User Online: 2 | Timeout: 06:13Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zoo knackt 2014 die Millionengrenze
 
Zoo knackt wieder die Millionengrenze
Zwischenüberschrift:
2014 bringt zweithöchste Besucherzahl in der Geschichte – Schwarze Zahlen
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zum zweiten Mal in der Geschichte haben in einem Jahr mehr als eine Million Menschen den Zoo Osnabrück besucht. 2014 wurden nach offiziellen Angaben von Freitag 1 003 000 Gäste gezählt. Das sind 68 000 mehr als im Vorjahr. Im Rekordjahr 2011 waren es 1, 03 Millionen gewesen.

Osnabrück. Der Zoo Osnabrück verzeichnet das zweitbeste Jahr seit Beginn der Besucherzahlen-Ermittlung. 2014 kamen nach offiziellen Angaben vom Freitag insgesamt 1 003 000 Gäste in den Tierpark am Schölerberg. Das sind 68 000 mehr als im Vorjahr. Erstmals seit dem Rekordjahr 2011 wurde damit wieder die Millionengrenze überschritten. Damals hatte der Zoo 1, 03 Millionen Menschen angelockt.
Ausschlaggebend für den Erfolg der vergangenen zwölf Monate sei neben günstigem Wetter und einem gezielten Marketing nachweislich die neue Tigertempel-Anlage gewesen, sagte Geschäftsführer Andreas Busemann bei der Vorstellung der Bilanz. Das Gehege für zwei Exemplare des akut vom Aussterben bedrohten Sumatratigers war im Sommer eröffnet worden. Es ist Teil einer Asien-Erlebniswelt, die im Stil von Angkor Wat geschaffen und bald um ein neues Menschenaffen-Haus (unter anderem für Orang-Utan Buschi) ergänzt wird. Auch der zuletzt vom Münsteraner Allwetterzoo-Direktor gescholtene Affentempel gehört dazu.
Der Verkauf von Jahreskarten wichtigster Indikator zur Berechnung der Gesamtbesucherzahl zog 2014 spürbar an. Inzwischen verfügen 22 000 Familien (darunter die von 2000 Mitgliedern des Zoovereins) über ein solches Abonnement. Buse mann: " Mehr als die Hälfte der Zoobesucher sind Jahreskartenbesitzer." Weil außerdem zwei Drittel der Gäste nicht aus Osnabrück oder der Nähe stammten, gelte der von einer überwältigenden Mehrheit weiterempfohlene Zoo als " bedeutendster tagestouristischer Leuchtturm der Region".
Der Andrang an den Kassen sowie die nicht nachlassende Unterstützung durch Partner, Sponsoren und Spender ließen die Einnahmen sprudeln wie nie zuvor: 7, 13 Millionen Euro bedeuten einen Bestwert und in der Bilanz schwarze Zahlen. Seit Mitte der 90er-Jahre hat sich die Summe mehr als verdreifacht. Mit Blick auf die verschwindend geringen städtischen Zuschüsse von 93 000 Euro zähle der Zoo Osnabrück zu den wirtschaftlich erfolgreichsten in Deutschland, erklärte Buse mann.

Ein os1.tv-Video sowie weitere Nachrichten und Geschichten aus dem Zoo im Internet auf www.noz.de/ zoo
Bildtext:
Zoo mit Biss: Die im Sommer eröffnete Tigertempel-Anlage war neben dem güstigem Wetter und gezieltem Marketing maßgeblich für den Besuchererfolg 2014, sagen (v.l.) Geschäftsführer Andreas Busemann und die Präsidiumsmitglieder Hans Cromme und Reinhard Sliwka.
Foto:
Gert Westdörp

Kommentar
Immer eine Idee voraus

Über eine Million Besucher im Jahr 2014: Mit dieser Meldung schmückt der Zoo Osnabrück sich gerne. Zu Recht, denn dahinter steckt nicht nur knallharte Arbeit und enorme Leidenschaft. Sondern auch eine ausgeklügelte Strategie. Und vor allem unkonventionelles, einfallsreiches und originelles Management.

Mit Genuss trägt Geschäftsführer Andreas Busemann deshalb bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit Zahlen vor, die den wirtschaftlichen Erfolg belegen sollen. Und als ob steigende Einnahmen aus Kartenverkauf und einträglichem Klinkenputzen bei Gönnern aller Art sowie fantastische Werte bei der Kundenzufriedenheit nicht beeindruckend genug wären, verweist er stets auf eine Besonderheit, die den Zoo Osnabrück von allen anderen unterscheidet: das fast vollständige Fehlen öffentlicher Zuschüsse.

Bestimmt würde Buse mann sich gegen kommunale Millionenspritzen, wie sie die meisten anderen Zoos in Deutschland jährlich erhalten, kaum wehren. Doch so lange er ohne auskommen muss, macht der Chef aus der vermeintlichen Not seine größte Tugend. Mit Erfolg: Schließlich ist finanzielle Unabhängigkeit in der Branche so gut wie einmalig.

Deshalb müssten die Osnabrücker und alle anderen Zoobesucher der Stadt fast schon dankbar sein für deren (relative) Knauserigkeit. Schließlich konnte die Zooführung erst unter diesen Bedingungen ihre Kreativität voll entfalten.
Autor:
Sebastian Stricker


Anfang der Liste Ende der Liste