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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nach der Arbeit das Vergnügen
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke laden nach Umbau des Klärwerks als Dankeschön die Nachbarn ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es ist vollbracht zunächst einmal. Die umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten im Klärwerk in Eversburg sind beendet. Grund genug für die Stadtwerke, die Nachbarn einzuladen und ihnen für ihre Geduld während der Bauphase zu danken.

Jürgen Peters, Leiter des Entwässerungsbetriebs der Stadtwerke, begrüßte die Gäste, die zur Werksbesichtigung und anschließendem Imbiss mit Bratwurst, Grillfleisch, Bier und Glühwein in den Sozialraum des Klärwerks gekommen waren. " Es war gut, in unserer Ankündigung der Bauarbeiten nur von Emissionen zu schreiben und nicht direkt auf den Geruch abzuheben." Denn selbst zu Peters′ Überraschung waren es die Lärmemissionen, die beim Abstrahlen der Schlammlagerhalle für die größte Belästigung sorgten. Ein hohes Pfeifen hätten die Arbeiten verursacht, so Peters, das er auch nicht vorausgesehen habe. " Das war wirklich unangenehm." Umso mehr freue er sich, dass es während des gesamten Projekts nur ganz wenige Anrufe mit Beschwerden gegeben habe. Dafür wolle er sich im Namen aller Mitarbeiter bedanken. Gerade beim Thema Schlammlagerhalle hatten wohl alle eher mit deftigem Geruch als mit pfeifendem Lärm gerechnet.

In zweieinhalb Jahren haben die Stadtwerke etwa fünf Millionen Euro eingesetzt, um das Klärwerk im Bereich der Schlammbehandlung in vielen Teilen neu aufzubauen und um bereits vorhandene Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Das Ganze während des laufenden Betriebs, denn der Schmutzwasserzustrom kennt keine Pause. Im Wesentlichen wurden die Faulturmfassade und die Schlammlagerhalle saniert sowie zwei Schlammspeicher und ein Gasspeicher neu gebaut.

Der Zahn der Zeit hatte in Teilen der Schlammbehandlungsstrecke in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugebissen. Durch die bei der Behandlung von Abwässern entstehenden zumeist biologischen Prozesse unterliegen die Materialien der Gebäude und Maschinen zum Beispiel durch Gase extremen Belastungen. Neben diesen dadurch entstandenen Defiziten in der Substanz legten die Stadtwerke ihren Fokus vor allem auch auf die Verbesserung der Energieeffizienz.

Den Satz " Nun sind wir fertig" allerdings konnte an diesem Abend niemand Klärwerkschef Peters entlocken. Der war mit seinen Gedanken schon wieder in der Zukunft. Ein Klärwerk sei eine Dauerbaustelle, sagt Peters und wirft dabei einen kritischen Blick auf die Halle für den Sand- und Fettfang. Sie wird die nächste Baustelle werden. Denn in einem Klärwerk ist die Arbeit immer nur zunächst einmal vollbracht.
Bildtext:
In mehreren Gruppen wurden die Gäste von Mitarbeitern über das Gelände des Klärwerks in Eversburg geführt. Mit Interesse ließen sie sich die vielfältigen Veränderungen wie den Abriss des alten Gasometers erläutern.
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Dietmar Kröger


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