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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbriefe
Zwischenüberschrift:
Die Folgen der Bürgerbefragung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Berichterstattung zur Bürgerbefragung Westumgehung, u. a. zu den Kommentaren " Kein Modell für die Zukunft" von Wilfried Hinrichs (Ausgabe vom 27. Mai) und " Zähne zusammenbeißen" von Rainer Lahmann-Lammert (Ausgabe vom 7. Juni).
" Dem Kommentar stimme ich im Wesentlichen zu, möchte aber einiges akzentuieren. Die sogenannte Volksbefragung bindet Oberbürgermeister und Stadtrat nicht. Diese sogenannte Volksbefragung taugt nicht einmal als Orientierungshilfe; denn die Hälfte der Wahlberechtigten schweigt, ein Viertel ist für, ein Viertel mit einem Vorsprung von 340 Stimmen gegen die Entlastungsstraße West. Nach geltender Kommunalverfassung haben Oberbürgermeister und Stadtrat die Pflicht, die von den Fachleuten der Stadtverwaltung fachgerecht erarbeitete Vorlage mit großer Sorgfalt und Objektivität zu beraten und dann zu entscheiden. Entscheidet eine Mehrheit für den Bau der Entlastungsstraße, dann ist sie zu bauen. Bürger, die mit einer solchen Mehrheitsentscheidung nicht einverstanden sind, können bei der nächsten Kommunalwahl andere Repräsentanten für den Stadtrat wählen. Die repräsentative Demokratie ist ein bewährtes Modell, es ist zukunftsfähig. Vor Volksentscheiden ist dringend zu warnen, das sieht man zum Beispiel in Hamburg und Berlin."
Günter Auding
Osnabrück
" Nachdem die Alternative von CDU und SPD in der der sogenannten Bürgerbefragung abgelehnt wurde, freue ich mich als Anlieger, dass es jetzt mit der Alternative von FDP und Grünen weitergeht. Ob a oder b besser ist, spielt keine Rolle mehr, genau wie das Zustandekommen des denkbar knappen Ergebnisses. Jetzt müssen Taten folgen, und zwar die umgehende Sperrung der heimlichen Westumgehungen! Ein Schild richtet hier selbstverständlich nichts aus, denn jeder Fahrneuling weiß eigentlich, dass man a in einem Wohngebiet Tempo 30 fährt und b Hupen verboten ist. Mein Sohn, der nach einem Sportunfall derzeit ans Sofa gebunden ist, hat jüngst 84 hupende Autos in der Gluckstraße gezählt. Das waren keine entspannten Autofahrer, die Angehörige besuchen wollten . . . Also jetzt bitte nicht wieder verschleppen, denn die Bürger, denen seit Jahrzehnten und insbesondere auch von den politischen Gegnern der Weststraße die dringend notwendige Entlastung versprochen wurde, haben den Kaffee gehörig auf!"
Johannes Lohmöller
Osnabrück
" Ihr Kommentator hat völlig recht: Verkehrsberuhigungen im städtischen Raum ist ein dynamischer Prozess. Komplexe Fragestellungen lassen sich manchmal einfacher und kostengünstiger durch Ausprobieren herausfinden. Hierzu mein Vorschlag: Um die Entwicklung von den vielfach geforderten , alternativen Verkehrskonzepten′ zu beschleunigen, müssen zunächst klare Vorgaben gemacht beziehungsweise Fakten geschaffen werden. Kein Verkehrs- und/ oder ÖPNV-Planer kann Probleme lösen, die er noch gar nicht kennt. Also versuchen wir es doch einfach mal mit der Sperrung. Dann können die Verkehrs- und ÖPNV-Planer sehen, was passiert, und entsprechend reagieren. Um während der Sperrung erhebliche Verkehrsmehrbelastungen in anderen Teilen der Stadt zu vermeiden, wäre meines Erachtens eine , angepasste Sperrung′ ein geeignetes Mittel, welches den oben genannten Prozess begleiten könnte. Gemeint ist damit eine (schrittweise) Erhöhung der Sperrzeiten