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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Einmal um den Zoo
Zwischenüberschrift:
Der Waldpark auf dem Schölerberg war schon früher ein Erholungsgebiet
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Mitten im Wald auf dem Schölerberg scheint die Stadt weit weg zu sein. Spaziergänger schnappen auf dem Panoramaweg nicht nur frische Luft, sondern können auch jeden Menge entdecken.

In den Zoo hineinzugehen ist in Osnabrück nur eine Möglichkeit. Genauso ist es möglich, um den Tierpark herumzugehen. Auf dem nicht einmal drei Kilometer langen Panoramaweg müssen Spaziergänger keine Langeweile haben. Auf Bären oder Elefanten dürften sie zwar nicht treffen. Dafür kommen sie durch den Museumsgarten, haben zwei Fernblicke über die Stadt und können anschließend immer noch in den Zoo oder ins Museum.

Der Einstieg auf den Rundwanderweg ist an mehreren Stellen möglich. Empfehlenswert ist der Beginn auf dem Vorplatz von Museum am Schölerberg und Zoo. Autofahrer können ihren Wagen auf dem Zooparkplatz abstellen, Busfahrer bis zur Haltestelle Kreishaus/ Zoo (Linie 21) fahren. Los geht es über die zwei kleinen Brücken neben dem Museumseingang, hinter denen schon das Wegzeichen zu sehen ist: ein großes P mit vier Strahlen.

Ein paar Meter geht es über gepflasterten Weg, kurz darauf aber schon nach links in den Museumsgarten. Der ist mit seinen vielen kleinen Beeten allein einen Besuch wert. Bauern-, Stein- und Sinnesgarten gehören unter anderem zu der vielfältigen Anlage. Durch ein Gartentor geht es weiter auf den Panoramaweg und hinein in den Wald.

Schon im 19. Jahrhundert war der Waldpark auf dem Schölerberg ein gefragtes Erholungsgebiet in Osnabrück. Das ist heute nicht anders. Jogger, Wanderer, Spaziergänger mit Hunden oder Nordic-Walking-Gruppen sind keine Seltenheit.

Zum offiziellen Wanderparcours wurde der Panoramaweg 2010. Die Idee dazu gab es schon mehrere Jahre vorher. Und so verbesserte die Stadt Osnabrück ihn mit Aussichtsplattformen und Treppen auf den Waldwegen für Spaziergänger. Die Wegzeichen pflegt der Verschönerungs- und Wanderverein Osnabrück.

Die ersten Meter der Strecke nach dem Museumsgarten führt unter zwei Holzbrücken her, die den alten und den neuen Teil des Zoos Osnabrück verbinden. Auch ein Blick in das ein oder andere Gehege ist möglich. Vorbei am Hochwasserbehälter der Stadtwerke geht es zur ersten Aussichtsplattform, von der aus ein Teil östliches Osnabrück zu sehen ist: das Industriegebiet im Fledder und weiter hinten der Fernsehturm im Widukindland.

Nur wenige Meter weiter nach links folgt die zweite Aussichtsmöglichkeit, dieses Mal mit Blick auf westliche Stadtgebiete. Unter anderem Luther-, Josefs- und Katharinenkirche ragen zwischen den Häusern auf. Unterhalb der Plattform ist außerdem der Weg zum alten Zooeingang zu sehen.

Von hier macht der Panoramaweg einen Bogen durch den Wald. In diesem Teil der grünen Lunge Osnabrücks ist vom Betrieb der Stadt so gut wie nichts zu merken. Statt Straßenverkehr ist hier Vogelgesang zu hören.

Auf der rechten Wegseite ist schließlich eine Gedenktafel zu sehen, die an den Maler Franz Hecker erinnert, der bei einem Bombenangriff im November 1944 in einem Luftschutzbunker an dieser Stelle ums Leben kam. Mit ihm starben noch andere Menschen, unter anderen Schüler und Kinder aus dem Kinderheim.

Über einen Parkplatz und den Klaus-Strick-Weg geht es weiter in ein kleines Wäldchen und zurück auf den Vorplatz von Museum und Zoo.
Bildtexte:
Blick über das Industriegebiet: Von der östlichen Aussichtsplattform am Schölerberg sind die VW-Werke und der Fernsehturm im Widukindland zu sehen.
Die Brücken vor dem Museum am Schölerberg sind zum Wandern da. Der 2010 eröffnete Panoramaweg führt über sie hinweg.
Fotos:
Anne Reinert

Grünes Netz

Der Panoramaweg auf dem Schölerberg gehört nicht nur zur grünen Lunge, sondern auch zum " Grünen Netz" in Osnabrück. Das Projekt wurde 2004 vom städtischen Fachbereich Umwelt ins Leben gerufen und soll mit Hinweistafeln und Objekten helfen, Interesse und Verständnis für Natur in städtischer Umgebung zu wecken. Neben dem Panoramaweg gehören unter anderem die Netteseen, die Lindenallee im Bürgerpark und die Streuobstwiese am Finkenhügel zum Grünen Netz.
Autor:
Anne Reinert


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