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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Teure Immobilien im Westen Osnabrücks
 
Westerberg bleibt teuerstes Pflaster
 
"Der Westerberg ist die Nummer 1 in Osnabrück"
Zwischenüberschrift:
Wohnungen in der Wüste teurer als in der Weststadt
 
Kommentare zum Immobilien-Atlas
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Westerberg bleibt das mit Abstand teuerste Pflaster von Osnabrück. Das geht aus dem aktuellen Immobilien-Atlas dieser Zeitung hervor. Auf Platz zwei folgt der Stadtteil Wüste. Schlusslicht bei den Wohnungspreisen ist weiterhin der Schinkel.

Osnabrück. Der Immobilien-Atlas dieser Zeitung zeigt, dass der Westen weiterhin den Immobilienmarkt dominiert. Der Westerberg bleibt das mit Abstand teuerste Pflaster von Osnabrück. Allerdings ist der zweitteuerste Stadtteil nicht mehr die Weststadt, sondern die Wüste. Insgesamt ist Wohnungseigentum in der Stadt in nur einem Jahr um mehr als ein Viertel (28 Prozent) teurer geworden. Das geht aus den Preisen für Eigentumswohnungen im Jahr 2013 hervor, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte (GAG) nun bekannt gab.

Auf dem Westerberg lag der Wohnflächenpreis pro Quadratmeter bei Eigentumswohnungen im Weiterverkauf bei 1850 Euro pro Quadratmeter und stieg damit zum Vorjahr um elf Prozent an. Insgesamt wurden in Osnabrücks teuerstem Stadtteil 29 Wohnungen verkauft, die durchschnittlich 1970 gebaut wurden. Überraschend stark entwickelte sich der Kaufpreis in der Wüste. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für gebrauchte Wohnungen lag dort mit 1550 Euro erstmals höher als in der Weststadt mit 1500 Euro. 2012 hingegen hatte die Weststadt mit 1416 Euro pro Quadratmeter noch einen Vorsprung von rund 100 Euro auf die Wüste, doch während die Wüste 2013 um 18 Prozent zulegen konnte, stiegen die Preise in der Weststadt nur um sechs Prozent. Allerdings waren die 23 Wohnungen, die in der Weststadt verkauft wurden, im Schnitt älter als die in der Wüste. Die Wohnungen in der Wüste wurden im Mittel 1974 gebaut, in der Weststadt aber schon 1957. Wie unterschiedlich Verkaufspreise aber auch innerhalb dieser drei teuersten Stadtteile Osnabrücks sein können, zeigen die Preisspannen. Die billigsten in Weststadt, Westerberg und Wüste verkauften Wohnungen lagen bei 650, 875 und 760 Euro pro Quadratmeter. Wenn aber sanierte Wohnungen weiterverkauft wurden, dann lagen die Höchstpreise in diesen Top-Gegenden Osnabrücks mit den drei W bei 3230 Euro, 2680 und 2722 Euro pro Quadratmeter.

Das Schlusslicht bei den Wohnungspreisen ist weiterhin der Schinkel, obwohl die Preise dort zum Vorjahr um 17 Prozent auf 770 Euro pro Quadratmeter zulegten. Auffallend ist dabei, dass sowohl die 2013 als auch 2012 verkauften Wohnungen dort im Mittel Anfang der Sechzigerjahre gebaut wurden. Auch die mittlere Wohnfläche war bei den 41 verkauften Wohnungen identisch.

Die stärkste Entwicklung gab es in Nahne. Während eine Wohnung dort 2012 noch durchschnittlich 879 Euro pro Quadratmeter kostete, lag der Preis 2013 bereits bei 1158 Euro. Da die 2012 dort verkauften Wohnungen sogar im Schnitt elf Jahre jünger waren, muss ein Grund für die Steigerung um fast ein Drittel des Preises im besseren Zustand der verkauften Wohnungen liegen.

