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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vom Fliegengitter bis zur Knirschschiene
Zwischenüberschrift:
Beim dritten Stadtputztag sammeln 2600 Helfer den Müll der Osnabrücker ein
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Über 2600 Osnabrücker beteiligten sich am dritten Osnabrücker Stadtputztag. Zwei Drittel von ihnen waren Schüler, die in der vergangenen Woche für Sauberkeit in der Stadt sorgten. Am Samstag zogen vor allem Vereine und Verbände los, um Müll einzusammeln. Aber auch Einzelpersonen machten mit.

Zur Grundausrüstung der Helfer des Stadtputztages am Samstag gehörten: Handschuhe, Warnwesten und Müllsäcke, die der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) zur Verfügung stellte, sowie ein Teilnahme-Button, mit dem die Stadtputzer kostenlos Bus fahren konnten.

Davon abgesehen, hatte jede Gruppe ihre ganz eigene Strategie und Vorgehensweise: Während die Nahner unter Federführung des Bürgervereins Nahne den Müll zunächst in Eimern sammelten und diese in die großen OSB-Säcke leerten, hatte sich der Bürgerverein Eversburg professionelle Abfallgreifer ausgeliehen.

Damit zogen 16 Eversburger gegen zehn Uhr los: Sie starteten am Kiefernweg und liefen dann den Haseuferweg bis zur alten Eversburg entlang. Aus Erfahrung wusste Heinz Werner Hahn, der die Aktion für den Bürgerverein organisierte: " Am Anfang liegt immer besonders viel Müll herum, dann wieder bei der Everseiche und zum Schluss an der Brückenstraße."

Auch wenn er gleich zu Beginn Pech hatte und prompt in einen Hundehaufen trat, stellten die Eversburger auf halber Strecke bei einer Pause fest: " Diesmal hatten wir weniger Tretminen und auch weniger Abfall." Während sie letztes Jahr sogar einen alten Herd fanden, zählte in diesem Jahr eine Knirschschiene für Zähne zu den ungewöhnlichsten Fundstücken. Bei den Nahnern war es ein Tresor. Und im Schinkel wanderten Fliegengitter, Kondome, Schuhe und besonders viele Schnapsflaschen in die Müllsäcke.

Dort hatte Oliver Franke noch mehr Pech als Hahn, was die Hinterlassenschaft von Hunden anging: Franke trat in zwei Hundehaufen mit jedem Schuh in einen. Er arbeitet bei der Firma Elrond, die vom gleichnamigen Verein geleitet wird. Dieser setzt sich für die Wiedereingliederung von abstinenten Menschen in die Gesellschaft ein. Zwölf Elrond-Mitarbeiter reinigten am Samstag die Tannenburgstraße und fanden vor allem auf der einen Straßenseite am Hang zu den oberhalb verlaufenden Bahnschienen viel Unrat.

Ebenso wie die Eversburger waren auch die Elrond-Mitarbeiter das dritte Mal beim Stadtputztag mit dabei. " Unsere Nachbarn haben uns heute schon gefragt: Na, machen Sie wieder mit?", berichtete Marcus Kroll von Elrond. " Olli, ziehst du durch bis da oben?", fragte er einen Kollegen. Kurz darauf forderte Manuel Welze seine Kollegin Tina Walz auf: " Los, Tina, Geländegang!" Die Angesprochene kraxelte erneut den Abhang hoch, hob einen Plastikbecher auf und stellte fest: " Oh nee, da ist ja noch Stracciatella-Quark drin."

Während die Schinkelaner ohne große Hilfsmittel auskamen, benötigte die Truppe von Stephan Kanzler auch Besen und Kehrbleche. Kanzler koordinierte die Stadtputztag-Busse, deren Teams den Dreck rund um die Wartehäuschen der Bushaltestellen beseitigten. Mit dabei waren auch Alexander und Karin Retzlaff.

Während der Siebenjährige erklärte, er mache mit, " weil das Spaß macht", gab Retzlaff zu: " Ich bin ein Sauberkeitsfreak und kann es nicht ab, wenn alle immer alles rumliegen lassen." Beim Stadtputztag könne man ein Zeichen setzen und Spaß haben, fügte sie hinzu.

Nach getaner Arbeit trafen sich viele der Stadtputzer zur Abschlussveranstaltung auf dem Osnabrücker Rathausplatz. Dort warteten als Belohnung Erbsensuppe und Tombolapreise auf die Teilnehmer. Markus Koch-Pochalski gewann dabei den ersten Preis, ein Elektrofahrrad.

Und über eine Busfahrt von maximal 300 Kilometern für eine Schulklasse konnte sich die Klasse 4a der Grundschule Haste freuen.
Bildtexte:
Ein gutes Team: Alexander (7) und Karin Retzlaff reinigen zusammen Bushaltestellen.
Einen Becher mit Stracciatella-Quark fand Tina Walz von Elrond.
Jeder Helfer erhielt ein Paar Handschuhe und Müllsäcke, manche Stadtputzer hatten sich aber auch professionelle Abfallgreifer ausgeliehen
Schon von Weitem gut zu erkennen, waren die Helfer des Stadtputztages mit ihren gelben Warnwesten.
Am Samstag konnten die Helfer mit diesem Button kostenlos mit dem Busfahren, und so manch ein Helfer trug die Buttons der vergangen Jahre als Souvenir an seiner Jacke.
Nach dem Müllsammeln waren alle Helfer des Stadtputztages auf den Rathausplatz eingeladen, wo es eine Stärkung gab und eine Verlosung.
Der Bürgerverein Eversburg hat sich den Haseuferweg zum Entmüllen vorgenommen.
Das ungewöhnlichste Fundstück, das Siegfried Weisser am Haseufer fand, war eine Knirschschiene für Zähne.
Immer griffbereit: Die Müllsäcke.
Nach dem Müllsammeln gab es auf dem Rathausplatz eine Stärkung. Einige Helfer hatten auch Glück in der Tombola.
Schon von Weitem gut zu erkennen: Die ehrenamtlichen Helfer des dritten Osnabrücker Stadtputztages.
Immer den Bahndamm rauf und runter ging es für die Elrond-Mitarbeiter im Schinkel
Da kam ganz schön was zusammen: Einige Teams fuhren in Bussen die Bushaltestellen ab. Dort sammelten die ehrenamtlichen Helfer besonders viele Zigaretten ein.
Sauber bis zum Rand: Auch der Uferbereich wird aufgeräumt.
Fotos:
Thomas Osterfeld, Claudia Sarrazin
Autor:
Claudia Sarrazin


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