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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbriefe
Zwischenüberschrift:
Westumgehung dient großteils dem Schwerlastverkehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur aktuellen Diskussion um die Weststraße.
" Die Zahlen des zitierten Masterplanes offenbaren erschreckende Aspekte. Für die geplante Westumgehung rechnet man dort mit ' bis zu 1200 Lkw über 2, 8t/ Tag'. Das bedeutet, dass in 24 Stunden alle zwei Minuten 1, 8 Lkw rollen. Fahren diese Lkw im Wesentlichen in der Hauptverkehrszeit von 6 bis 18 Uhr, führt dies zu einer verdoppelten Lkw-Dichte. Hinzu kommen noch etwa 15 000 Pkw.
Da die Stadt Osnabrück freiwillig alle Kosten für Lärmschutz inklusive Schallschutzverglasung übernimmt, scheinen die Verantwortlichen ja selbst mit einer deutlichen Zunahme der Lärmbelästigung zu rechnen. Mithin muss doch die Befürchtung groß sein, dass es sich zu einem erheblichen Teil um Schwerlastverkehr handeln wird.
Dieses Ausmaß an insbesondere Lkw-Verkehr existiert bisher an Rheiner Landstraße und Blankenburg nicht! Diese Lkw-Belastung entsteht mit der Westumgehung neu. Dagegen handelt es sich bei der bisherigen Straßenführung über den Westerberg um eine Tempo-30-Zone mit Durchfahrtsver bot für Lkw über 3, 5 Tonnen. Weshalb ein Teil der dortigen 760 Anwohner (laut Masterplan) einen tempobegrenzten, schwerlastverkehrsfreien Verkehrsfluss für sich selbst für unzumutbar hält, ein erheblich höheres und belastenderes Lkw-Verkehrsaufkommen ihren 1700 Nachbarn und Mitbürgern (laut Masterplan) sowie einem Naherholungsgebiet problemlos zumuten mag, erschließt sich mir nicht. […]"
Dr. Frank Hillebrand
Osnabrück
Straßenbau auf Pump
" In der [...] Finanzausschusssitzung der Stadt mahnte der Finanzdezernent die Politiker dringend, die Investitionen der Stadt Osnabrück zurückzufahren. Hier einige Fakten: Der Kernhaushalt der Stadt hat zurzeit 400 Millionen€ Schulden. Die städtischen Gesellschaften haben zusätzlich 400 Millionen€ Schulden mit steigender Tendenz. Investitionen in die Stadthalle steigen von 17 Millionen€ auf circa 27 Millionen. Neueinrichtung einer neuen Feuerwache: mittelfristige Kosten von circa 10 Millionen. Sanierung Stadttheater neben dem jährlichen Zuschuss von circa 10 Millionen: zusätzliche 25 Millionen. Verlustfinanzierung Flughafen Münster/ Osnabrück: circa 3 Millionen€ mit stark steigender Tendenz. Verlustausgleich bei den städtischen Kliniken: kurzfristig 10 Millionen, realistisch aber mehr als 20 Millionen. Bau der Entlastungsstraße West (Westumgehung): Gesamtkosten geschätzt auf 9, 9 Millionen.
Da dies nur eine Schätzung ist, werden sich hier die Kosten aus der Erfahrung solcher Bauprojekte möglicherweise verdoppeln. Die Flächen, die für die Westumgehung benötigt werden, haben nach einem älteren Gutachten einen Wert von circa 15 Millionen, die, wenn sie als Baugebiet für Wohnbebauung verkauft würden, mindestens diesen Betrag für die Stadt erbringen könnten und damit den Haushalt deutlich entlasteten. Die dann durch die neuen Bewohner zu entrichtende Einkommensteuer plus Bevölkerungszuwachs würden kontinuierlich zusätzliche Steuereinnahmen für die Stadt darstellen.
Wir sollten nicht neue Straßen bauen, wenn wir kein Geld mehr haben, die alten zu unterhalten. Der Sanierungsstau allein für Straßen und Brücken liegt im vielfachen Millionenbereich. Die vorhergesagten Zuschüsse, die auch nur kommen, wenn Lkw über 7, 5 Tonnen diese Straße befahren dürfen, liegen realistisch maximal bei 50 Prozent. Bisher gibt es hierzu keinerlei Zusagen der Zuschussgeber! Also wieder alles auf , Pump′, der Steuerzahler, also wir, trägt die Kosten. Neben der wahrscheinlichen Zunahme des Fahrzeugverkehrs, denn jede Straße hat bisher das Gesamtverkehrsaufkommen erhöht, könnte die Stadt hier 9, 9 Millionen€ Investitionen einsparen und aus dem Verkauf der Grundstücke plus folgenden zusätzlichen Steuereinnahmen endlich mal Schulden abbauen und ein wichtiges Naherholungsgebiet dazu noch erhalten."
Martin Läer
Ostercappeln
Zum Leserbrief " Ohne Weststraße zum Verkehrskollaps?" von Frank Eilermann (Ausgabe vom 29. April).
" Frank Eilermann unterstellt den Gegnern der Straße die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten, und er spricht Anwohnern einer möglichen Lkw-Tangente mindestens das moralische Recht ab, sich an der Diskussion zu beteiligen. Ein starkes Stück! Warum? Zum einen ist da die Diskreditierung der mittlerweile jahrelangen und mühsamen Tätigkeit etlicher Mitglieder der Bürgerinitiative BEPO, welche sich in zahllosen Arbeitstreffen die Mühe gemacht haben, ihre Argumente durch Recherche und gute Quellenarbeit zu untermauern. Hierfür war viel Fleißarbeit, lange vor der medialen Öffnung, notwendig.
Herr Eilermann dagegen führt unter anderem den Umbau der Martinistraße ins Feld, welcher den Bau der Weststraße seiner Auffassung nach unvermeidbar macht. Ob dies irgendwann einmal geschieht, ist absolut fraglich. Detaillierte Planungen oder einen Beschluss gibt es in dieser Angelegenheit nicht. Halbwahrheit? Unwahrheit? Der Leser möge entscheiden.
Was mich allerdings wirklich verärgert, ist die Anmaßung, mit der Herr Eilermann über die (mittlerweile nicht mehr ganz so neuen) Eigentümer am Westerberg/ Finkenhügel urteilt. Als die Bundesanstalt für Immobilien (BIMA) mit Sitz in Oldenburg Ende 2009 die letzten Häuser versteigerte, kümmerte sie sich herzlich wenig um irgendwelche lokalen Straßenprobleme, um gegebenenfalls bestimmte Objekte günstiger anzubieten das gilt im Übrigen auch für etliche Häuser an der Gluckstraße, welche nach Meinung von Herrn Eilermann in ihrem Anliegen, sich für die Straße einzusetzen, dann ja ebenfalls die Füße stillhalten müssten. Die BIMA war lediglich daran interessiert, ihren Zeitplan einzuhalten und den Konversionsprozess zügig abzuschließen. Das sollte man wissen, bevor man urteilt. Doch selbst wenn es anders gewesen wäre ab wann, Herr Eilermann, erwirbt man sich das Recht, an einer bürgerschaftlichen Auseinandersetzung teilzunehmen? Verfügen Sie als Nichtbetroffener über vermeintlich mehr moralische Integrität als die Menschen vor Ort? Ich habe da erhebliche Zweifel."
Thorsten Jansing
Osnabrück
Autor:
Dr. Frank Hillebrand, Martin Läer, Thorsten Jansing


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