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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Tapire sind einfach schnuckelig
Zwischenüberschrift:
Adventstürchen-Führung durch den Zoo: Kinder auf Tuchfühlung mit Tieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Jetzt hat auch der Zoo seine Pforten für die Kinder aus der Adventstürchen-Aktion unserer Zeitung geöffnet: Am Samstag erlebten acht Mädchen und Jungen, die wir aus der großen Zahl von Interessenten für diese Führung ausgelost hatten, einen unvergesslichen Nachmittag im Tierpark auf dem Schölerberg.

Bei der Führung, an der sich auch einige Eltern beteiligen durften, waren die Kinder quasi als Nachwuchs-Tierpfleger im Einsatz: Erste Station war das Südamerika-Haus, in dem die Mädchen und Jungen die Tapire in ihrem Gehege besuchen und mit Äpfeln, Rote-Bete-Knollen und weiteren Obst- und Gemüsesorten füttern durften. Weil Äpfel eine echte Leckerei für die vier Flachlandtapir-Damen Elisa, Elvira, Olivia und Lola sind, war ihnen der Kinderbesuch sehr willkommen.

Die drei bis 24 Jahre alten Tiere gingen ohne Scheu auf die Kinder zu und ließen sich von ihnen füttern und streicheln. " Ich hätte nie gedacht, dass die so zutraulich sind", staunte Nuria. Cornelius war total begeistert, da Tapire zu seinen Lieblingstieren gehören: " Ich mag Tapire total gerne, sie sind einfach schnuckelig", freute er sich. " Ich habe mir vorgestellt, dass Tapire sich mehr wie Leder anfühlen. Aber sie haben Fell und vorne an der Nase ist es ganz weich", meinte er weiter.

Für eine Überraschung sorgte noch das Faultierweibchen Lucy, das mit ihrem Gatten Lutz in Bäumen und einer Bambusrohrkonstruktion über den Tapiren wohnt. Sie war offenbar neugierig auf den Besuch und kletterte nach einiger Zeit ganz dicht über der Besuchergruppe an einem Seil vorbei, sodass die Kinder ihr Fell berühren konnten.

Zoo-Pädagogin Kathrin Wöstemeyer und Sabine Springmeier, Tierpflegerin im Südamerika-Haus, vermittelten den Kindern viel Wissenswertes über die Tiere. Sie erklärten etwa, dass auch die freundlichen Tapire zu den bedrohten Tierarten gehören: Weil der Amazonas-Regenwald in Südamerika, aus dem die Flachlandtapire stammen, immer mehr abgeholzt wird, gibt es nur noch wenige Tausend Tiere, die in freier Wildbahn leben.

Anschließend ging es zu den Pinguinen und Seehunden, die die Kinder ebenfalls füttern durften. Dazu deckten sie sich zunächst im Wirtschaftshof bei Kirsten Bischoff mit einigen Eimern voller Fische ein. Die Tierpflegerin zeigte den Kindern auch die Becken, in denen die unterschiedlichen Sorten Futterfische aufbewahrt werden.

Nachdem die Kinder ihre erste Scheu überwunden hatten, die Fische anzufassen, halfen sie beim Sortieren und Zusammenstellen der Futtermischungen. Levi war sogar so mutig, Bischoff beim Präparieren von jeweils einigen Fischen mit Vitamintabletten zur Hand zu gehen. Als alles fertig war, ging es mit den Futtereimern ins Pinguin- und Seehund-Areal.

Bischoff zeigte den Kindern auch dort den inneren Bereich, der sonst den Zoomitarbeitern vorbehalten ist, und ließ sie sogar einen Blick in das beheizte Pinguinhaus werfen. Pünktlich zur Fütterungszeit schritten die Kinder dann zur Tat und warfen erst den drei Seehunden und schließlich den über 20 Pinguinen ihr Futter zu. Im Pinguinbecken kam das Wasser dabei so richtig in Wallung die Tiere hüpften vom Rand und glitten durchs Wasser, schnappten sich Fische und hüpften wieder an Land. Nach der Führung gab es dickes Lob von Kindern und Eltern für das Zoo-Team. " Das war wirklich toll, mir hat es riesigen Spaß gemacht", freute sich Kirsten.
Bildtext:
Auf Tuchfühlung mit Tapiren: Bei der Adventtürchen-Führung durch den Zoo durften die Kinder die freundlichen Rüsseltiere aus Südamerika füttern.
Foto:
Hermann Pentermann
Autor:
Jens Lintel


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