User Online: 2 | Timeout: 16:14Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bagger rollen ins Rosenplatz-Viertel
 
Kultur-Doppelpack
 
Frust über Lage der Flüchtlinge
 
Wie lebt es sich im Quartier?
Zwischenüberschrift:
Fläche an der Teutoburger Schule wird bebaut, die Rosen-Apotheke abgerissen
 
Riedenbachfest und "Lichter in den Höfen"
 
Bewohner bedauern Abschiebung
 
Fragebogenaktion will Lebensqualität ermitteln
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Teutoburger Schule und die Rosen-Apotheke an der Iburger Straße stehen im Fokus der Bauvorhaben, die in den kommenden Monaten im Rosenplatz-Viertel angegangen werden sollen. Dies berichtete Stadtplanerin Susanne Ahrens beim Runden Tisch Rosenplatz am Dienstagabend.

Ende Mai oder Anfang Juni soll der Umbau der Fläche an der Teutoburger Schule beginnen, sagte Susanne Ahrens vom Stadtteilbüro Rosenplatz. Dort sollen Stadtgärten, eine Boule-Bahn, ein Spielplatz mit Seilbahn und Wasserbaustelle sowie Sitzflächen entstehen.

Ein Problem bei den Arbeiten stellen die mit Schlacke kontaminierten Böden dar. Sie wiesen hohe Schadstoffwerte auf, so Ahrens. Außerdem gebe es konkrete Verdachtsmomente, dass dort Kampfmittel im Boden lägen. Die Gefahr einer Bombenräumung sei aber klein. Auch bei den Bauten der Rosengärten sei eine 450-Kilo-Bombe gefunden worden allerdings ohne Zünder.

Heinrich Funke von der Arbeitslosenselbsthilfe (ASH) berichtete, dass am 11. Juni in den Räumen der ASH in der Teutoburger Schule ein Verein zu den Bürgergärten gegründet werden solle. Dies sei nötig, weil die Flächen hinter der Schule vom Osnabrücker Servicebetrieb gepachtet würden. Bürger, die Gemüse oder anderes anpflanzen wollen, können dies in den Bürgergärten tun. Dort sollen auch sozio-kulturelle Veranstaltungen stattfinden, so Funke. Am Freitag, 23. Mai, gibt es dort ab 18 Uhr ein Folk-Festival. Am 31. Mai findet auf dem Schulhof der Teutoburger Schule von 14 bis 17 Uhr ein Flohmarkt statt.

Abbruch der Apotheke

In diesem Jahr soll auch mit dem Abbruch der Rosen-Apotheke an der Iburger Straße begonnen werden. Das Haus ragt auf die stadteinwärts führende Fahrbahn und verengt die Straße an dieser Stelle auf eine Spur. Susanne Ahrens zeigte sich zuversichtlich, dass nur der vordere Teil des Hauses abgerissen werden muss. Dadurch sei die Gefahr gebannt, dass die beiden benachbarten Häuser Schaden nähmen. Außerdem würden so Kosten gespart.

Im Zuge der Bauvorhaben an der Rosen-Apotheke muss die Iburger Straße teilweise gesperrt werden. Der Verkehr müsse an der Baustelle vorbeigeführt werden, so Ahrens. Spätestens im Juni soll Klarheit über die Verfahrensweise herrschen, sagte sie.
Bildtext:
Noch in diesem Jahr soll auch mit dem Abbruch der Rosen-Apotheke an der Iburger Straße begonnen werden.
Foto:
Michael Gründel

