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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wer den Makler bestellt, muss ihn auch bezahlen
Zwischenüberschrift:
Immobilien und Mieten: Preisbremse und Bestellerprinzip
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schondorf. Mieten sollen nicht mehr so stark steigen und Strom günstiger werden. Aber auch wer eine Immobilie sein Eigen nennt, muss sich auf etliche wichtige Änderungen einstellen.
Strom Abgaben und Umlagen sinken: Erstmals seit ihrer Einführung anno 2003 sinkt die EEG-Umlage auf Strom ab Januar 2015. Die Summe aller Umlagen, Abgaben und Steuern reduziert sich um 0, 15 Cent pro Kilowattstunde. Die Netzentgelte hingegen sinken nicht flächendeckend, sondern entwickeln sich regional unterschiedlich. So ist der Spielraum für Preissenkungen örtlich unterschiedlich groß. Die Einkaufspreise, die die Anbieter selbst für den Strom zahlen, sind allerdings seit Jahren auf Talfahrt, sodass niedrigere Preise für die Kunden oft auch ohne jede Entlastung bei Umlagen und Entgelten möglich wären. Bleibt eine Preissenkung aus, kann das laut Verbraucherzentrale NRW schon Anlass für die Überlegung zum Anbieterwechsel sein zumal, wenn der Stromversorger keinen guten Grund dafür bekannt macht.
Mietpreisbremse: Ab 2015 greift das Gesetz zur Begrenzung des Mietanstiegs. Es legt fest, dass die Mieten bei Wiedervermietung in bestimmten, von den Bundesländern festzulegenden Gebieten die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um zehn Prozent übersteigen dürfen. Es tritt in Kraft, wenn die Bundesländer die dazugehörigen Rechtsverordnungen zur Ausweisung der entsprechenden Gebiete erlassen haben.
Wer bestellt, bezahlt den Makler: Bei Beauftragung eines Immobilienmaklers wird das sogenannte Bestellerprinzip eingeführt. Künftig zahlt also derjenige den Makler, der ihn auch beauftragt hat.
Bundesmeldegesetz Vermieter muss Einzug bestätigen: Vor zehn Jahren mal abgeschafft, zum 1. Mai 2015 wieder eingeführt: die Meldebescheinigung für ein- und ausziehende Mieter. Vermieter müssen dann wieder bei der An- und Abmeldung des Mieters beim Einwohnermeldeamt mitwirken und dem Mieter den Ein- oder Auszug innerhalb von zwei Wochen schriftlich oder elektronisch bestätigen andernfalls droht ihnen ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.
Energieeffizienz veröffentlichen: Ab April 2015 müssen Inserate für Wohnimmobilien Pflichtangaben zur Energieeffizienz enthalten. Andernfalls droht ein Bußgeld. Verkäufer und Vermieter von Eigentumswohnungen und Häusern müssen künftig in ihrer Anzeige das Baujahr des Hauses, den Energieträger der Heizung, den Energiekennwert und die Art des Energieausweises nennen.
Bessere Wärmedämmung: Die oberste Geschossdecke zu unbeheizten Dachräumen müssen Hausbesitzer bis Ende 2015 so dämmen, dass ein Mindestwärmeschutz gewährleistet ist. Von dieser Pflicht befreit sind nur Eigentümer, die mindestens seit 1. Februar 2002 selbst in ihrer Immobilie wohnen.
Strengere Vorschriften für Kaminöfen: Für den Ausstoß von Staub und Kohlenmonoxid (CO) aus neuen Kaminöfen greifen ab 2015 strengere Grenzwerte. Sie müssen im Rahmen der Typprüfung nachgewiesen werden, bevor ein Ofen auf den Markt gebracht wird. Wer einen neuen Kaminofen kauft, sollte laut Verbraucherzen trale NRW darauf achten, dass er einen Nachweis über die Einhaltung dieser Werte gemäß der 2. Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnung erhält. Alte Öfen, die vor 1975 eingebaut wurden, dürfen ab 2015 nur noch wärmen, wenn sie einen Staubfilter bekommen haben sofern nicht nachgewiesen werden kann, dass sie unter den Grenzwerten für bestehende Öfen bleiben. Als Nachweis kann entweder ein Zertifikat des Herstellers dienen, das auch in einer Datenbank beim Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) eingesehen werden kann, oder eine Messung durch den Schornsteinfeger.
Meldepflicht für Warmwasser- und Heizwärmezähler: Für neue Warmwasser- und Heizwärmezähler, mit deren Daten die Abrechnungen der Betriebskosten erstellt werden, gilt künftig eine Anzeigepflicht. Geräte, die zum Jahreswechsel bereits in Betrieb waren, müssen dagegen nicht gemeldet werden. Sowohl Hauseigentümer als auch Wohnungseigentümergemeinschaften müssen künftig ein neues Gerät spätestens sechs Wochen, nachdem sie es in Betrieb genommen haben, melden. Die Meldung wird bundesweit über das Internet möglich sein und bei den jeweils für das Mess- und Eichwesen zuständigen Landesbehörden.
Bildtext:
Vermittelt der Makler eine Immobilie, muss ihn nun derjenige bezahlen, der ihn engagiert hat.
Foto:
Imago


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