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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Max-Bahr-Baumarkt ist verkauft
 
Kleine Ladenwelt im ehemaligen Baumarkt?
Zwischenüberschrift:
Max Bahr in Osnabrück verkauft – Eigentümer verhandelt mit der Stadt über Nutzung
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Der leer stehende Max-Bahr-Baumarkt in Hellern ist verkauft. Der Inhaber der Bäckerei Wellmann, Johannes Külkens, hat die Im mobilie übernommen, will sich zu seinen Plänen aber noch nicht äußern. Er führe Gespräche mit der Stadt. Die Baumarktkette hatte 2013 ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt.

Osnabrück. Der ehemalige Baumarkt Max Bahr an der Autobahnauffahrt Hellern hat einen neuen Besitzer: Der Inhaber der Bäckerei Wellmann, Johannes Külkens, will aber noch nicht verraten, was aus diesem " Sahnestück" werden soll.

Mitte 2013 hatte die Baumarktkette Max Bahr im Sog der Praktiker-Pleite Insolvenz angemeldet. Monatelang bangten die etwa 30 Mitarbeiter der Osnabrücker Filiale an der Lengericher Landstraße um ihre berufliche Zukunft, bis Anfang 2014 der Insolvenzverwalter das endgültige Aus verkündete und den Warenbestand verramschen ließ. Eigentümer der Immobilie war der Finanzinvestor Moor Park, der die Max-Bahr-Märkte 2007 nach Medienberichten für 800 Millionen Euro übernommen hatte.

Der Geschäftsführer der Bäckerei Wellmann und Chef der J. + N. Külkens Immobilien GmbH, Johannes Külkens, bestätigte auf Anfrage den Kauf der 12 000 Quadratmeter großen Liegenschaft. " Wir haben Max Bahr schon im Februar gekauft, aber öffentlich nicht darüber gesprochen", sagt der Unternehmer, der über den Kaufpreis keine Angaben machen will. Külkens spricht von einem " Sahnegrundstück in allerbester Lage", lässt sich über die künftige Nutzung aber noch nicht aus. Nur so viel: " Wir sind in Gesprächen mit der Stadt."

Die Gespräche sind nötig, weil der fast 44 Jahre alte Bebauungsplan voraussichtlich geändert werden muss, um Külkens hier Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen. Der Bebauungsplan weist die Fläche als Mischgebiet aus. Ein Baumarkt wäre weiterhin zulässig, aber dieses Segment gehört nicht zu Külkens′ Portfolio.

Die Zeichen stehen eher auf eine Einzelhandelsnutzung nach dem Vorbild des Weidencarrées in der Wüste. Die Külkens Immobilien GmbH entwickelte 2012 das sehr erfolgreiche Quartierszentrum an der Weidenstraße mit Apotheke, Lebensmitteldiscounter, Bäckerei, Drogerie, Bio-Supermarkt und Arztpraxen. Die Frage, ob ihm Ähnliches an der Lengericher Landstraße vorschwebe, will Külkens nicht beantworten. Er versichert aber, dass sein Unternehmen das Objekt langfristig behalten und betreiben wolle. Ziel sei auch, das Gebäude zu erhalten. Külkens: " Die Substanz ist ja nicht schlecht."

Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau, sagt, bei den Planungen für den ehemaligen Baumarkt greife das Märkte- und Zentrenkonzept der Stadt. Die Politik müsse deshalb entscheiden, inwieweit die Pläne des neuen Eigentümers mit dem Konzept vereinbar seien.

Das Märkte- und Zentrenkonzept steuert die Einzelhandelsentwicklung in der Stadt, damit sich nicht un gewollt Handelsschwerpunkte auf der grünen Wiese ausbreiten können. Es legt auch die Stadtteilzentren und Nahversorgungsbereiche fest.
Bildtext:
Verkauft: der ehemalige Max-Bahr-Baumarkt an der Lengericher Landstraße.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Wilfried Hinrichs


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