Osnabrück. Das Riedenbachfest und das im gesamten Rosenplatz-Viertel stattfindende Kultur-Event " Lichter in den Höfen" werfen ihre Schatten voraus. Beim Runden Tisch Rosenplatz am Dienstagabend wurde bekannt, dass das Riedenbachfest am 12. Juli stattfindet und " Lichter in den Höfen" am 27. September.
Wie schon bei der Veranstaltung vor zwei Jahren findet das Fest nicht am Riedenbach statt. Es wird am 12. Juli auf dem Sportplatz des SC Schölerberg an der Hanns-Braun-Straße gefeiert, sagte Monika Budke vom Runden Tisch Schölerberg/ Fledder. Die Besucher können sich bei einem Sport- und Spielefest vergnügen. Dazu gibt es einen Flohmarkt, Info-Stände von Gruppen aus den Stadtteilen und Live-Musik.
Etwa zweieinhalb Monate nach dem Riedenbachfest findet am 27. September zum vierten Mal " Lichter in den Höfen" statt. Dann öffnen im Viertel Bewohner, Vereine oder Unternehmen ihre Hinterhöfe, Garagen, Büros oder Wohnzimmer. Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum 11. August im Stadtteilbüro unter der Nummer 5 06 86 67 oder per E-Mail an finkmann@ gfs-bremen.de melden.
Bildtext:
Schaubacken bei der 2013er-Auflage von " Lichter in den Höfen".
Foto:
Archiv/ Thomas Osterfeld

Osnabrück. Die Lage der Flüchtlinge sorgt für Frust bei den Bewohnern des Rosenplatz-Viertels. Das wurde beim Runden Tisch Rosenplatz im Stadtteilbüro deutlich, als über die Lage der Menschen gesprochen wurde.
Die Stimmung in der Flüchtlingsunterkunft an der Petersburg sei schlecht, sagte eine Teilnehmerin des Runden Tisches, die dort Deutschunterricht gibt. Viele, der dort lebenden Männer hätten ihre Abschiebe-Termine bekommen. Die Frau berichtete zudem, dass der Europäische Gerichtshof zurzeit darüber berate, ob die Flüchtlinge tatsächlich in das EU-Land zurückkehren müssten, in dem sie nach ihrer Flucht gelandet seien. In vielen Fällen ist dies Italien. Dort, so sagte sie, seien die Zustände fürchterlich. Zum Teil lebten dort Familien unter Brücken.
" Es wäre schön, wenn die Flüchtlinge lange im Viertel bleiben", sagte Leif Thomsen, der den Runden Tisch moderierte. Dies sei besser für die Wohnqualität im Quartier, da die Flüchtlinge bekannt seien. Im Haus an der Petersburg leben junge Männer aus Afrika und Pakistan. Im Rosenplatz-Quartier hat sich eine Arbeitsgruppe Flüchtlingshilfe gegründet. Bewohner, Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Josef und der Sportverein Raspo unterstützen die Flüchtlinge, die an der Petersburg leben, sowie Flüchtlingsfamilien, die an der Meller Straße untergebracht sind. Sie erhalten Hilfe, um sich in Osnabrück einzuleben. Dies sei Willkommenskultur, war der eindeutige Tenor.
Im Viertel herrscht nun Frust über die Situation. " Das sind keine Leute, die nur auf Sozialleistungen aus sind", sagte Susanne Ahrens vom Stadtteilbüro Rosenplatz. Ein Bewohner der Meller Straße, der in unmittelbarer Nachbarschaft zu den dortigen Flüchtlingsunterkünften lebt, sagte, er habe keine sozialen Belastungen erkennen können.
" Die Flüchtlinge wollen eine Schulbildung", so Ahrens weiter. Sie kommen zu den Deutschkursen, obwohl sie schon die Termine für ihre Abschiebungen bekommen haben.

Osnabrück. Mit einer Fragebogenaktion soll zurzeit ermittelt werden, wie die Bewohner des Rosenplatz-Viertels die Lebensqualität in ihrem Quartier bewerten. Noch können Fragebögen im Stadtteilbüro an der Wörthstraße/ Ecke Iburger Straße abgeholt werden. Dort müssen sie auch ausgefüllt abgegeben werden.
Die Fragebögen sollen Aufschluss darüber geben, ob die Sanierung des Rosenplatz-Viertels in den Augen seiner Bewohner erfolgreich abgelaufen ist, erklärte Quartiers-Managerin Kathrin Heinen. Die Aktion wird durchgeführt von der Stadt Osnabrück, der Gesellschaft für Stadtentwicklung und der Hochschule Osnabrück. Die Auswertung soll in ein paar Monaten erfolgen, hieß es.
Autor:
Thomas Wübker


Anfang der Liste Ende der Liste