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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
"Wir sagen Nein zu dieser Straße"
Zwischenüberschrift:
Gegner der Weststraße stecken Verlauf ab – Befürworter mit eigenem Stand
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gut 200 Gegner der geplanten Weststraße haben sich am Sonntagnachmittag am Lieneschweg vor dem Park-Hotel versammelt. Sie demonstrierten erneut gegen das Bauvorhaben. Mit rot-weißen Absperrbändern hatten sie zuvor den Verlauf der sogenannten Westumgehung vor dem Heger Holz markiert.

" Viele Bürger können sich das Ausmaß der Straße nicht vorstellen", sagt Simone Körber von der Initiative Bepo, die nun unter " Stopp Westumgehung" firmiert. Deshalb habe man diese Aktion vom letzten Jahr wiederholt.

Doch die Bürger, die noch nicht wissen, wo die umstrittene Trasse entlangführt, sind anscheinend in der Minderheit an diesem regnerisch-kühlen Nachmittag. Viel leichter ist es, mit erklärten Gegnern der sogenannten Entlastungsstraße zu sprechen. " Es ist doch Wahnsinn, in diesen Zeiten Straßen zu bauen", sagt Michael Werner. Mit vermeintlich wenig Geld viele Verkehrsprobleme lösen zu wollen werde nicht aufgehen, meint der Inhaber des Büdchens am Westerberg. " Die Leute werden die prophezeite Entlastung im Straßenverkehr anderswo nicht spüren." Kritiker wie Michael Werner wohnen nicht unbedingt im Umfeld der geplanten Trasse, sind also von deren möglichem Bau gar nicht betroffen. Zu ihnen gehört etwa Volker Hunsche aus Atter. Er wirft einen Blick auf die finanziellen Dimensionen. " Wir haben vor drei Jahren lange wegen 10 000 Euro Kulturförderung mit dem Rat gestritten", erinnert sich der Vorsitzende des Ersten Unordentlichen Zimmertheaters. " Für die Westumgehung wird dagegen das Geld verbraten."

Sabine Landwehr ist Gegnerin des Bauprojektes, obwohl sie von dem Schleichverkehr der bisherigen Westumgehung in der Händel- und Gluckstraße direkt betroffen ist. " Ich bin aber trotzdem dagegen, weil beispielsweise das Stück Natur vor dem Heger Holz nicht von der geplanten Straße zerstört werden soll."

Den Punkt des Naturschutzes greift ebenso Simone Körber von " Stopp Westumgehung" in einer Ansprache an die Teilnehmer auf. " Wir sagen Nein zu dieser Straße, weil wir unseren Kindern auch noch in zehn, 20 und 50 Jahren die Natur weiter erhalten möchten." Körber fordert die Teilnehmer auf, unbedingt mit den Bürgern über die Trasse zu sprechen. " Sagen Sie ihnen, dass diese Straße nicht gewollt ist und jede Stimme dagegen zählt." Auch die Befürworter der Weststraße haben sich mit einem Stand und einigem Abstand zu den Gegnern postiert. " Wir wollen Flagge zeigen. Die sind dagegen, wir dafür. Daher bitten wir die Bürger, sich unabhängig auf den Internetseiten der Stadtverwaltung zu informieren", erklärt Daniel Bugiel, der Sprecher der Initiative Pro West.
Bildtext:
Gegner der Westumgehung auf der Fläche vor dem Parkhotel. Im Hintergrund ist der Platzbedarf für einen Kreisverkehr abgesteckt, der hier geplant ist.
Foto:
Uwe Lewandowski
Autor:
Stefan Buchholz


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