der genannten Straßen, die dabei an die entstehenden Verkehrsströme und - probleme angepasst wird. Beispiel: Im ersten Jahr (also 2014) wird noch der größte Teil des Verkehrs zur Hauptverkehrszeit durchgelassen (also von 8 bis 18 Uhr), zuzüglich ganztägige Sperrung an Wochenenden und Feiertagen. Als nächster Schritt wird (falls möglich, zum Beispiel in 2015) die Sperrzeit auf 17 bis 9 Uhr verlängert. Und zum Beispiel im Jahre 2020 kann dann falls die entstandenen Verkehrsprobleme gelöst wurden im letzten Schritt eine Vollsperrung durchgeführt werden. Ein entsprechender Ratsbeschluss könnte problemlos zeitnah herbeigeführt werden, schließlich treten alle Ratsmitglieder, Parteien, Prowest, Bepo und so weiter für weniger Verkehr in den Wohngebieten ein. Zudem sind die für die (Teil-) Sperrung erforderlichen Maßnahmen kostengünstig zu realisieren. Zu den Kosten: Das Schild mit dem Zusatz ' Anlieger frei' unter dem Schild ' Durchfahrt verboten' (wie in der NOZ abgebildet) macht wenig Sinn, da es sich ja bei einer Straßenunterbrechung um zwei aneinander stoßende Sackgassen handelt. Der Zusatz ' Anlieger frei' ist also überflüssig. Niemand muss den gesperrten Bereich befahren, um zu seinem Haus beziehungsweise Grundstück zu kommen. Damit wird auch kein ' Anlüger' zum Anlieger, wie unterstellt. Jeder Durchfahrer begeht somit unterschiedslos und zweifelsfrei eine klar umrissene Ordnungswidrigkeit. Insofern genügen pro Straßenzug zwei ' Sackgasse'- Schilder und zwei ' Durchfahrt verboten'- Schilder nebst zwei ' Fahrradfahrer frei'- Schildern und vielleicht eine deutlich erkennbare Fahrbahnmarkierung beziehungsweise Fahrbahnverengung. Notfalls werden noch zwei Kameras verbaut. Die Kosten bewegen sich insgesamt im unteren vierstelligen Bereich. Damit erspart man sich einstweilen zwei wartungsintensive, störanfällige Schrankensysteme. Es wäre wirklich einen Versuch wert und könnte bereits in wenigen Wochen, kurz nach dem Beginn der niedersächsischen Sommerferien, umgesetzt werden. Und falls es nicht klappt, hat der Stadtrat ein starkes Argument an der Hand, um das Thema Entlastungsstraße wiederzubeleben."
Klaus-Peter Müller
Osnabrück
Zu den Leserbriefen " Alternative Konzepte" mit Bezug auf die Westumgehung (Ausgabe vom 31. Mai).
" Sind die Gegner der Entlastungsstraße West nun vom Regen in die Traufe gekommen? Nachdem sie sich mit allen Mitteln für den Erhalt des Naherholungsgebietes und der Natur eingesetzt haben, soll dort nunmehr ein Baugebiet entstehen. Das ist ja wohl ein Stück aus dem Tollhaus! Bei einer Straße würde die Natur ja links und rechts davon noch weiter bestehen, während bei einem Baugebiet aber die gesamte Naturfläche vollständig vernichtet und versiegelt wird und somit unwiederbringlich verloren geht. Das muss unbedingt verhindert werden! Die Straßengegner sind also jetzt mehr denn je in der Pflicht, ihre Kampagne gegen die Naturzerstörung vehement fortzusetzen. Schließlich hängt davon auch ihre Glaubwürdigkeit ab."
Wilfried Lichtenberg
Osnabrück
Bildtext:
Einfach sperren? Die Mozartstraße war schon mal eine Sackgasse, wie dieses symbolträchtige Archivfoto von 2002 zeigt allerdings nur vorübergehend wegen mehrerer Baustellen. Nach dem Nein zur Westumgehung wird über ein Verkehrskonzept für den Wwsterberg diskutiert.
Foto:
Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Günter Auding, Johannes Lohmöller, Klaus-Peter Müller, Wilfried Lichtenberg


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