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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Tierschutz: Kein gutes Jahr
Zwischenüberschrift:
WWF sieht größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier
Artikel:
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Originaltext:
Berlin. Für den Schutz von Tierarten weltweit war 2014 nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF ein durchwachsenes Jahr. Während manche Arten wie der Blauwal vor der Küste Chiles nun besser geschützt würden, gebe es für viele andere schlechte Nachrichten. Das teilte die Organisation am Montag mit.

Zu den Verlierern zählen demnach etwa Nashörner, Elefanten und Walrosse: Sie hätten Lebensraum verloren, würden von Wilderern bedroht oder litten unter klimatischen Veränderungen.

Die biologische Vielfalt hat nach Einschätzung der Stiftung stark gelitten: Die Zahl an Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Fischen hat sich seit den 1970er-Jahren im Schnitt halbiert, wie ein WWF-Report in diesem Jahr zeigte.

" Der Mensch verursacht gerade das größte globale Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier", wird WWF-Vorstand Eberhard Brandes in einer Mitteilung zitiert.

Besonders stark geschrumpft sei etwa der Bestand an Amerikanischen Monarchfaltern: Im Laufe eines Jahres habe sich die Population der Schmetterlinge in den USA und in Kanada um rund 45 Prozent verringert.

Mit den orange-roten Schmetterlingen drohe ein einzigartiges Naturschauspiel zu verschwinden, wenn jeden Herbst Abermillionen Falter von Nordamerika nach Mexiko fliegen. Als Ursachen vermutet der WWF, dass Lebensräume nun landwirtschaftlich genutzt werden, sowie den Pestizideinsatz.

Für Menschenaffen wie Bonobos drohten die letzten Schutzgebiete zu verschwinden: In einem Nationalpark im Kongo etwa sei geplant, Erdöl zu fördern. Auch die Zahl der Löwen schwinde dramatisch in Westafrika stünden die Tiere vor dem Aussterben, in Indien gebe es nur noch Restbestände. Auch erlegten Wilderer in Afrika mehr Elefanten, als Jungtiere geboren würden. Von dem Nördlichen Breitmaulnashorn, gibt es nach WWF-Angaben nur noch fünf Exemplare, nachdem zwei der Tiere in diesem Jahr starben. Wilderei hätte auch den Lemuren zugesetzt. Das Walross sei infolge des Klimawandels gefährdet.

Als Gewinner beim Artenschutz sieht der WWF neben den Blauwalen auch die Berggorillas: Beide Arten profitierten von Schutzgebieten. Weitere Positivbeispiele führte der WWF mit dem Bartgeier und den Elchen an. Der Bestand des Bartgeiers zeige dank Auswilderungen nach oben, und der hierzulande ausgerottete Elch kehre langsam von sich aus zurück.

" Die Beispiele zeigen, dass der Mensch nicht nur das Problem verursacht, sondern auch die Lösung in den Händen hält", sagte WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Das Verhalten der Menschen sieht der WWF als Schlüssel zum Artenschutz: Deutschland müsse als reiche Industrienation Vorbild sein, fordert die Organisation.
Bildtext:
Immer stärker gefährdet sind Eisbären, Haie, Tiger und Elefanten.
Fotos:
Greenpeace/ dpa

Was ist der WWF?
Der WWF kümmert sich seit mehr als 50 Jahren um bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie Tiger und Eisbär, aber auch um ihre gefährdeten Lebensräume wie die Regenwälder oder die Arktis.
WWF ist die Abkürzung für das englische World Wide Fund For Nature und bedeutet auf Deutsch: Weltweite Unterstützung für die Natur. Denn das Geld kommt von etwa fünf Millionen Menschen, die den WWF weltweit unterstützen. Der WWF ist heute eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt. Fast in allen Ländern der Welt haben Mitarbeiter des WWF bereits mit viel Einsatz wertvolle Natur vor der Zerstörung bewahrt. Sie kämpfen auch für sauberes Trinkwasser, reine Luft und gesundes Klima. wam
Autor:
dpa, epd


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