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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Dicke Luft" in Osnabrück
Zwischenüberschrift:
CO-Gehalt steigt an - Ergebnisse neuer Messungen - Fahrzeuge produzieren 10 Mill. cbm Abgase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Zivilisationsschäden der Menschen mehren sich erschreckend, die Trink- und Abwasserprobleme werden alarmierend, der Lärm zur Folter und die Stadtluft wird immer unerträglicher. Diese Erkenntnisse aber sind alt. Neu für uns ist: Die Luft im Inneren unserer Stadt wird immer mehr mit CO verseucht! Es klingt wie eine exotische Autonummer - CO -, aber es ist die harte, bittere chemische Formel für ein modernes Gift unserer Städte: Kohlenoxyd! Messungen, die soeben von Essener Wissenschaftlern in Osnabrück und anderen größeren westdeutschen Städten durchgeführt wurden, haben das einwandfrei bewiesen: In den Hauptverkehrsstunden kletterte die Anzeige der CO-Meßgeräte in Atemhöhe (- 1, 60 m) z. B. inmitten unserer Stadt auf 0, 021 - 0, 023 Volumenprozent Kohlenoxyd! Das ist eine betrübliche Feststellung.
Techniker und Hygieniker haben die Meßergebnisse bestürzt zur Kenntnis genommen, denn was hier bei uns festgestellt wurde, gilt auch für die meisten anderen Städte, ja, in größeren Städten ermittelte man noch höhere Werte! Urheber dieser CO-Plage ist zweifellos der explosionshaft angewachsene Straßenverkehr. Dazu einige Zahlen: Zur Zeit strapazieren fünf Millionen Kraftfahrzeuge die Straßen der Bundesrepublik und - unsere Gesundheit. Diese Fahrzeuge produzieren jährlich die unfaßbare Menge von 10 Milliarden Kubikmeter Abgase und jagen allein in einer Großstadt jährlich 80 000 Kilo abradierten Gummi- und Asphaltstaub in die Luft.
Diese unerfreulichen Dinge werden den Menschen ausgerechnet in Mundhöhe geboten. Auf dem Land können sich die Fahrzeugabgase verteilen. In engen Stadtstraßenschluchten aber konzentrieren sie sich in einem gefährlichen Maß. Kein Wunder, daß vor kurzem das Hygiene-Institut des Ruhrgebietes alle Mütter warnte, Kinder auf verkehrsreichen Straßen spazierenzufahren.
Deutschlands Staubfachmann Nr. 1, Prof. Dr. Meldau, nannte uns ein Rezept: Hauptverkehrsstraßen dürfen nicht durch die Stadtkerne geführt werden oder man muß sie mit Riffelblech abdecken. Mächtige Ventilatoren saugen dabei das Abgas, den Straßenschmutz und auch den Gummiabrieb während der Hauptverkehrsstunden in eine zentrale Luftreinigungsanlage ab (Zeichnung). Aber das dürfte Zukunftsmusik sein. KHP


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