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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gut gestreut
Zwischenüberschrift:
Warum ist der Himmel blau?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Frühjahr 2013 galt als eines der sonnenscheinärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Im Februar vergangenen Jahres schien die Sonne laut dem Statistikportal statista.de nur läppische 37 Stunden. Im Februar dieses Jahres konnten wir uns dagegen schon über 88 Stunden Sonnenschein und blauen Himmel freuen. Viele haben sich bei dieser Gelegenheit vielleicht schon einmal die Frage gestellt, warum der Himmel uns blau erscheint. Schließlich erhellt nur das weiße Licht der Sonne den Tag und es gibt auch nirgends eine blaue Lichtquelle.
" Die wahrgenommene blaue Farbe des Himmels wird durch die Rayleigh-Streuung verursacht", erklärt Stefan Stonjek, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Physik in München.
Demnach besteht Licht aus elektromagnetischen Wellen, die unterschiedliche Längen haben und für uns deshalb unterschiedlich sichtbar sind. " Langwellige Lichtstrahlen erscheinen für das menschliche Auge rot, kürzere orange, noch kürzere gelb, dann grün, und sehr kurze erscheinen blau", so Stonjek. Treten alle Wellenlängen gemischt auf, wirkt das Licht weiß so wie das Sonnenlicht, wenn die Sonne zum Beispiel mittags hoch am Himmel steht.
A uf seinem Weg zur Erde stößt das Licht auf Teilchen in der Atmosphäre wie etwa Gasmoleküle aus der Luft oder auch Staubkörner. Dieses Aufeinandertreffen kann die Lichtstrahlen mitunter aus der Bahn werfen und ihre Richtung ändern. Physiker sagen, das Licht wird gestreut. " Dabei wird blaues Licht stärker gestreut als rotes Licht, denn blaue Strahlen reagieren aufgrund ihrer Kürze öfter mit Teilchen aus der Atmosphäre als langwellige rote Strahlen", erklärt Wissenschaftler Stonjek. So würden sich die blauen Lichtstrahlen über das Firmament verbreiten und der Himmel für das menschliche Auge blau wirken.
Bei Sonnenaufgang oder - untergang haben die Strahlen einen längeren Weg durch die Erdatmosphäre als tagsüber. Dadurch werden die kurzen, blauen Lichtstrahlen fast ganz herausgestreut, und nur noch die langwelligen roten und orangefarbenen Strahlen sind für uns sichtbar. " Auf dem Mond erscheint der Tag-Himmel übrigens schwarz, da es dort keine Atmosphäre und damit auch keine Rayleigh-Streuung gibt", so Stonjek.
Bildtext:
So sehen die meisten von uns den Himmel am liebsten: strahlend blau.
Foto:
Imago
Autor:
Eva Voß


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