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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Rosenplatz und Westumgehung
Zwischenüberschrift:
Till vor Ort am Riedenbach und am Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Verkehr ist am Schölerberg genauso ein Thema wie am Westerberg, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. Die Till-Gespräche drehten sich gestern am Riedenbach viel um Sicherheit und das Verhalten im Straßenverkehr, im Westen fast alles um die Themen Westumgehung und die Berichterstattung darüber in der NOZ.
Schölerberg
Der Wochenmarkt am Riedenbach ist beliebt. Und offensichtlich schätzen die Leute vom Schölerberg auch ihren Stadtteil. Gleichwohl halten sie sich mit Kritik nicht zurück. Mechthild Schneider findet den neuen Rosenplatz nicht gerade gelungen. Ihren Eindruck vom Straßenbelag beschreibt sie angesichts der Farbe: " Man sieht nur Rot." Der Sinn der Holzflächen an den Bushaltestellen ist für sie fragwürdig. Und es fehlen ihr Rosen. Die Johannisstraße mache auf sie einen " trostlosen Eindruck". Und die Wartenbergstraße könnte aus ihrer Sicht ausgebessert werden. Sie ärgert sich über " den viel zu hohen Bürgersteig da braucht man ja fast eine Leiter".
Christel und Johannes Stübbe sind am Schölerberg " eigentlich ganz gut zufrieden". Sie wundern sich jedoch über Anglizismen. " Liegt Osnabrück an der Sale?", fragt Johannes Stübbe und spielt damit auf Schilder in Geschäften an, die Preisnachlässe ankündigen. Ärgerlich finden sie die Überreste aus Imbissbuden entlang der Hannoverschen und der Meller Straße.
Christel Stübbe beobachtet, dass " Radfahrer am Riedenbach über den Fußweg fahren", und findet: " Dafür gibt es keinen Grund." Doch wie nur ließen sich die Verkehrssünder bekehren?
Marlis Niemann bedauert, dass " viele Pflanzen an der Meller Straße nach wenigen Jahren eingegangen sind". Sie wünscht sich, dass die Stadt Ersatz schafft entlang des Bürgersteigs und des Fahrradwegs, den ihr Mann Walter jeden Morgen fegt.
Jürgen Bergmann stellt fest, dass über eine neue Straße am Westerberg " intensiv diskutiert und gemessen" wird – " und an der Miquel straße passiert nichts". Es handelt sich bei der Wohnstraße gleichzeitig um eine Umleitung für die Autobahn. Die Neugestaltung ist offenbar ins Stocken geraten. Derzeit kündigt ein Schild dort eine " schlechte Wegstrecke" an. Bergmann wünscht sich zwar grundsätzlich mehr Radverkehr, aber dass Fahrräder in der Miquelstraße auf dem Gehweg direkt vor den Hauseingängen fahren, hält er für reichlich gefährlich.
Westerberg
Eher monothematisch blieb der Till-Besuch vor dem Allfrisch-Supermarkt an der Lotter Straße, Mitglieder und Unterstützer der Bepo (Bürgerinitiative für den Erhalt und die Pflege des westlichen Naherholungsgebietes) konfrontierten Lokalchef Wilfried Hinrichs mit dem Vorwurf einer einseitigen Berichterstattung in der Diskussion um die Westumgehung. Viele waren eigens zum NOZ-Stand gekommen, um ihre Kritik, aber auch ihr Lob zum Beispiel für die Diskussionsveranstaltung am Dienstag in der Stadthalle loszuwerden.
Die Straßengegner äußerten ein grundsätzliches Misstrauen gegen die von der Stadt bestellten Gutachter, die Aussagen der Politiker von SPD und CDU und der Speditionen, dass die geplante Weststraße für die Logistikunternehmen uninteressant sei. " Das wird eine reine Lkw-Trasse", sagte ein Leser voraus. Der Prognose des Verkehrsexperten Wolfgang Haller, dass diese Straße wenig attraktiv für den Schwerlastverkehr wäre, schenkt er keinen Glauben.
Die Bepo sehe sich ungerechtfertigten Vorwürfen von SPD und CDU ausgesetzt, sagte eine Straßengegnerin. Die Bürgerinitiative verbreite keine " Lügen" und habe sich ausdrücklich von Aktionen wie dem Aushang von Hitler-Bildern distanziert.
Mitunter kamen auch andere Themen zur Sprache: Michael Wittke etwa appellierte an die Zeitungsmacher, die Promi-Personalien auf der Weltspiegel-Seite kleiner zu fahren. " Ich lese von einem Sänger, den ich nicht kenne, dass er Angst vor Spinnen hat. Wer will denn das wissen?", fragte Wittke. Über Osnabrück und die Region fühlt er sich dagegen " gut informiert".
Ein Leser, von Beruf Lehrer, bittet um mehr sprachliche Sensibilität. Sehr oft tauche das Wort " Kriegsausbruch" auf, vor allem im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Ersten Weltkrieg. Ein Krieg breche nicht unkontrollierbar aus wie ein Vulkan, sagte er. Ein Krieg werde von Menschen begonnen.
Bildtexte:
Notizen am Riedenbach: Redakteur Jann Weber im Gespräch mit Mechthild Schneider.
Notizen an der Lotter Straße: Redakteur Wilfried Hinrichs (links) im Gespräch mit Michael Wittke.
Fotos:
Hermann Pentermann, Michael Gründel
Autor:
jweb, hin, Till


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