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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vordemberge-Gildewart: Weiteres Bild für Osnabrück?
Zwischenüberschrift:
Schweizer Sammler bietet das Gemälde "K 51" von 1929 an – Rzyski: Ankauf nur mit Stiftungen möglich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Erhält die Sammlung mit Werken Friedrich Vordemberge-Gildewarts (" VG") in Osnabrück bald Zuwachs? Ein Sammler bietet jedenfalls der Stadt ein Gemälde des in Osnabrück geborenen Konstruktivisten zum Kauf an.
" Das Angebot hat uns per Mail erreicht", sagte auf Anfrage Stadträtin Rita Maria Rzyski. Danach hat ein Zürcher Sammler das Gemälde " K 51" angeboten. Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899–1962) malte das Bild 1929. " K 51" misst 70 mal 70 Zentimeter. Der Sammler nennt einen Preis von 120 000 bis 180 000 Euro. Seinem Schreiben nach bietet er das Bild zunächst der Geburtsstadt des Künstlers an, bevor er es bei einem Auktionshaus einliefert. Den Angaben des Sammlers zufolge wurde das Gemälde in den Sechzigerjahren bei der Erker-Galerie im schweizerischen St. Gallen erworben und befindet sich seitdem in Familienbesitz.
Rita Maria Rzyski stellt unterdessen klar, dass das Angebot erst sorgfältig geprüft werden soll. " Wir werden nicht unter Zeitdruck handeln", sagt die Stadträtin und weist weiter darauf hin, dass ein Ankauf aus kommunalen Mitteln kaum vorstellbar sei. Das sei gegebenenfalls nur über Stiftungen zu finanzieren. Diese Einschätzung äußert auch Siegfried Hoffmann, Initiator der Osnabrücker Vordemberge-Gildewart-Initiative. " Ein Ankauf wäre grundsätzlich zu begrüßen. Ein Ankauf aus öffentlichen Mitteln ist aber nicht realistisch", sagte Hoffmann auf Anfrage weiter.
" Wir haben hohen Klärungsbedarf, um das Bild einordnen zu können", ergänzte Rzyski. Gerade der Zustand des Bildes müsse zunächst überprüft werden. Allerdings hält Rita Maria Rzyski das Angebot des Bildes in der Form per Mail für " unüblich". Der Sammler habe zudem seine Mail gleich an mehrere Adressaten in Osnabrück verschickt.
Das angebotene Werk sei immerhin ein " museales Bild", sagte Roman Ziegl gänsberger, Kurator am Museum Wiesbaden, das über einen großen Vordemberge-Gildewart-Bestand verfügt. Das Museum hatte unter der Regie von Zieglgänsberger die Jubiläumsausstellung zum 50. Todestag des Künstlers ausgerichtet, die im Sommer 2013 dann auch in Osnabrück im Kulturgeschichtlichen Museum und im Felix-Nussbaum-Haus präsentiert wurde.
Entscheidend für den Preis sei der Zustand des Bildes. Gerade bei der Konkreten Kunst mit ihren perfekten Oberflächen spiele der gute Erhalt eine wesentliche Rolle. Nach Zieglgänsbergers Worten ist das Bild seinem Haus nicht angeboten worden. Als Werk aus den Zwanzigerjahren gehöre es zu der De-Stijl-Phase des Künstlers und sei deshalb besonders interessant. Zieglgänsberger verwies auf die Versteigerung des Bildes " K 167" vor wenigen Wochen bei Christies in Amsterdam. Das Werk sei bei 190 000 Euro zugeschlagen worden. " Mit den üblichen Aufschlägen lag das Bild bei rund 230 000 Euro", sagte der Kurator weiter.
Unterdessen wertet Siegfried Hoffmann das Angebot aus Zürich als Zeichen dafür, dass Osnabrück auch überregional immer mehr mit Vordemberge-Gildewart verbunden werde. Jetzt ginge es da rum, " VG" noch weiter in der Stadt " zu verankern".
Bildtext:
Derzeit noch in Privatbesitz: Vordemberge-Gildewarts Gemälde " K 51".
Foto:
privat
Autor:
Stefan Lüddemann


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