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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die 1000. Solaranlage ist am Netz
Zwischenüberschrift:
Auf dem Dach des Paketzentrums wird Strom erzeugt, aber der weitere Ausbau stockt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die 1000. Fotovoltaikanlage in Osnabrück ist am Netz. Selbst bei trübem Himmel lässt sich daraus eine gute Nachricht stricken, sagten sich die Verantwortlichen der Stadt und der Stadtwerke und luden zum Pressegespräch ins neue Paketzentrum der Post im Hasepark ein. Aber der Ausbau der Solarenergie ist ins Stocken geraten.
Im Paketzentrum soll der Betrieb am 13. Januar losgehen. Die Technik ist installiert, und die Probeläufe können beginnen. Mit dem Kraftwerk auf dem Dach ist es ähnlich: 1056 Solarmodule stehen bereit, um die ersten Sonnenstrahlen in Strom umzuwandeln. Bei maximaler Helligkeit sollte das für 92 Kilowatt reichen. Aber solange nichts als Sprühregen von oben kommt, bleibt die ganze Technik im Standby-Betrieb.
Stadtbaurat Frank Otte erinnerte daran, dass die erste Fotovoltaikanlage 1990 ans Netz ging, und rechnete vor, dass die 1000 Fotovoltaik anlagen in Osnabrück 3800 Haushalte mit Strom versorgen könnten. Theoretisch jedenfalls, denn der Strom steht ja nicht immer zur Verfügung. Auf diese Einschränkung wies Stadtwerke-Vorstand Manfred Hülsmann hin, der den Ausbau der regenerativen Energien eine technische Herausforderung nannte. Die Kombination von Solar- und Windstrom mache die konventionellen Kraftwerke nicht überflüssig. Und die Zukunft erfordere große Wind- und Solarkraftwerke, aber auch Speichertechnik und intelligente Netze.
Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück, erinnerte an das im Masterplan 100 Prozent Klimaschutz formulierte Ziel, bis 2050 den CO 2 - Ausstoß in Osnabrück um 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dass im Stadtgebiet inzwischen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 15, 6 Megawatt stehen, sei zwar ein großer Erfolg, aber durch die veränderten Förderbedingungen gebe es kaum noch Zuwächse. Die Anlage auf dem Dach des Paketzentrums sei die größte aus dem Jahr 2014.
Das Paketzentrum ist zwar eine Einrichtung der Deutschen Post DHL, aber der gelbe Konzern hat das Gebäude gemietet von der Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-Aktiengesellschaft aus Hamburg. Als Eigentümergesellschaft betreibt sie die Fotovoltaikanlage, die von der Stadt im Bebauungsplan gefordert wurde. Alternativ hätte das Dach auch begrünt werden können. Ralph Ulrich Knist, Vorstandsmitglied von Greve Bau und Boden, betonte aber: " Wir wollten ein Zeichen für die Umwelt setzen."

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Bildetxt:
Trübes Wetter, aber gute Stimmung: Auf dem Dach des Paketzentrums ist die 1000. Fotovoltaikanlage in Betrieb gegangen. Das Foto zeigt (von links) Dirk Klöppel (Fa. Goldbeck) Detlef Gerdts (Fachbereich Umwelt), Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann und Baudezernent Frank Otte.
Foto:
Hermann Pentermann
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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