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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Im Einklang mit der Natur
Zwischenüberschrift:
Das Museum am Schölerberg vereint Gegensätze – Imposante Spiralform
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Dieses Gebäude ist keines, das protzen will. Fast bescheiden fügt sich das Museum am Schölerberg in seine Umgebung ein, verbindet außen und innen, oben und unten, Urzeit und Gegenwart.
Wer einen Blick aus der Luft auf das Museum wirft, erkennt sofort die Grundidee des Düsseldorfer Architekten-Ehepaares Brigitte und Christoph Parade. Die Gebäudestruktur ist einem Ammoniten, einem marin lebenden Kopffüßer aus der Kreidezeit, nachempfunden. Der spiralförmige Aufbau beginnt mit dem Vorplatz und setzt sich verjüngend am Gebäude bis zur Dachspitze fort.
Das passt zum Umweltgedanken der Einrichtung, die vollständig Museum am Schölerberg Natur und Umwelt heißt. Sie ist hervorgegangen aus dem Naturkundemuseum, das früher in der Villa Schlikker am Heger Tor untergebracht war. Um die Entstehung des ökologisch angelegten Baus gab es Streit. Den Grundstein legte 1981 noch SPD-Bürgermeister Ernst Weber. Wenige Monate später ging die Macht im Rathaus an die CDU über, die den Rotstift ansetzte. Fast scheiterte der Bau. Aber nur fast. 1988 wurde das Museum am Schölerberg eröffnet; seit 1986 ist das Planetarium im Gebäude untergebracht. Seit 1997 ist das Museum als Umweltbildungszentrum (UBZ) anerkannt.
Das Bestreben, im Einklang mit der Natur zu sein, verdeutlicht auch das grasbewachsene Dach. Dessen Kupferdeckung und der erdbraune Klinker der Wände fügen sich harmonisch in die Umgebung des Schölerbergs ein und setzen außen fort, was innen stattfindet: Natur- und Umweltbildung. Schulen kommen zu Veranstaltungen im UBZ. Innen und außen kommen durch nachgebildete Moorlandschaft im Museum und ihre Fortsetzung als See mit sumpfiger Uferzone draußen zusammen.
Seit 2001 werden die " Unterwelten" als Dauerausstellung präsentiert, die mit 350 Quadratmetern die größte Ausstellung zum Thema Boden in Europa sind. Seit einigen Jahren gibt es einen Durchgang von der Dauerausstellung zum benachbarten unterirdischen Zoo. Dessen Eingang und Bürogebäude plante das Architektenpaar Parade gleich mit. Schließlich war der Gedanke beim Bau am Schölerberg gewesen, Naturkunde und Zoo in einem Gebäude unterzubringen.
Geht es mit den " Unterwelten" und dem für Tagungen eingerichteten Unterbau in die Welt unter unseren Füßen, verweist das Planetarium auf die unendlichen Weiten über unseren Köpfen. Mit Fulldome-Technik unternehmen die Besucher virtuelle Reisen ins Universum.
Bei der Verbindung der Gegensätze kommt die Spiralform des Museums wieder ins Spiel. Denn sie ist in diesem Sinne mehr als eine neckische Spielerei, die auf Natur und Umwelt verweist. Die Spirale ist vielmehr ein uraltes Symbol, das in allen Kulturen eine Rolle steht. Sie steht für Schöpfung und Einheit, für Makro- und Mikrokosmos.
Bildtexte:
Blick ins Innere des Ammoniten. Die Spiralform ist überall zu erkennen.
Unendliche Weiten im Planetarium.
Erdbrauner Klinker, Kupfer und Glasdach.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Anne Reinert


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