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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Liebe zum Detail und symmetrischen Mustern
Zwischenüberschrift:
Die Fabrikgebäude auf dem Werksgelände der KME Germany zeugen vom Backsteinexpressionismus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Stile des sogenannten Backsteinexpressionismus reihen sich die Gebäude auf dem Gelände der KME Germany aneinander. Das Material, der rote Backstein, steht für das Industrieklima im Deutschland der 1920er-Jahre. An diese Zeit erinnern die Fabrikhallen, in denen sich heute modernste Produktionsanlagen befinden. Die Geschichte der Kabel- und Metallwerke lässt sich an den Jahreszahlen auf den Giebeln ablesen: Von 1913, 1938 über 1951 bis hin zu 2010 sind Jahreszahlen vertreten, die von den unterschiedlichen Bauphasen zeugen.
Die Gründung der KME Germany ist auf das Jahr 1873 datiert. Die Gebäude, von Architekt Harald Dreyer entworfen, stehen nicht mehr. Die ältesten Bauten stammen aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren, die das Düsseldorfer Architekturbüro Salzmann und Ganzlin entwarf. Viele der Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Auch bei der Neugestaltung von Schriftzügen wie " Helf Unfälle verhüten!" auf einem Übergang ist die Typografie übernommen worden.
Die Anlage ist gekennzeichnet durch die roten Backsteingebäude und Symmetrie. Fenster sitzen in regelmäßigen Abständen in den Mauern, selbst Lüftungsschlitze sind in gleichmäßigem Abstand angebracht, große Torflügel unterstreichen den Sinn für gerade Linien. Auch die einheitliche Farbgebung in Kupfergrün, als Anstrich oder Metallbeschlag, setzt ausgewogene Akzente.
Die damalige Bauweise verschrieb sich trotz Funktionalität dem Detail: aufwendige Muster aus versetzt gemauerten Backsteinen schmücken die auf den ersten Blick nüchternen Fassaden. Die großflächigen Glasriegel wirken nicht starr, sondern bewegt: In die einzelnen Fassungen sind unterschiedliche Glastypen eingesetzt. Die neuen Hallen aus meist weißem Stahlblech fügen sich nicht recht in die optisch charmante Fabrikwelt aus rotem Backstein ein.
Bildtext:
Symmetrisch: schmucke Ziegelfront auf dem KME-Gelände an der Klosterstraße.
Foto:
Elvira Parton
Autor:
Désirée Therre


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