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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gegen jeden Durchgangsverkehr
Artikel:
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Originaltext:

Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Nord-West diskutierte Verkehrsproblem des Stadtteiles
Noch keine endgültige Lösung für die Gestaltung der Westerbergkuppe

In der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Nord-West bei Lührmann wurden die Probleme des Stadtteiles an der Natruper Straße in reger Rede und Gegenrede besprochen. Dabei stand die Ausgestaltung des Westerberges im Mittelpunkt aller Fragen. Da neben Bausenator Cromme auch verschiedene Mitglieder des Rates Erläuterungen und Hinweise gaben, erhielten die Mitglieder des Bürgervereins einen umfassenden Einblick in die Schwierigkeiten, die sich gerade um die Lösung dieses Projektes und der Verkehrsfragen an der Natruper Straße ergeben.

Vorsitzender Dr. Brans gab zu Beginn der Versammlung seiner Freude darüber Ausdruck, daß neben Bürgermeister Erpenbeck und Senator Kelch auch die Ratsherren Dr. Erdmann, Lange und Rabe erschienen seien. Auch Bausenator Cromme wolle sich zu den Anliegen des Stadtteiles äußern. Aus dem Geschäftsbericht des Schriftführers Peter ergab sich, daß der Verein mit vielen Anregungen an die Stadt herangetreten sei. Man müsse allerdings bekennen, daß man nicht viel Erfolg gehabt habe. Zum Teil seien die Wünsche nicht nur nicht beachtet, sondern die Verwaltung habe genau das Gegenteil durchgeführt. Dabei erwähnte er die Führung des Verkehrs über den Westerberg. Erfreulich sei dagegen die Zusage einer besseren Beleuchtung für die Natruper Straße.

Schul- und Kirchneubau

Dr. Brans erläuterte dann, daß der Verein für die Entlastung der Natruper Straße drei Vorschläge an die Verwaltung gerichtet habe, die darauf hinausgegangen seien, die Pagenstecherstraße bis zur Schiefen Güntke auszubauen. Der letzte Vorschlag sei noch nicht beantwortet. Dabei habe man vorgetragen, wenigstens die 400 Meter bis zur Wachsbleiche   fertigzustellen. Ein erfreulicher Fortschritt sei die   Mitteilung gewesen, daß der Sozialminister des Landes   Niedersachsen versuchen will, in diesem Jahre die Baracken an   der Sedanstraße im Rahmen des Barackenräumungsprogrammes zu   entfernen. Im Laufe der Versammlung wurde dann noch berichtet   daß an dieser Stelle ein echter Mittelpunkt des Stadtteiles   entstehen könne. So sei geplant, hier eine katholische Schule   und auch eine katholische Kirche zu bauen. Es sei zu hoffen,   daß hier sehr weiträumig und großzügig geplant werde.
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...... Auf die Forderung mehrerer Mitglieder, die Bäume an der Natruper Straße zu entfernen, antwortete Gartenamtsleiter Nietner, daß dies doch wohl erst geschehen dürfe, wenn die Straße verbreitert werde. Die Bäume seien für die Sauberhaltung der Luft so wichtig, daß man sie nicht ohne Grund entfernen dürfe. Eine rege Aussprache ergab sich um den geplanten Bau einer Tankstelle am Sedanplatz. Dieses Projekt fand keinen Fürsprecher, da der Sedanplatz bereits jetzt ein schwieriger Verkehrspunkt sei. Weiter wurde mitgeteilt, daß eine neue Siedlung an der Artilleriestraße entstehen wird. Auf dem vom Bauern Goldbeck verkauften Gelände will der Heimstättenverein etwa 50 Häuser errichten.

Problem Westerberg

Bausenator Cromme wies darauf hin, daß über die endgültige Gestaltung des Stadtteiles nach Büren hin noch nicht entschieden werden könne. Die Stadt stehe in enger Verbindung zur Kreisverwaltung Tecklenburg und müsse warten, inwieweit der Ausbau des NATO-Flugplatzes Achmer erfolge, dessen Ausstrahlungen vermutlich bis zu den ehemaligen Klärteichen reichen würden. In bezug auf die Westerbergkuppe führte der Bausenator aus, daß es vorläufig nur darum gehe, das Gelände vor einer unplanmäßigen Bebauung zu sichern. Rat und Verwaltung seien sich klar, daß die ehemalige Chance gewahrt werden müsse, diese weiträumige Landschaft zu erhalten. Wenn dabei eine Randbebauung vorgesehen werde, so geschehe das, weil einmal Bauland fehle, die Stadt nicht einfach Millionen verschenken könne und auch die Kasernenneubauten verdeckt werden müßten. Der Bau- und Verkehrsausschuß hätten am Nachmittag eine Ortsbesichtigung durchgeführt, um anschließend zuerst einmal den Beschluß zu fassen, daß das gesamte Gelände   entsprechend gesichert werde. Alles was bisher über das   Problem Westerberg gesagt und geschrieben worden sei, könne   nur ein Diskussionsbeitrag sein. Eine endgültige   Beschlußfassung werde noch folgen.

Durchgangsverkehr umleiten

Große Meinungsverschiedenheiten ergaben sich in der Versammlung um die Durchführung des Verkehrs über oder um den Westerberg. Während der Bausenator und auch Senator Kelch betonten, daß man den Individualverkehr in Richtung Lotter Straße - Natruper Straße nicht fernhalten könne und auch die Bewohner der Randsiedlungen ja ein Recht hätten, bis zu ihren Wohnungen zu fahren, standen die Vertreter des Bürgervereins mehr oder weniger auf dem Standpunkt, daß ein durchgehender Verkehr unterbunden und entweder über den inneren Ring oder den Lieneschweg - Gluckstraße gelegt werden müßte. Dabei bestätigte Senator Cromme, daß der Durchgangsverkehr unbedingt umgeleitet werden müsse.

Die Hauptversammlung nahm eine Entschließung an, die sich gegen jeden Durchgangsverkehr über den Rücken des Westerberges richtete.
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