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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Dreispuriger Verkehr am Hegertor
Zwischenüberschrift:
Der Platz vor dem Heger Tor wird enwirrt und neu gestaltet
Artikel:
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Originaltext:
Senator Cromme: Stadtring als letzte Chance. - Der Plan für den Ringabschnitt Heger Tor: Von der Dielingerstraße dreispurig mit einem Linksabbieger zur Lotter Straße - Das Rosenrondell und 9 Bäume fallen - Zur besseren Verkehrsführung in Richtung Lotter Straße

Am 4. August wird mit den Arbeiten zur Verbreiterung des Ringes zwischen der Kreuzung an der Martinistraße und dem Heger Tor begonnen. Senator Cromme nahm aus diesem Anlaß Gelegenheit, noch einmal die grundsätzlichen Erwägungen der Bauverwaltung zur gesamten Verkehrssituation der Stadt darzustellen und zu dem Schluß zu kommen, daß der Stadtring für eine Lösung dieser Frage die einzige Chance sei. Von dem äußeren Ring wurde gesagt, daß man ihn weder über- noch unterschätzen solle, er aber keine gültige Lösung biete. Das gegebene Verkehrskreuz Johannisstraße / Große Straße / Hasestraße (bzw. Krahnstraße) sowie in der West-Ost-Richtung Martinistraße / Neuer Graben / Wittekindstraße könne den Erfordernissen entsprechend nicht ausgebaut werden, weil dann zu große Teile der Altstadt fallen müßten. Die Möglichkeit eines großen Zweibahnensystems Große Straße und Krahnstraße sei nach dem Kriege nicht genutzt worden. Es müsse daher die Lösung auf dem Stadtring gesucht werden.

Die " Bohne" der Innenstadt

Senator Cromme nannte die Innenstadt, die in Osnabrück   besonders groß sei, ein bohnenförmiges Gebilde, durch das die Bundesstraßen und die Landstraßen 1. und 2. Ordnung hindurchführten. Hierfür gelte es ein organisches Verkehrsgefüge zu schaffen. Der Generalverkehrsplan, so wurde betont, diene zwar als Konzept, als Hinweis auf die Lösung, brauche aber keineswegs in allen Linien haargenau verwirklicht werden.

Wenig Entlastung durch äußeren Ring?

Bei der Untersuchung der einzelnen Möglichkeiten einer organischen Gesamtlösung stellte Senator Cromme fest, daß nur 16% des Gesamtverkehrs reiner Umgehungsverkehr seien, andererseits der Lkw.-Verkehr zunehme. Man müsse daraus die Folgerung ziehen, daß eine Umgehungsstraße hinsichtlich der   Entlastung für die Stadt weder über- noch unterschätzt werden   dürfe. Jedenfalls bringe sie keine endgültige Lösung des   Problems.
Im Hinblick auf die Entlastungsmöglichkeiten durch einen äußeren Ring wurde darauf verwiesen, daß 50 % des Verkehrs und etwa 35 % des Lkw.-Verkehrs die Stadt ansteuerten. Wenn man dazu den Verkehr aus der Stadt herausnehmen, führe dies schließlich zu einer Verteilung der Wirtschaftsbetriebe über eine weiten Raum der Stadt. Man halte jedoch eine Verdichtung des Verkehrs in der Innenstadt für wichtig und brauche daher einen entsprechenden Verkehrsträger, der im Ring gefunden sei.
Das große Verkehrskreuz

Von Baurat Dahrenmöller wurde darauf hingewiesen, daß man seit 11 Jahren hinsichtlich der generellen Lösung die Wahl zwischen einem großen Verkehrskreuz oder dem Stadtring gehabt habe. Der Ausbau dieses Kreuzes sei aber in der Altstadt (Krahnstraße und Hasestraße) nicht möglich, weil dann zuviel Bausubstanz angegriffen und aufgegeben werden müsse. Auch die Einrichtung eines Zweibahnensystems mit Großer Straße und Krahnstraße wurde in Betracht gezogen. Aber hier sei nach dem Kriege zu vieles versäumt worden, um diesen Plan noch näher ins Auge fassen zu können. Senator Cromme stellte fest, daß man keine andere Möglichkeit zur Lösung der Verkehrsfrage sehe als den Stadtring. er versicherte dabei, daß man so vorsichtig wie möglich vorgehen wolle.

