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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Kurzschlußhandlung am Wall
Artikel:
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Originaltext:
Kurzschlußhandlung am Wall
Nicht am 4. August, sondern am 28. Juli: Vorverlegung der Arbeiten am Heger-Tor-Wall um eine Woche - Ein Wettrennen mit den Argumenten gegen die hohe Geldausgabe und den Angriff auf die Wallanlagen?

In der letzten Sonnabendausgabe veröffentlichten wir eine vom Zentralamt der Verwaltung kommende Meldung, die mit folgendem Satz begann: " Mit den Arbeiten zum Ausbau des Heger-Tor-Walles zwischen Heger Tor und der Kreuzung Martinistraße und Neuer Graben wird am Montag, dem 28. Juli, begonnen." In der Meldung wurden im weiteren die Sperrung der rechten Fahrbahn und die notwendige Umleitung bekanntgegeben.
Verwaltungen und Improvisationen abhold; sie pflegen genauestens zu planen und alles auf lange Sicht bis ins kleinste festzulegen. So ist es auch in diesem Falle geschehen, als nämlich vor vielen Wochen die zu leistenden Straßenbauarbeitenöffentlich ausgeschrieben und vergeben wurden. Dazu hat die Bauverwaltung vor Monaten den 4. August als Arbeitsbeginn festgelegt und mehrfach bekanntgegeben.
Warum jetzt diese plötzliche Eile?
Warum improvisieren und damit rechnen müssen, daß die verpflichteten Unternehmer zu dem früheren Termin vielleicht noch nicht zur Verfügung stehen und das notwendige Baumaterial nicht so schnell anfahren können? In der Meldung war von der Angabe eines Grundes nichts zu entdecken.
Sollte der Hagelschauer an überzeugenden Gegenargumenten (siehe dazu auch nebenstehenden Beitrag!) der Grund zu dem verfrühten Beginn in der Hoffnung gewesen sein, daß vollendete Tatsachen am ehesten Mahnungen und Warnungen zum Schweigen bringen können? Sollte die Überlegung, im " Husarenritt" schneller den rettenden Hort bürgerlicher Vergeßlichkeit erreichen zu können, den Grund abgegeben haben? Sollte man es so eilig haben, weil die Bürgerschaft sich an den hohen Kosten des Projektes (im Vergleich zum tausendmal wichtigeren Schulabbau!!) erheblich stößt und man darauf keine überzeugende Antwort (die es ja auch nicht gibt) weiß? Sollte man die Absicht haben, jedem Versuch, die Wallanlagen noch zu retten, alle Möglichkeiten zu entziehen?
Gewiß, dazu kann man nur sagen: Es ist erreicht! Die neue " Planung" führt Osnabrück herrlichen (Rennbahn-) Zeiten entgegen! Ab heute morgen ist wirklich nichts mehr zu ändern, denn man wird sich wohl beeilen, die herrlichen alten Bäume zu fällen, die Fahrbahn aufzureißen und " vollendete Tatsachen" zu schaffen, die ja am Sonnabend schon ihren Anfang nahmen, als Bauwagen roh die Rasenflächen zerstörten.
Eins kann allerdings die Schaffung " vollendeter Tatsachen" nicht ändern: daß es eine klare Antwort auf die Frage nach den Verantwortlichen geben wird und daß wir n o c h wachsamer sein werden!
Zu den künftigen Aufgaben werden Anstrengungen gehören, bei der kommenden Kommunalwahl zu erreichen, daß Männer auf den Listen erscheinen, denen Osnabrück noch teuer ist, und die es heilig ernst nehmen mit der Aufsichtspflicht. Dafür wird der Bürger sorgen! Und wir werden ihm helfen!


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