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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hochschule und Universität nutzen neues Hörsaalgebäude gemeinsam
 
Das Hörsaalgebäude als Ort für eine andere Art des Lernens
Zwischenüberschrift:
Staatssekretärin Andrea Hoops kam zur Eröffnung – Hochschule und Universität nutzen Neubau am Westerberg gemeinsam
Artikel:
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Originaltext:
" Mutig und futuristisch" hat Staatssekretärin Andrea Hoops aus dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur das neue Hörsaalgebäude auf dem Hochschulcampus Westerberg in Osnabrück genannt, das am Dienstag eröffnet wurde. Der Neubau auf dem ehemaligen Kasernengelände der britischen Garnison wird von der Hochschule und der Universität gemeinsam genutzt. Acht Hörsäle, 24 Seminarräume und 1000 Quadratmeter " Lernlandschaft" verbergen sich in dem ungewöhnlichen Baukörper, dessen Front aus dem Boden aufragt wie ein gestrandeter Wal. Der Entwurf ist aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen. Zwei Jahre hat die Fertigstellung gedauert. Mit 23, 5 Millionen Euro sind die Kosten annähernd im Rahmen der Kalkulation geblieben.
Foto:
Jorg Martens

Osnabrück. Es soll ein Ort sein für eine andere Art des Lernens. So beschreibt Architekt Markus Sporer das neue Hörsaalgebäude auf dem Hochschulcampus Westerberg an der Barbarastraße. Am Dienstag wurde der Bau mit der unkonventionellen Architektur eröffnet.
" Es könnte kippen, aber es kippt nicht", meinte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zur Architektur des neuen Gebäudes am Westerberg. Aber seine Balance sei das Geheimnis seiner Ausgewogenheit.
23, 5 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen in das gemeinsame Projekt von Hochschule und Universität Osnabrück investiert. " Eine gute Investition", befand Staatssekretärin Andrea Hoops (Grüne) aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Sie zitierte in diesem Zusammenhang den amerikanischen Staatsmann Benjamin Franklin mit dem Satz " Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen".
" Mutig und futuristisch" nannte die Staatssekretärin die Architektur und die Raumaufteilung, die " hervorragende Rahmenbedingungen zum Lernen, Forschen und Arbeiten" biete. Als Erfolgsfaktor habe sich in Osnabrück die Kooperation von Universität und Hochschule erwiesen. Das neue Hörsaalgebäude sei der sichtbare Ausdruck dieser Zusammenarbeit.
Dieses " enge Miteinander" beider Hochschulen griff auch Uni-Präsident Wolfgang Lücke auf. An kaum einem Standort werde " so intensiv auch in räumlicher Verflechtung" kooperiert wie in Osnabrück.
Hochschulpräsident An dreas Bertram bekannte, dass er schon als Jurymitglied im Architektenwettbewerb gemeinsam mit dem damaligen Stadtbaurat und heutigen Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ein entschiedenes Plädoyer für den Entwurf des Architektenbüros Benthem Crouwel aus Aachen abgegeben habe. Mit den neuen Hochschulgebäuden sei Osnabrück auf der Überholspur. Dennoch gebe es am Westerberg ein großes Raumproblem zu lösen, weil das AVZ aus Brandschutzgründen nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung steht.
Seine Bitte, das Ministerium möge dabei helfen, blieb nicht ungehört. " Die Unterstützung der niedersächsischen Landesregierung bleibt Ihnen auch bei anderen Vorhaben gewiss", erklärte Staatssekretärin Andrea Hoops.
Bildtext:
Das nächste Projekt schon im Blick: Staatssekretärin Andrea Hoops im neuen Hörsaalgebäude mit Uni-Präsident Wolfgang Lücke (von links), Architekt Markus Sporer und Hochschulpräsident Andreas Bertram.
Foto:
Klaus Lindemann

Kommentar
Frischer Wind

Vor noch nicht einmal fünf Jahren hat sich die britische Garnison aus Osnabrück verabschiedet, und es ist kaum zu glauben, wie sich das Kasernengelände zwischen der Barbarastraße und der Artilleriestraße seitdem verändert hat. Das neue Hörsaalgebäude steht nicht nur für Zweckmäßigkeit, sondern auch für den Anspruch, dass Studieren in angenehmer Umgebung Spaß machen und kreative Gedanken fördern soll.

Wenn Architektur eine Botschaft hat, dann symbolisiert das Hörsaalgebäude zusammen mit der 2012 fertiggestellten Mensa und dem weit fortgeschrittenen Bibliotheksneubau, dass in Osnabrück ein frischer Wind weht.

Dazu passt allerdings nicht, dass auf der anderen Straßenseite ein Uni-Gebäude mit 12 000 qm Nutzfläche nahezu leer steht, weil es den heutigen Brandschutzbestimmungen nicht mehr entspricht. Für das 40 Jahre alte AVZ muss dringend Ersatz geschaffen werden, damit die Raumnot der Uni nicht die erfreuliche Entwicklung konterkariert. Gut, dass es von der Landesregierung positive Signale gibt!
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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