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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Leserbrief
Zwischenüberschrift:
Höchste innerstädtische Lkw-Dichte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Feinstaub: Dicke Luft in Osnabrück" (Ausgabe vom 16. April) und dem Leserbrief von Dr. Gerd Kothmann " Emissionen nicht verlagern" (Ausgabe vom 17. April).
" Wen kann es denn wundern, dass die Stadt Osnabrück die ' Stadt mit den meisten Feinstaub-Grenzwert-Überschreitungen in Niedersachsen' in 2014 ist? Dieser Negativ-Rekord in Niedersachsen hat seine Ursachen, anders als von dem Leiter des Fachbereiches Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück behauptet, nicht in den Großwetterlagen und im Saharastaub, diese Faktoren sind sicher in ganz Niedersachsen wirksam gewesen, sondern einzig und allein in der fehlenden oder auch stümperhaften Umsetzung wirksamer Maßnahmen gegen Feinstaubverursacher seitens Rat und Verwaltung unserer Stadt.
Es gibt keine Stadt ähnlicher Größenordnung wie Osnabrück in Niedersachsen, in der der überörtliche Schwerlastverkehr die Innenstadt ungehindert als mautfreie Verbindungstangente zwischen stark befahrenen Bundesautobahnen nutzen darf und auch nutzt. Darüber hinaus sind Rat und Verwaltung der Stadt Osnabrück offensichtlich eifrig bemüht, auch den örtlichen Schwerlastverkehr durch die Innenstadt aktiv zu fördern, indem große Logistikunternehmen in den beiden zentrumsnahen Gewerbegebieten Hafen im Westen und Fledder im Osten neu angesiedelt werden oder auch ihre Kapazität dort ungebremst erhöhen dürfen.
Diese Unternehmen verursachen eine immer weiter zunehmende große Zahl von innerstädtischen Lkw-Durchfahrten, da natürlich auch sie nicht etwa den nächstgelegenen Autobahnanschluss nutzen, sondern so weit wie möglich die mautfreien Straßen der Innenstadt nutzen. So kommt Osnabrück zu der traurigen Berühmtheit, als Großstadt mit einer der höchsten innerstädtischen Lkw-Dichten zu gelten, mit der Folge sehr hoher Feinstaubbelastungen durch diesen Schwerlastverkehr.
Der von Rat und Verwaltung immer wieder als wirksame Waffe gegen die viel zu hohen Feinstaubwerte gelobten, seit 2010 eingerichteten Umweltzone in unserer Stadt kann man selbst mit bestem Willen nur eine Alibifunktion zuerkennen. Sie hat einen dermaßen engen Zuschnitt, bei dem die bis an das Zentrum heranreichenden Gewerbegebiete mit ihrer starken Schwerlastverkehrsfrequenz völlig außen vor bleiben, sodass sie, einmal ganz abgesehen von fehlenden Kontrollen, völlig wirkungslos für die Reduzierung der Feinstaubwerte bleiben muss. [. . .]"
Bernd Falge
Osnabrück
" Osnabrück ist die Stadt der Speditionen wenn wir weiterhin viele Studenten für die Universitäten, Konsumenten für den Neumarkt, Mitarbeiter für den Wissenschaftspark und neue Bewohner für die Briten-Häuser und die Wohnparks gewinnen möchten, dann muss wie zum Beispiel in der Fahrradstadt Groningen der Verkehr auf einen äußeren und inneren Ring um die Stadt geleitet werden. Andernfalls werden die Bewohner der Innenstadt weiterhin in drei bis vier Meter Abstand mit Lärm und Feinstaub in zunehmendem Maße belastet: So sagt der Masterplan Mobilität für Osnabrück eine erhebliche Steigerung des Individualverkehrs bis 2025 voraus, selbst wenn der öffentliche Nahverkehr und die E-Mobililtät weiter gestärkt werden. Ein Lkw-Sperrkonzept, eine Emissionsabnahme und eine Entlastung des zunehmenden Pkw-Verkehrs für Osnabrück wird nur mit der A 33-Nord und der Entlastungsstraße zu realisieren sein. Sollte die Stadt weiterhin die Emissionsvorgaben der EU verfehlen, droht (zu teurer) Flüsterasphalt auf dem Wall oder Tempo 30 den heimlichen jetzt genutzten ' Westumgehungen' eine Ertüchtigung mit Straßenverbreiterung, Tempo 50 etc. Die Entlastungsstraße West wird im Gegensatz zu den heimlichen ' Westumgehungen' in erheblichem Abstand zu den Anwohnern verlaufen und mit getrennten Fahrradwegen, Kreiseln, Lärmschutz und Querungshilfen versehen sein. Anders als von Herrn Kothmann behauptet, wird die Straße das Naturschutzgebiet ' Heger Holz' nicht tangieren, sondern dort weitere Bebauungen verhindern: Sollte die Straße nicht gebaut werden, werden die reservierten Flächen dann Baugebiet werden. Wollen wir also neue Eigenheime am Westerberg oder eine Entlastung der Innenstadt?"
Steffen Grüner
Osnabrück
Bildtext:
Die Einrichtung von Umweltzonen trägt nicht im gewünschten Maß zur Verbesserung der Luft bei.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Bernd Falge, Steffen Grüner


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