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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrückerin setzt Zeichen gegen Flüchtlings-Hetze
Zwischenüberschrift:
Neue Seite auf Facebook erstellt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vor wenigen Tagen hat die rechtsextreme NPD in Osnabrück Flugblätter verteilt, mit denen sie versucht hat, Ängste gegen Flüchtlinge zu schüren. Die Aktion zog eine Welle der Empörung nach sich, auch Maria Braig war erschüttert über das Schreiben. Sie nahm die Flyer zum Anlass, eine Facebook-Seite zu erstellen, um die Flüchtlinge in Osnabrück zu unterstützen.
Gesellschaftliches Engagement liegt Maria Braig am Herzen. Es gebe so viele Probleme auf der Welt, die angepackt werden müssten, sagt die 57-Jährige. " Leider hat man aber nicht die Zeit, sich für alles zu engagieren", so die Osnabrückerin. Im Verein " Exil Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge" setzt sie sich seit drei Jahren ein. Schon länger habe sie darüber nachgedacht, wie man die verschiedenen Möglichkeiten, sich in Osnabrück für die Flüchtlinge einzusetzen, sammeln und besser koordinieren könne.
Die Flyer-Aktion der NPD sei schließlich der Auslöser dafür gewesen, die Facebook-Seite " Willkommen in Osnabrück Refugees Welcome" zu gründen . Ende Dezember habe sich eine Frau telefonisch bei Exil gemeldet, die sich über die Reaktion ihrer Nachbarschaft über die Flugblätter empört hat. Die Nachbarn hätten die Schreiben zwar mehrheitlich sofort in den Mülleimer geschmissen. Sich wirklich auseinandersetzen mit dem Thema und das Problem der Ausländerfeindlichkeit offen thematisieren wollten sie dagegen nicht. " Sie wollten nicht darüber reden und haben einfach geschwiegen, hat mir die Frau erzählt", sagt Braig.
Einfach darüber hinwegsehen das sei ein falsches Zeichen, das man den Flüchtlingen in Osnabrück gebe. Mit der Facebook-Seite soll Inte ressierten die Möglichkeit gegeben werden, sich über Angebote und Anlaufstellen zu informieren, mit denen die Flüchtlinge unterstützt werden können. Deshalb hat sie die Telefonnummern und Homepages von Organisationen wie Exil, Caritas, Diakonie und Stadtteilinitiative Rosenplatz aufgelistet. Viele Menschen wollten sich engagieren, häufig wüssten sie aber nicht, an wen sie sich wenden könnten. Die Seite diene deswegen in erster Linie dazu, die Bevölkerung zu informieren und gegebenenfalls gemeinsame Aktionen zu koordinieren. Zwar ist die Seite ein " Alleingang" der Osnabrückerin, dennoch entspricht sie auch ganz klar dem Wunsch anderer Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. " Das ist eindeutig in unserem Geiste. Man muss gegen Rassismus klar Position beziehen und zeigen, dass man die Flüchtlinge willkommen heißt", sagt Roland Knillmann, Pressesprecher der Caritas Osnabrück.
B raig ist sich bewusst, dass die Facebook-Seite nur ein kleiner Anfang ist. " Zeigen wir den Menschen in und um Osnabrück, unseren Gästen, aber auch gerade den Einheimischen, dass es nur ein winziger Teil der Bevölkerung ist, der hinter der NPD und ihrem Gedankengut steht", so lautet ihre Forderung. Die Seite ist zwar erst seit wenigen Tagen im Netz. Mit der bisherigen Resonanz ist Maria Braig aber zufrieden. Knapp 250 Nutzer haben die Seite schon geliked. Und es habe bereits Angebote für gemeinsame Aktionen gegeben, um sich mit den Flüchtlingen solidarisch zu zeigen.

Mehr zum Thema Flüchtlinge auf www.noz.de/ fluechtlinge
Bildtext:
Bei Facebook ist die Seite " Willkommen in Osnabrück Refugees Welcome" zu finden.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
chl


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