User Online: 2 | Timeout: 10:08Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Viel Misstrauen gegenüber der Politik
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weitere Leserzuschriften zur Diskussion um die Weststraße, zum Teil mit Bezug auf die Podiumsdiskussion am 13. Mai.

Sinnvollere Ausgaben

" Wir müssen nicht nach Hamburg oder Berlin schauen, um zu wissen, dass Kostenschätzungen für öffentliche Bauten [...] immer deutlich unterhalb der tatsächlichen Ausgaben lagen. Die Osnabrücker Politik ist meines Erachtens damit kein vertrauenswürdiger Partner, wenn es um den sinnvollen Einsatz unserer Steuergelder geht. [...]

Herr Henning bezeichnete es auf der Podiumsdiskussion am 13. Mai dagegen erneut als Lüge, dass zum Beispiel Kitas oder Schulen da runter leiden würden, sollte diese Straße gebaut werden. Frau Körber konterte diese Aussage allerdings gekonnt mit einem Zitat aus den Reihen der Verwaltung aus dem November des vergangenen Jahres. Hermann Schwab, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugendliche und Familien, hat [...] laut , NOZ′ betont: ' Es findet beim Ausbau der Kitas zwar eine Qualitätsentwicklung statt, aber vieles geht einfach nicht kostenneutral. Die Verbesserung der Qualität ist freiwillig. Das Geld müsste an anderer Stelle abgeknapst werden. Da scheuen Politiker Mehrausgaben.'

Und genau da liegt für uns der Knackpunkt. Steuereinnahmen können nur einmal investiert werden. Und der Bau der Straße beeinflusst damit sehr wohl andere und sinnvollere Ausgaben in dieser Stadt, zum Beispiel die Sanierung von Schulen. [...]"

Armin Kirchner

Osnabrück

Keine Entlastung

" Die Osnabrücker Politiker, die die Westumgehung mit ihren Plakaten , weniger Verkehr′ bewerben, erwecken den Eindruck, als würde die Westumgehung zu einer Entlastung des innerstädtischen Verkehrs führen. Ist die Reduzierung des Pkw-Verkehrs auf einem kleinen Teil des Walls von 28 auf 26, 3 Autos pro Minute wirklich eine wahrnehmbare Entlastung [...]?

Herr Hagedorn (Bündnis/ Die Grünen) bemerkte in diesem Zusammenhang, dass die geplante Westumgehung lediglich zu einer Verlagerung und einer wesentlichen Erhöhung der Verkehrsbelastung führen wird. Diese vermehrte Verkehrsbelastung trifft insbesondere die (jährlich 50 000) Patienten der städtischen Klinik sowie der Paracelsus-Klinik.

Möchten die Osnabrücker Bürger und Bürgerinnen hierfür wirklich ihre durch eigene Arbeitskraft erwirtschafteten Steuergelder investiert wissen? Oder wünschen sich Osnabrücker Bürger und Bürgerinnen eine Minderung des Individualverkehrs und eine Erhöhung der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel [...]?"

Rita Händel

Osnabrück

Komplexer Sachverhalt

" In Artikel 20 des Grundgesetzes wird auf die Einführung von Volksentscheiden für die Bundesrepublik Deutschland verzichtet. Befragungen in Gemeinden und Ländern sind möglich. Die , Mütter und Väter′ des Grundgesetzes entschieden sich bei ihren Beratungen 1948/ 49 bewusst für die repräsentative Demokratie und gegen Volksbegehren und Volksentscheide mit der Erinnerung an die Erfahrungen der Weimarer Republik, wo sich im Vorfeld von Volksentscheiden vor allem auch antidemokratische Kräfte auf der politischen Bühne tummeln konnten […].

Eine Befragung der Bevölkerung zu was auch immer setzt voraus, dass ein komplexer Sachverhalt auf die Formulierung einer schlichten Frage, die mit ' Ja' oder ' Nein' beantwortet werden kann, reduziert werden muss, die nun jeder ob Experte oder Uninteressierter mitentscheidet.

Das Ergebnis wird eher zufällig sein und abhängen davon, wie intensiv oder auch populistisch und mit welchem finanziellen Aufwand die Interessengruppen agieren. Die Behandlung des Themas , Weststraße oder wie auch immer′ nimmt in Osnabrück zurzeit so groteske Formen an, dass man die prinzipielle Verwerfung von Volksbegehren durch die Verfassung von 1949 nur für weise halten kann."

Beate Elbracht

Osnabrück

Misstrauisch

"[...] Die Stadt Osnabrück hat auf ihrer Internetseite unter der Rubrik Westumgehung eine Kostenberechnung eingestellt, die ausdrücklich als Schätzung deklariert ist [...]. In diesem Papier heißt es wörtlich: ' Nicht enthalten sind Kostenansätze für Planung und Bauleitung [...]. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen seit Aufstellung der Kostenschätzung im Dezember 2012 betragen die Kosten 6 740 000 Euro.' Diese Aussagen müssen alle abstimmenden Bürger misstrauisch werden lassen. [...]"

Birgit Wittenstein

Osnabrück

Zum Leserbrief von Klaus Oppermann (Ausgabe vom 20. Mai)

" Es ist ja zu begrüßen, dass sich Herr Oppermann Gedanken über das Wohlergehen der Kinder an der Gluckstraße beziehungsweise Mozartstraße macht. Nach meiner Erfahrung sind Kinder weniger durch parkende Fahrzeuge gefährdet als durch solche, die mit zu hoher Geschwindigkeit durch die genannten Straßen fahren. So wurde mein Sohn von einem Raser auf der Mozart straße angefahren und schwerstverletzt.

Da an der Mozartstraße keine Geschwindigkeitsmessungen stattfinden, haben wir uns an die Stadt gewandt. Dort gab man uns die Empfehlung, Fahrzeuge versetzt an der Straße zu parken, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit herabzusetzen.

Die Folge davon war, dass parkende Pkws angefahren, mutwillig beschädigt und die Anwohner durch lautes Hupen (auch nachts) belästigt wurden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eine weitere Gefahr für Kinder sehe ich in dem Lkw-Verkehr, der trotz Verbotsschildern auf der heimlichen Westumgehung offenbar geduldet wird."

Klaus Hügelmeyer

Osnabrück
Autor:
Armin Kirchner, Rita Händel, Beate Elbracht, Klaus Hügelmeyer


Anfang der Liste Ende der Liste