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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Remarque als Brücke in die Vergangenheit
Zwischenüberschrift:
Smartphone-App und Feldpostbrief: Osnabrück erinnert an den Ersten Weltkrieg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit 60 Veranstaltungen erinnert Osnabrück an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Erich Maria Remarque, der Autor des Antikriegsromans " Im Westen nichts Neues", wird dabei immer wieder als Kronzeuge für das erbarmungslose Abschlachten in den Schützengräben bemüht.
" Wir in Osnabrück haben einen besonderen Bezug zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in einer Pressekonferenz zum Auftakt der Gedenkveranstaltungen, die vom Büro für Friedenskultur koordiniert werden. Und damit meinte er natürlich Remarque, der in Osnabrück aufgewachsen ist und der in besonderer Weise geeignet sei, eine " Brücke in die Vergangenheit" zu schlagen.
" Krieg und Frieden in Geschichte und Gegenwart" heißt das Leitmotiv für Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen, für Schulprojekte und Theateraufführungen. Auch die Literatur-, Film-, Kunst- und Musikszene beteiligt sich. 70 Veranstalter sind schon im Boot, wie Christine Grewe vom Büro für Friedenskultur aufgelistet hat. Es werden sicherlich noch weitere dazukommen.
Als wissenschaftliche Höhepunkte kündigte sie den Auftritt des australischen Historikers Christopher Clark an, der am 21. Mai sein Buch " Die Schlafwandler" vorstellen wird, und den Vortrag des Politologen Herfried Münkler am 3. Juli.
Den Kriegstoten aus Osnabrück hat sich ein Forschungsprojekt der Universität Osnabrück gewidmet. Christoph Rass, Professor für Neueste Geschichte, bezeichnete es als einen Glücksfall, dass Biografien von Kriegsteilnehmern mit Fotos und Geodaten zusammengefügt werden konnten. So lässt sich ablesen, aus welchen Stadtteilen die gefallenen Soldaten stammten.
Ab Juni sollen die Forschungsergebnisse in einer Internetpräsentation und auf einem digitalen Stadtrundgang angeboten werden. Kultusdezernentin Rita Maria Rzyski kündigte in diesem Zusammenhang eine App für Smartphones und Tablet-Computer an, die den Menschen von 2014 Einblicke in den Kriegsalltag der Osnabrücker vor 100 Jahren erlauben soll.
Das Museum Industriekultur setzt ebenfalls auf den lokalen Bezug. " Eine deutsche Stadt im Ersten Weltkrieg. Osnabrück 1914–1918" heißt der Titel der Ausstellung, die am 25. Mai eröffnet wird. Direktor Rolf Spilker zeigte sich erfreut, dass Privatleute dem Museum so viele Feldpostbriefe und andere Utensilien aus dem Ersten Weltkrieg zur Verfügung gestellt haben.
An Jugendliche wendet sich das Medienprojekt " Timeline". Bis zum 31. August sollen maximal zehn Minuten lange Videos zum Thema Krieg und Frieden eingereicht werden. Initiator Holger Tepe von der Film- und Bildungsinitiative kündigte einen Film an, der im Oktober auf großer Leinwand im Kino präsentiert werden soll.
Zurück zu Remarque, dem Protagonisten der Osnabrücker Friedenskultur. Das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum präsentiert Ende April eine Graphic-Novel-Version von " Im Westen nichts Neues". Am 31. Juli können Interessierte auch das Originalmanuskript bewundern – " erstmals seit 20 Jahren wieder", wie Thomas Schneider, der Leiter des Friedenszentrums, vermerkte. Anschließend wird es wohl wieder im Tresor der Sparkassenstiftung verschwinden.
Weitere Informationen unter www.osnabrueck-weltkrieg1.de. Im April erscheint eine Programmbroschüre, die in der Bürgerberatung und Tourist-Information erhältlich ist.
Bildtext:
Protagonist der Friedenskultur in Osnabrück: Erich Maria Remarque 1928.
Foto:
Archiv
Autor:
rll


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