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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Netzwerk schützt bedrohte Wildpflanzen
Zwischenüberschrift:
Auftakt für bundesweites Kooperationsprojekt im Botanischen Garten in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ganz im Zeichen bedrohter Wildpflanzen steht ein bundesweites Kooperationsprojekt, dessen Auftaktveranstaltung in der letzten Woche im Botanischen Garten der Universität Osnabrück stattfand. Bislang isoliert durchgeführte Erhaltungsstrategien der verschiedenen Verbundpartner sollen verknüpft, der Dialog mit Naturschutzverbänden, Behörden und der Öffentlichkeit gestärkt werden. Unterstützung erfährt das Projekt aus der Politik: Die Bundesregierung bezuschusst den Wildpflanzenschutz mit 2, 4 Millionen Euro.
Fünfzehn Wildpflanzenarten, deren Hauptverbreitungsgebiet Deutschland ist, sind derzeit in ihrem Bestand akut bedroht. Sie gelten als sogenannte " Verantwortungsarten", deren Schutz im Bundesprogramm Biologische Vielfalt festgeschrieben ist. Durch veränderte ökologische Bedingungen oder Eingriffe in die Kulturlandschaft droht den Pflanzen der Verlust ihres natürlichen Lebensraumes, zu den gefährdeten Arten zählen neben der Pfingst-Nelke oder dem Sumpf-Enzian auch Heilpflanzen wie Arnika, die im Flachlandgebiet kaum noch vorkommt. Die zweitägige Auftaktveranstaltung des bundesweiten Netzwerks " Wildpflanzenschutz Deutschland" (WIPs-DE) sei ein erster Schritt, bislang unabhängige Projekte zu koordinieren, erklärt Sabine Zachango, Leiterin des Botanischen Gartens in Osnabrück: " Neben wissenschaftlichen Institutionen suchen wir den Austausch und die Verzahnung mit Naturschutzverbänden, aber auch Behörden", so Zachango. Gemeinsam mit dem Standort Osnabrück sind die botanischen Gärten in Karlsruhe, Regensburg, Potsdam und Berlin die Kernpartner des Projektes, dessen Ziel die Bewahrung und Wiederansiedlung der gefährdeten Arten ist.
" Konkret geht es darum, an den verbliebenen Standorten das Erbgut der Pflanzen zu sichern und in Datenbanken anzulegen", erläutert Zachango. An den botanischen Gärten der einzelnen Projektstandorte würden jeweils ausgewählte Populationen vermehrt und in einem letzten Schritt an geeigneten Standorten wieder angesiedelt.
" Nicht zuletzt deswegen ist uns die Kommunikation mit den Behörden wichtig: Wir brauchen geschützte Flächen, an denen sich die Populationen entwickeln können." Eine wichtige Rolle gerade im letzten Schritt komme auch den Naturschutzverbänden zu: " Sie sind wichtige Partner bei der Umsetzung von Wiederansiedlungsprojekten."
Die einzelnen Anstrengungen zum Schutz der Arten seien dabei nicht immer neu. So gibt es in der Region bereits seit einigen Jahren eine Kooperation zwischen der Uni und dem Naturschutzring Dümmer, welche sich in der Wiederansiedlung von kriechendem Sellerie im Ochsenmoor manifestiert. " Durch das Netzwerk werden unsere Bemühungen auf eine höhere Stufe gestellt, die den Austausch und Arbeitsteilungen ermöglicht und letztlich auch eine breitere Öffentlichkeit erreichen kann", beschreibt Zachango die Vorteile der Kooperation, deren Gesamtleitung der Standort Osnabrück innehaben wird.
Bildtext:
Samen " aussieben" für den Schutz bedrohter Wildpflanzen: Sabine Zachango und Peter Borgmann sind wissenschaftliche Mitarbeiter im Botanischen Garten.
Foto:
Egmont Seiler
Autor:
poel


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