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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neuer Milch-Pavillon für Domschule
Zwischenüberschrift:
Wiederaufbau nach Brand 2012 soll am 24. März beginnen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Milch-Pavillon auf dem Domschulhof in Osnabrück, der vor zwei Jahren abgebrannt war, wird wieder aufgebaut. Für den 23. April, den ersten Schultag nach den Osterferien, plant die Schulleitung ein Richtfest zusammen mit Lehrern und Schülern.

Am 24. März geht es nach Auskunft von Edmund Krümberg von der Abteilung Finanzen und Bau beim Bistum Osnabrück los. Zuerst werden von der Osnabrücker Firma Scholle die Streifenfundamente und die Bodenplatte für den achteckigen Bau auf dem Schulhof gegossen. Der Pavillon soll ganz nach dem abgebrannten Vorbild rekonstruiert werden. Damit er wieder mit seiner charakteristischen " Pickelhaube", einer metallenen Spitze mit Kugel, versehen werden kann, werden noch Sponsoren gesucht. Die Zimmerleute der Meller Firma Heggemann beginnen in Kürze mit der Herstellung der Holzbauteile für den Ständerbau. Am 3. April soll der Aufbau auf dem Schulhof beginnen. Die Osnabrücker Tischlerei Düsing baut die Holzfenster ein, die anders als beim Vorbild mit Isolierglas ausgestattet sein werden. Denn der neue Pavillon soll energetisch neuesten Anforderungen genügen, sagt Krümberg.

" Das Gebäude wird aber nicht mehr als Milch-Pavillon genutzt werden, sondern vor allem als Raum der Begegnung zur Verfügung stehen", kündigte Domschulleiter Axel Diekmann an. Seine Stellvertreterin Sabine Müller ergänzt: " Der Pavillon kann zum Beispiel als Versammlungsraum für die Schülervertretung, für Elternabende und Besprechungen oder als , Raum der Stille′ dienen." Damit das Häuschen auch im Winter nutzbar ist, soll es über eine Nahwärmeleitung aus dem Blockheizkraftwerk der Schule beheizt werden.

135 000 Euro wird die Wiedererrichtung des Pavillons kosten. Den Hauptteil, so Baufachmann Krümberg, werde die Brandschutzversicherung tragen. Die restlichen Beträge übernehmen die Schulstiftung des Bistums Osnabrück und der Förderverein der Domschule.

1954 war der ursprüngliche Pavillon errichtet worden, an den viele ehemalige Schüler noch gute Erinnerungen haben. In der Anfangszeit wurden hier Milch und Kakao in Viertelliter-Glasflaschen verkauft, und zwar an Mädchen und Jungen der Wittekind-Mittelschule im Gebäude am Herrenteichswall und der Domschule am Erich-Maria-Remarque-Ring (bis 1971 Karlsring). Bis 2006 gingen in dem Häuschen noch an jedem Schultag Getränke und Brötchen über die Theke. Dann war es bis zur Zerstörung das Domizil der Schülerfirma " Fahrrad-Salon", die zusammen mit der sozialen Werkstatt " Möwe" Fahrräder reparierte.

Die Polizei ermittelte nach dem Feuer damals wegen Brandstiftung. Offenbar war ein direkt neben dem Pavillon stehender Papiercontainer angezündet worden. Von dort aus griff das Feuer dann auf das Gebäude über.

Für den 25. Juli ist noch eine offizielle Einweihungsfeier des Pavillons geplant. " Von ehemaligen Schülern oder anderen Osnabrückern wollen wir jetzt Geschichten sammeln, die sie mit dem Milchpavillon verbinden", teilte Schulleiter Diekmann mit.

Diese Geschichten und alte Fotos sollen bei dem kleinen Festakt am 25. Juli in einer Ausstellung präsentiert werden. Sabine Müller: " Ich freue mich über alle, die einen Beitrag dazu leisten möchten." Sie können sich mit der stellvertretenden Domschulleiterin in Verbindung setzen unter Telefon 05 41/ 3 50 98 10 oder mueller@ domschule-os.de.
Bildtexte:
Modell-Grafik vom neuen Milchpavillon auf dem Domschulhof.
Der ausgebrannte Pavillon auf dem Gelände der Domschule nach dem Brand im Februar 2012
Grundriss.
Zeichnung.
Bei einem Klassentreffen von Wittekind-Realschülern im Jahr 2010 stellte sich diese Gruppe Ehemaliger mit Milchtüten am alten Milchpavillion der Domschule auf.
Grafik:
Zimmerei Heggemann
Quelle:
Nikolaus Demann
Archivfotos:
Jörn Martens
Autor:
Michael Schwager


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