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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Grenzgänge der zeitgenössischen Kunst
Zwischenüberschrift:
"Drei Fragen an Julia Draganovic": Neues Gesprächsformat eröffnet den Diskurs in der Kunsthalle
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. " Drei Fragen an Julia Draganovic": Unter diesem Titel diskutieren Kunsthallen-Direktorin Dr. Julia Draganovic, Dr. Stefan Lüddemann, Kulturredakteur von NOZ Medien, und jeweils ein Gast in der Kunsthalle Osnabrück. Die Reihe startet am 5. Juni mit dem Künstler Ruppe Koselleck.

An drei Abenden stellen die Diskutanten grundsätzliche Fragen an die Kunst der Gegenwart. Am Donnerstag, 5. Juni, 19.30 Uhr, lautet die Frage: Wer ist Autor der Kunst? Weitere Gesprächsabende mit den Überschriften " Wo beginnt die Kunst?" und " Wo sind die Orte der Kunst?" folgen ab September.

Diese drei Fragen schließen Gegenwartskunst als ein Terrain neuer Erfahrungen und Einsichten auf. Aktuelle Kunst irritiert mit ihrer Offenheit und Unerwartbarkeit. Zugleich liegt darin eine Chance: Aktuelle Kunst öffnet sich dem, der eigener Wahrnehmung und seinem unabhängigen Urteil vertraut. Kunst ist nur etwas für Experten so lautet ein gängiges Vorurteil. Dabei lädt Kunst zu einer Reise in ein offenes Feld der Wahrnehmung und der Reflexion ein.

Die Gesprächsreihe " Drei Fragen an Julia Draganovic" lädt zu dieser Reise ein mit einem offenen Diskurs, der sich den grundsätzlichen Fragen des Umgangs mit aktueller Kunst stellt. Die genannten Fragen bezeichnen die zentralen Themen der Beschäftigung mit Kunst. Dabei geht es um die Frage nach dem Künstler, nach den Kontexten der Kunst und schließlich um die grundsätzliche Frage: Was ist eigentlich Kunst? Die drei Diskutanten verstehen ihr Gespräch weder als Podiumsdiskussion noch als Expertenhearing, sondern als einen offenen Diskurs.

Was ist mit der Offenheit der aktuellen Kunst gemeint? Zeitgenössische Kunst enttäuscht landläufige Erwartungen an das, was Kunst ist. Sie bietet sich oft nicht als traditionelles Werk dar, sondern als Projekt, Intervention, Dienstleistung, sie dementiert die Grenzen von Kunst und Nicht-Kunst, sie thematisiert ihre Kontexte, sie verdankt sich der Produktion von Akteuren, die ihre Rollen als Künstler, Kuratoren und Kritiker kombinieren. Damit sind nur einige der Themen genannt, die zeitgenössische Kunst zu dem machen, was sie heute ist zu einem Phänomen mit offenen Grenzen.

Die offenen Fragen rund um zeitgenössische Kunst wirken zunächst ernüchternd. In Wirklichkeit ermutigt zeitgenössische Kunst dazu, in der Kunst eine Option für Entdeckungen zu sehen. Die wichtigste Option betrifft den Rezipienten. Er kann im Kontakt mit der Gegenwartskunst seinen Erfahrungsraum immens vergrößern. Dazu bedarf es nur der Bereitschaft, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und zu eigener Reflexion überzugehen. Gegenwartskunst fordert den mündigen Betrachter, der keine Expertenurteile übernimmt, sondern sich selbst auf seine eigene Reise zur Kunst macht.

Das Diskussionsformat " Drei Fragen an Julia Draganovic" lädt zu dieser Reise ein, indem es hilft, das Terrain der Kunst und die Wege, die durch dieses Terrain führen, zu bezeichnen. Damit eröffnet es auch die neue Ära der Kunsthalle Osnabrück, die mit Julia Draganovic begonnen hat. Ihr Programm wird ausloten, was zeitgenössische Kunst so spannend macht die Lust an der Grenzüberschreitung.
Bildtexte:
Wer sind die Autoren der Kunst? Julia Draganovic und ihr Team erproben dieses Thema gerade mit dem Format " 24/ 7" in der Kunsthalle Osnabrück. Eine Woche lang treten hier Menschen mit ihren Aktionen und Projekten auf. Sie alle sind Autoren.
Kunsthallen-Direktorin: Julia Draganovic.
Künstler als Gast: Ruppe Koselleck.
Kunstkritiker: Stefan Lüddemann.
Reinhard Wetjen. 24/ 7 Kunsthalle.
Fotos:
Michael Gründel, Lindemann, Lewandowski, Westdörp
Autor:
Stefan Lüddemann


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