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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Beratungssatzung lässt Baumschützer hoffen
Zwischenüberschrift:
Verein bietet der Stadt Hilfe an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Verein Osnabrücker Baumschutz appelliert an den Rat, die Baumberatungssatzung zu beschließen. Vor eineinhalb Jahren hatte er 6000 Unterschriften gesammelt, um das Fällen zu erschweren. Aus der Politik kommen jedoch Vorbehalte. Am Donnerstag steht der Satzungsentwurf zum zweiten Mal auf der Tagesordnung für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.
Die Forderung nach einem wirksamen Baumschutz gehörte zu den meistgenannten Vorschlägen für den Bürgerhaushalt, den die Stadt vor einem Jahr ausgeschrieben hatte. Deshalb wurde die Verwaltung angewiesen, eine entsprechende Satzung zu formulieren. Der Entwurf sieht eine Beratungspflicht vor: Wer einen großen Baum fällen will, muss sich vorher von einem Mitarbeiter aus dem Fachbereich Umwelt und Klimaschutz kritische Fragen gefallen lassen.
Im Rat gibt es keine große Begeisterung für den Satzungsentwurf. Der für Umweltfragen zuständige Ausschuss vertagte die Diskussion in die nächste Sitzung. Selbst Grünen-Politiker erwägen offenbar, den Vorschlag abzulehnen.
Der Knackpunkt: Baumschutz erfordert Personal. Angesichts der Sparzwänge kommt es allerdings keiner Fraktion in den Sinn, neue Stellen zu fordern. Würde die Satzung ohne personelle Konsequenzen verabschiedet, müsste die Verwaltung andere Pflichtaufgaben vernachlässigen. So steht es in der Vorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.
Rückhalt der Bürger
Von solchen Sachzwängen dürfe ein wirksamer Baumschutz nicht abhängig sein, meinen Jürgen Schmitte und Hanno Kottmann von der Initiative. In Osnabrück gebe es einen breiten Rückhalt für ihr Anliegen. Dieses große Interesse müsse die Stadt als Auftrag verstehen. Mit dem vorliegenden Satzungsentwurf seien Fällungen zwar nur begrenzt zu verhindern. Dennoch würde die Stadt klarer Stellung für den aktiven Baumschutz beziehen und somit " den Respekt vor Bäumen steigern". Zugleich wäre die Beratungspflicht eine Hürde für Baumfäller, sodass manche Rodung unterbleiben würde. Erst auf Dauer werde dieser Erfolg sichtbar, meinen Schmitte und Kottmann in ihrem Statement. Darüber hinaus könnten durch eine Fachberatung in vielen Fällen Alternativen aufgezeigt werden.
Um zu verhindern, dass die Baumberatungssatzung aufgrund personeller Engpässe scheitert, bietet der Osnabrücker Baumschutzverein seine ehrenamtliche Mitarbeit an: " Einige unserer Mitglieder sind schon langjährig im gartenbaulichen und baumschützerischen Bereich als Fachkraft tätig und verfügen daher über ein hohes Maß an Fachkompetenz und langjährige Erfahrung in Umgang mit Menschen und Bäumen", heißt es in der Stellungnahme. Deshalb seien sie bereit, Außentermine und Fachberatung in Vertretung der Stadt wahrzunehmen, wodurch die auf 250 Euro veranschlagten Kosten deutlich gesenkt werden könnten.
Baumschutz ohne Verbote
Auch wenn mit diesem Vorhaben Neuland betreten werde, stecke darin eine Chance für einen reellen und langfristigen Baumschutz – " ohne Verbote und mit einem Minimum an Reglementation", wie Schmitte und Kottmann vermerken. Deshalb appellieren sie an die Ratsmitglieder, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung an einem Strang zu ziehen.
Autor:
rll


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