User Online: 2 | Timeout: 08:00Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fremde Kulturen und neue Perspektiven
Zwischenüberschrift:
Peruanische Austauschschülerinnen besuchen für drei Wochen Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Riesig wachsen die Bäume in den Himmel. Die Spitze des Osnabrücker Tropenhauses misst 25 Meter, bis kurz unter das Glasdach stoßen die Wipfel. " Sie müssen jeden Herbst gekürzt werden", erklärt Biologie-Studentin Birgit von Höveling, die ihre Besucher herumführt. " Normalerweise können diese Bäume 50 Meter hoch werden." " Que rica!" (wie schön!) murmelt eine Schülerin der peruanischen Austauschgruppe und zückt ihren Fotoapparat, um die grüne Naturschönheit abzulichten.
Für drei Wochen besuchen neun Mädchen der Santa-Ursula-Schule aus Lima ihre Austauschschülerinnen der Angelaschule. Bereits im vergangenen Herbst flogen diese nach Lima, nun steht der Gegenbesuch an. Dabei lernen die Peruanerinnen neben der deutschen Kultur auch das Leben in der Friedensstadt kennen. Im Botanischen Garten lauschen sie dem Kubanischen Pfeiffrosch, dessen Geräusch sie zuerst für das eines Vogels hielten. " Oder ist es ein Eichhörnchen?", fragt eine Schülerin und fängt während der schwierigen Aussprache an zu lachen. Seit der ersten Klasse haben die Mädchen in Lima Deutschunterricht und sind ihren Osnabrücker Kolleginnen damit um einiges voraus. Diese beginnen erst in der achten Klasse mit dem Spanischlernen.
Anhand der tropischen Pflanzenwelt erklärt Birgit von Höveling die Schritte der Schokoladenherstellung. Vorbei an Kakaobäumen und Zuckerrohrpflanzen endet die Theorie schließlich in der Küche der " Grünen Schule". Hier werden die neuen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt. Die Schülerinnen zerstampfen und zermahlen Kakaobohnen, rühren Kokosfett, Milchpulver, Puderzucker, Vanillezucker und Wasser zu einer klebrigen Schokoladenmasse.
An Deutschland gefalle ihr besonders gut, dass die Straßen so organisiert und ordentlich seien, erzählt die 14 Jahre alte Gianelle Cabrera. " Bei uns tummeln sich Polizisten und Verkäufer neben den Autos", stimmt ihr Lehrerin Rosa Maria Serrano zu. Ein Leben auf geordneten deutschen Straßen kann sich die Schülerin jedoch nicht vorstellen. " Ich möchte Ärztin werden und in meinem Land helfen", wünscht sich Gianella. Ganz andere Zukunftspläne hat ihre Mitschülerin Camila Guerrero. Sie fühlt sich in Deutschland willkommen. " Ich kann mir vorstellen, hier später einmal zu studieren und Ingenieurin zu werden", sagt sie. So bietet der Austausch nicht nur das Eintauchen in eine andere Kultur, sondern eröffnet echte Perspektiven, sodass es für einige Mädchen nicht der letzte Deutschlandbesuch gewesen sein wird.
Bildtext:
Eine echte Kakaopflanze konnten die peruanischen Schülerinnen im Botanischen Garten bestaunen.
Foto:
Elvira Parton
Autor:
sen


Anfang der Liste Ende der Liste