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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aufsichtsrat stützt Kämmerer
Zwischenüberschrift:
Pächter der Osnabrückhalle schaltet sich in Sanierungsstreit ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Streit um die Sanierung der Osnabrückhalle zwischen der Stadt und dem Generalplaner W+ P ergreift nach den Fraktionsspitzen nun auch der Aufsichtsrat der Osnabrücker Konzert- und Veranstaltungsgesellschaft OVK als Hallenpächterin Partei für Finanzvorstand Thomas Fillep.

Die städtische Beteiligungsgesellschaft OBG mit Geschäftsführer Fillep, die im Mai 2012 mit dem renommierten Projektabwickler W+ P (Stuttgart/ Essen) einen Vertrag über die Modernisierung der Osnabrückhalle abgeschlossen hatte, habe sich " immer vertragskonform verhalten", sagte OVK-Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Görtemöller der Neuen Osnabrücker Zeitung jetzt auf Nachfrage. Die von Fillep mit Verweis auf schwere Planungs- und Ausführungsmängel geäußerte Kritik an W+ P, die zu Jahresbeginn in der Aufkündigung der Zusammenarbeit durch die OBG mündete und sich in den vergangenen Tagen zu einer offenen Auseinandersetzung hochschaukelte, werde deshalb " wohl berechtigt" sein, mutmaßt das SPD-Ratsmitglied.

Der gesamte Umbau der 35 Jahre alten Stadthalle begonnen im März 2013 und seit Oktober planmäßig ruhend sei angesichts eines straffen Zeitplans " von Anfang an auf Kante genäht" gewesen, sagte Görtemöller. " Da fallen Nachträge an, das ist ja klar. Und bei Nachträgen gibt es immer Auseinandersetzungen." Zwar koste jeder Extrawunsch, der über die vereinbarten Leistungen hinausgeht, Geld mitunter sogar viel. Gleichwohl sei nicht automatisch jede neue Honorarforderung an die Stadt auch berechtigt, erklärte der Aufsichtsratschef. Vom Finanzvorstand verlange er, nicht alles zu akzeptieren, was ihm mit dem Umbau beauftragte Firmen an Rechnungen auf den Tisch legten. " Es ist nicht nur sein gutes Recht, alles genau zu prüfen, sondern sogar seine Pflicht." Mit dieser Ansicht bewegt sich Görtemöller im Fahrwasser führender Ratspolitiker, die dem Kämmerer in dieser Angelegenheit gleichsam den Rücken gestärkt haben.

Akustikproblem

Von Thomas Fillep beispielhaft für entstandene Mängel in der Stadthalle genannt worden war kürzlich ein Akustikproblem, das neuerdings bei Musik- und Sprachveranstaltungen den Hörgenuss in den hinteren Reihen des Europasaals beeinträchtigen soll. OVK-Aufsichtsratsvorsitzender Görtemöller bestätigte diesen Eindruck aus eigener Erfahrung und forderte: " Das muss abgestellt werden!" Projektabwickler W+ P will sich den Mangel jedoch nicht ankreiden lassen. Es liege kein Planungs-, sondern ein Bedienungsfehler seitens der Hallennutzer vor, hieß es am Freitag auf einer Pressekonferenz des Generalplaners zum Sanierungsstreit. So würden Einbauten wie spezielle Vorhänge an den Seiten des Saals nicht sachgerecht verwendet. Die Sprachverständlichkeit sei jedenfalls innerhalb der DIN-Norm, erklärte W+ P-Geschäftsführer Jens Balke. Messprotokolle und Gutachten würden das belegen.
Bildtext:
Glanz ohne Gloria: Um die Sanierung der Osnabrückhalle, in deren neuer Fassade sich hier das gegenüberliegende Schloss spiegelt, tobt ein Streit zwischen der Stadt und dem beauftragten Generalplaner.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Sebastian Stricker


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