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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Wucht hinter St. Peter
Zwischenüberschrift:
Eine markante Erscheinung: Der neue Probensaal der Domchöre gibt sich äußerlich wuchtig und innerlich filigran
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wuchtig sieht er aus, der lang gehegte Traum des einstigen Domchorleiters Johannes Rahe. Er ist zu einer markanten Erscheinung geworden, der neue Probensaal der Domchöre. Aber fast sieht es aus, als müsse er sich regelrecht zwischen Kreuzgang und Marcel-Callo-Haus hineinzwängen. Das beklagt auch Rahes Nachfolger Clemens Breitschaft: " Der Saal kommt hier gar nicht richtig zur Geltung", sagt er. Immerhin: Von seinem Büro aus muss er nur einmal um den Schreibtisch, ein paar Meter durch den Garten, und schon steht er an seinem Dirigierpult.
Noch schimmert die Kupferverblendung des elliptischen Baus im dunklen Braun; wenn sie dereinst Patina überzieht, wird deutlicher werden, dass die Hülle des Chorsaals an die Dächer der Dom-Türme anknüpft, sich also bei allem architektonischen Selbstbewusstsein auf den spätromanischen Kirchenbau bezieht.
Im Inneren setzen das Osnabrücker pbr Planungsbüro Rohling AG und das luxemburgische Büro cba Christian Bauer & Associés Architectes der äußerlichen Wucht lichte Weite entgegen. Über einen gläsernen Zugang betreten die Sängerinnen und Sänger vom Kreuzgang aus den Raum und nehmen dann auf absteigenden Rängen Platz bis zu 200 Stühle lassen sich dort aufstellen. Dabei prägen das helle Eichenparkett, die Leichtigkeit der Holzkon struktion und das wie eine Wolke schwebende Deckenelement mit Oberlicht den Raum hier lässt es sich in heller Atmosphäre befreit singen.
Allerdings will der Chorsaal sängerisch überwunden werden. Die Wandverkleidung dämmt den Hall und sorgt für eine trockene Akustik: Da steht jeder Ton quasi nackt da das ist so ziemlich das Gegenteil von der Akustik im Dom, wo mehrsekündiger Hall kleine Schwächen gnädig umhüllt. Aus Sicht von Chorleiter Clemens Breitschaft bietet der Raum indes ideale Bedingungen: Die Akustik fördert jedes Detail zutage auch jedes hässliche. Das schränkt die Multifunktionalität des Raumes aber nicht ein: Nach Johannes Rahes Abschiedskonzert diente der Chorsaal als Public-Viewing-Arena. Den Bayern hat der kirchenmusikalische Beistand damals allerdings nichts genutzt.
Bildtext:
Kupfer als verbindendes Element: der Domchor-Probensaal vor dem Vierungsturm des Domes.
Foto:
Michael Gründel
Autor:


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