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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Keine Probleme mit Säugetiergutachten im Zoo
Zwischenüberschrift:
Mindesthaltungsnormen werden übererfüllt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bundes agrarminister Christian Schmidt hat am Mittwoch in Berlin ein Säugetiergutachten vorgestellt, mit dem der CSU-Politiker die Lebensbedingungen in deutschen Zoos verbessern will. In Osnabrück sehen die Verantwortlichen des Zoos auf dem Schölerberg dem Gutachten in aller Gelassenheit entgegen.
" Das kommt ja nicht überraschend. Kollegen aus dem Verband der deutschen Zoodirektoren haben an diesem Gutachten mitgearbeitet", sagt Zoodirektor Michael Böer. Zudem sei das Gutachten eine Weiterentwicklung eines im Jahr 1996 erstellten Papiers. Böer sieht die Mindesthaltungsnormen (MHN) in seinem Zoo nicht nur erfüllt, sondern in den meisten Gehegen sogar weit überschritten. " Wir sind ständig bemüht, die Haltungsbedingungen zu verbessern", so Böer, der gleichzeitig darauf verweist, dass auch die Zuchtprogramme für bedrohte Tierarten, an denen der Zoo mit vielen Arten wie unter anderem dem Sumatra tiger teilnimmt, zum Teil noch wesentlich differenziertere Anforderungen an die Haltung stellen, als sie im Schmidt-Gutachten festgeschrieben werden.
Böer nennt als Beispiele unter anderem die neue Tigeranlage. Die derzeit gültige MHN sieht hier für den Innenbereich 25, für den Außenbereich 40 Quadratmeter für zwei Tiere vor. Die neue MHN verlangt für innen 40 und für außen 300 Quadratmeter. In Osnabrück erfreuen sich die beiden Sumatra tiger an einer überdachten Wohnfläche von 79 Quadratmetern und einem Außenbereich von 1217 Quadratmetern, inklusive Pool.
Böer sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Haltungsbedingungen der Tiere und der Attraktivität eines Zoos. " Die Besucher merken, ob sich die Tiere wohlfühlen." Je besser die Tiere gehalten würden, um so mehr Besucher kämen in den Zoo, ist sich Böer sicher. Sowohl der Masterplan mit neuen Großanlagen wie der Nordamerikalandschaft, aber auch sämtliche nachgeordnete Maßnahmen zielten auf eine Steigerung der Attraktivität, die zwangsläufig mit einer verbesserten Haltung einhergehe.
Die richtige Tierhaltung definiere sich aber nicht nur über Gehegegrößen, sondern unter anderem auch über deren Ausstattung, die Temperatur in den Anlagen und viele andere Dinge. " Wir beobachten unsere Tiere unter anderem im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten", so Böer. Rückschlüsse daraus würden dann immer wieder in die Haltung einfließen.
Bildtext:
Eine erfolgreiche Nachzucht ist nur möglich, wenn die Haltungsbedingungen stimmen. Schimpansin Vanessa hat im Januar im Zoo ihr fünftes Kind bekommen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Dietmar Kröger


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