Bei den Verkaufspreisen der neu gebauten Eigentumswohnungen zeigt sich ein ähnliches Bild. Am teuersten waren diese Wohnungen mit 2879 Euro pro Quadratmeter in der Wüste, gefolgt von der Weststadt mit 2831 Euro pro Quadratmeter. Einen repräsentativen Wohnflächenpreis für neu gebaute Eigentumswohnungen am Westerberg gibt es nicht, da es dort im vergangenen Jahr nur drei Erstverkäufe von Eigentumswohnungen gab. Am meisten neu gebaute Eigentumswohnungen wurden in der Weststadt verkauft. Die meisten der 75 Erstverkäufe in der Weststadt gab es in Mitte West, im Stadtpalais am Kirchenkamp und auf dem dahinterliegenden Gelände des ehemaligen Busdepots. Die Preise für Penthäuser lagen dort bei bis zu 4000 Euro pro Quadratmeter.

Einen deutlichen Preisanstieg hatten in der Stadt auch Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit durchschnittlich 321 000 Euro sind Häuser in der Stadt nach GAG-Angaben um fast ein Drittel (30 Prozent) teurer geworden. Weitere Informationen zu Grundstücks- und Immobilienpreisen gibt der diesjährige GAG-Grundstücksmarktbericht für Stadt und Landkreis Osnabrück .

Kommentar
Betongold

Um sage und schreibe 28 Prozent ist Wohnungseigentum in der Stadt in nur einem Jahr teurer geworden. Diese Zahlen erstaunen. Als die Neue OZ vor einem Jahr den Immobilien-Atlas erstellte, verglich sie die Verkaufspreise von 2012 noch mit denen von 2009, um überhaupt eine deutliche Entwicklung nachzuzeichnen. In diesem Jahr ist das nicht nötig. Die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen haben sich von 2012 zu 2013 fast so stark entwickelt wie sonst in drei Jahren. Das niedrige Niveau für Kredit- und Ertragszinsen sowie die steigenden Mieten haben diese Entwicklung genauso befeuert wie die steigende Attraktivität der Stadt. Immer mehr Menschen genießen das Kulturangebot, die Infrastruktur und die Nahversorgungsmöglichkeiten. Viele Senioren verkaufen ihr Haus im Landkreis und kaufen sich dafür eine Wohnung in der Stadt. Das Betongold ist wertvoller denn je.

Osnabrück. Der Leiter der Sparkassen-Immobilienvermittlung, Markus Pörtner, empfindet die sehr starke Entwicklung, die der Immobilien-Atlas für die Wüste zeigt, als " sehr bemerkenswert".
Der Immobilienmakler Michael Klein glaubt, dass die Weststadt die Wüste 2014 wieder überholen wird, und der Experte für Immobilienbewertungen, Marc-André Lasarz, sieht den Westerberg als " Nummer 1", weil eine Wohnung dort auch " Pres tige und Image" bedeute. Die um 32 Prozent teureren Wohnungen in Nahne begründet Lasarz damit, dass alte Häuser dort günstig verkauft, in Eigentumswohnungen parzelliert und saniert wieder verkauft wurden. Das Mitglied des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAG), Pörtner, sagt, es sei " völlig unbestritten , dass der Westerberg nach wie vor und voraussichtlich auch künftig der gesuchteste und dadurch auch teuerste Stadtteil ist".
Der Leiter des Osnabrücker Maklerbüros von Dahler & Company, Sören Röttger, erklärt den um 32 Prozent niedrigeren Verkaufspreis in Hellern: " Dort ist sicherlich nicht von einem Wertverfall innerhalb des Stadtteils Hellern auszugehen." Offenbar seien 2013 die Wohnungen älteren Baujahrs und schlechteren Zustands verkauft worden.
Bildtext:
Das Penthouse im Stadtpalais wurde im vergangenen Jahr für 4000 Euro pro Quadratmeter verkauft.
Foto:
Hermann Pentermann
Autor:
Jean-Charles Fays


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