Verquickung von Wall und Ring

Wie an dieser Stelle verschiedentlich dargestellt, sieht der kurz vor seiner Inangriffnahme stehende Plan zur Verbreiterung des Stadtringes auf dem Abschnitt Rehmstraße / Heger Tor eine Verquickung der Wallanlagen mit den Fahrbahnen des Ringes vor. Auf dem Abschnitt Rehmstraße / Schnatgang soll die mittlere Baumreihe einer breiten Fahrbahn Platz machen, die in die Fahrbahn am Schloßwall einläuft, während an den Kanten der verbreiterten Bürgersteige Bäume gepflanzt werden sollen, zwischen denen Parkbuchten geplant sind.
Auf dem Abschnitt Martinistraße / Katharinenstraße soll eine dreispurige Fahrbahn unter den Bäumen der Wallanlage durchgeführt werden, während man die bisherige Fahrbahn vor der Oberschule für Mädchen zu einer Grünanlage ausgestalten will. Auf dem Abschnitt Katharinenstraße / Rolandstraße wird die bisherige, vom Heger Tor kommende zweispurige Fahrbahn durch die Wallanlage geführt. Die mittlere Baumanlage zwischen Rolandstraße und Dielingerstraße soll im wesentlichen erhalten bleiben.
Senator Cromme ging auch auf diese Teilprojekte nochmals ein und betonte nachdrücklich, daß es sich hierbei um eine endgültige Lösung handele. Er hob besonders hervor, daß die Verwaltung für die Erhaltung des Mittelstreifens zwischen Rolandstraße und Martinistraße eintrete, da es sich hier um eine echte Substanz handele.

Verbreiterung am Heger Tor

Das letzte Stück in der Reihe dieser Teilprojekte ist die Bereinigung der verkehrlichen Erschwernisse am Heger Tor. Dabei geht es, wie Senator Cromme feststellte, im wesentlichen um eine bessere Einführung des vom Wall kommenden Verkehrs in die Lotter Straße. Als endgültig dürfte feststehen, daß der Verkehr nicht näher an das Heger Tor heranrückt und seine Verbindung mit den Häusern des Altstadtbereichs behält.

  Nach dem jetzt vorliegenden Plan soll sich aus der Stadt   zugewandten zweispurigen Fahrbahn des Walles in Höhe der   Dielingerstraße eine dreispurige Fahrbahn entwickeln. Zwei   Spuren führen geradeaus weiter auf den Wall, und die dritte   Spur soll als Linksabbieger in die Lotter Straße dienen. Um   den notwendigen Raum zu erstellen, wird die heute noch   vorhandene Insel vor dem Heger Tor größtenteils in Fortfall   gelangen und die Gestalt eines sehr schmalen Fahrbahnteilers   annehmen. Zwei der alten Bäume bleiben erhalten. Auch der   mittlere Baumstreifen vor dem Museum muß an der Seite der   Dielingerstraße bei der Entwicklung der dreispurigen Fahrbahn   angeschnitten werden.
Die Anlagen zwischen der Kleinen Post und dem Museum werden mit dem Bürgersteig in einer Tiefe bis zu 10 Metern der Fahrbahn zugeschlagen, wobei insgesamt 9 Bäume und das Rosenrondell (früher stand hier der Springbrunnen) in Fortfall gelangen.

Neuer Fußgängerübergang

Der Fußgänger wird vor dem Heger Tor eine erhebliche Straßenbreite (21 Meter) zu überwinden haben. Der Fahrbahnteiler zerlegt diese Breite in zwei Hälften, die mit Zebrastreifen versehen werden, so daß hier vielleicht eine größere Sicherheit für den Fußgänger als bisher gegeben ist. Man wird hier die Zebrastreifen mit 3 Zentimeter dicken weißen Asphaltstreifen in den schwarzen Asphalt einlegen, so daß sie nicht mehr abgefahren werden können.


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