt nicht angetastet werde. Im übrigen könnten durch eine solche Maßnahme von privater Hand mehr Grüngürtel geschaffen werden, als die Stadt je in dieser Beziehung zu leisten imstande sei. " Der Westerberg kann zu keiner Zeit ein zentrales Erholungsgebiet sein, sondern lediglich von Kern der Stadt her als Zuführung beispielsweise zum Heger Tor angesehen werden...."
Die Mehrheit war sich darin einig, mit der Ausweisung des Westerberges unter Verlegung der Wege einzuplanen, um eine großzügige Gestaltung zu garantieren.
Nach langer Debatte, die im Zeichen der Befürwortung stand, wurde der Plan bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung in seinen Grundzügen beschlossen, allerdings mit der Auflage, weiterhin mit dem Regierungspräsidenten in der bisher geübten Form zu verhandeln.


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