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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Demo auf der heimlichen Westumgehung
Zwischenüberschrift:
Nach der Bürgerbefragung: Anwohner fordern einen Plan B
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Etwa 100 Anwohner der sogenannten heimlichen Umgehungsstraße auf dem Westerberg demonstrierten am Wochenende unter dem Motto " Wir sind nicht die Westumgehung". Sie fordern eine alternative Lösung für das Verkehrsproblem. Den Kern ihres Anliegens brachte das Transparent " Hier leben Kinder Plan B sofort" auf den Punkt.
Der Plan A war bis zum 25. Mai die Entlastungsstraße West. In der ersten Osnabrücker Bürgerbefragung, die parallel zur Europawahl am 25. Mai stattfand, sprach sich eine knappe Mehrheit der Wähler gegen den Bau der Westumgehung aus.
FDP und Grüne hatten im Vorfeld der Wahl die Umsetzung eines Verkehrskonzeptes von 2003 gefordert, das eine Sperrung der heimlichen Westumgehung zwischen Gluckstraße und Mozartstraße sowie zwischen Albrechtstraße und Caprivi straße für den Durchgangsverkehr vorsieht vorläufig nur auf Probe. Seit der Wahl sei davon keine Rede mehr, sagte ein Demonstrant.
Die Erschließungsstraße für den Wissenschaftspark werde den Verkehrsdruck zusätzlich erhöhen, so Daniel Bugiel von der Initiative Prowest. Die Entscheidung gegen die Entlastungsstraße dürfe nicht zur Folge haben, dass die Anwohner der heimlichen Westumgehung den wachsenden Verkehr ertragen müssten.
Auf Antrag der SPD-Fraktion beschäftigte sich Anfang Juni der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Verkehrskonzept 2003 und was davon umgesetzt wurde. Tempo 30 gilt heute auf fast allen Wohnstraßen, Fahrbahninseln erleichtern Fußgängern das Überqueren, flächendeckend gilt rechts vor links.
Nicht umgesetzt wurde der Vorschlag des Verkehrsplaners Wolfgang Haller (der auch Konzept und Funktion der Entlastungsstraße West erarbeitet hatte), den gesamten Westerberg für den Durchgangsverkehr zu sperren und nur Anliegern die Einfahrt zu erlauben.
Mit hohem Tempo
Die CDU sieht in dem Verkehrskonzept von 2003 keine Basis für den sogenannten Plan B. Die Grünen sagen, das Konzept müsse den neuen Anforderungen angepasst werden. Die Bürgerinitiative Bepo, die sich erfolgreich gegen den Bau der Weststraße wehrte, hat angekündigt, sich bei der Erarbeitung eines alternativen Konzeptes für die Mozart- und Gluckstraße einzubringen.
Dass Handlungsbedarf besteht, zeigte sich deutlich, als die Polizei-Eskorte nach dem Ende der Demonstration wieder weg war: Mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit überholten zahlreiche Autofahrer in der Tempo-30-Zone die heimkehrenden Demonstranten.
Weitere Infos zum Thema gibt es unter cityinnovation.org.
Bildtext:
Etwa 100 Demonstration forderten am Wochenende eine Verkehrsberuhigung für die " heimliche Westumgehung" von der Mozartstraße bis zu Gluckstraße. Sie berufen sich auf das Versprechen der Gegner der Westumgehung, ein Verkehrskonzept für den Westerberg zu entwickeln.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Markus Strothmann


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