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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Den Tieren geht es gar nicht gut"
 
Das sind wir: Das Team Zeitung
 
"Die Sendung mit Carina"
 
Kunterbunte Behausungen
 
Fledermäuse im Vogelhaus
 
Auf Stockbeinen durch die Wiese
Zwischenüberschrift:
Landkreis Osnabrück und der Hegering Neuenkirchen kooperieren beim Wiesenvogelschutzprojekt
 
Drittklässler der Grundschule Neuenkirchen basteln Vogelhäuschen für Singvögel
 
Nistkästen sind nicht nur bei Meisen und Co beliebt
 
Viele Vögel gehören zu den bedrohten Arten
Artikel:
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Originaltext:
Neuenkirchen. Niedersachsen ist Wiesenvogelland. Denn die Tiere brauchen weite Flächen, Wiesen und Moore zum Leben. Diese offenen Grünflächen finden sie in Norddeutschland. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) brüten zwei Drittel aller Uferschnepfen Deutschlands und rund die Hälfte der großen Brachvögel hier. Doch die Vögel sind bedroht und gehören zu den stark gefährdeten Arten.
Vor allem die Landwirtschaft setzt ihnen zu. Durch massives Bewirtschaften von Wiesen und dem Einsatz von Chemikalien auf den Feldern werden die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt.
" Auf den Wiesen gefällt es ihnen am besten, denn die Wiesen erinnern sie an ihre alte Heimat, das Moor. Sie mögen es gerne ein bisschen matschig, da finden sie auch viel zu fressen, weil der Boden weich ist. Darin können sie gut herumstochern. Sie mögen es auch nicht so gerne am Wald", sagt Landespflegerin Bettina Hönisch. Die 51-Jährige setzt sich für die Tiere ein und unterstützt das Wiesenvogelschutzprojekt. Denn der Bestand der Tiere ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. " Leider gibt es heute viel, viel weniger Wiesenvögel. Den Tieren geht es leider gar nicht so gut. In den letzten 30 Jahren ist der Bestand um die Hälfte zurückgegangen. Die Vögel haben viele Schwierigkeiten, weil sie ihren Lebensraum verlieren. Moore und Wiesenauen werden trockengelegt und werden zu Baugebieten. Die Vögel haben dadurch ihre Heimat verloren und sitzen nun auf unseren Wiesen und Äckern", sagt Hönisch.
Auch der elfjährige Jonas Abing setzt sich für den Schutz der Vögel ein: " Ich treibe die Wiesen durch. Das heißt, wir gehen im Sommer, wenn Brutzeit ist und der Bauer seine Wiese mähen will, durch die Wiesen. Wenn wir dann ein Gelege finden, dann markieren wir das Nest. Dann weiß der Landwirt, dass er an dieser Stelle vorsichtig sein und um das Nest herumfahren muss." Er schützt die Wiesenvögel, damit sie sich in der Region wieder vermehren.
Seit 2008 wird das Projekt durch den Landkreis Osnabrück und über ein Programm des Landes Niedersachsen unter Kofinanzierung der EU gefördert. Kooperationspartner ist hier auch der Hegering Neuenkirchen.
Bildtext:
Recht selten geworden: Das Gelege eines Brachvogels.
Foto:
Tobias Böckermann

Neuenkirchen. Wir sind die Schülerreporter Carina Lubjuhn (9 ), Jule Ostermann (8) und Alina Wolf (10). Mit unserer Medien-AG haben wir uns für die " Sendung mit Carina" angemeldet und konnten nun zu einem Umweltthema eine Zeitungsseite gestalten. Wir drei gehen zur Grundschule Neuenkirchen. Jule Ostermann: " Mir hat es Spaß gemacht, dass ich ein Interview führen durfte und dem Jäger meine Fragen stellen konnte." Carina Lubjuhn: Besonders spannend war für mich zu sehen, wie eine Zeitungsseite geplant wird. Gut war auch, dass ich selber Fotos machen durfte." Alina Wolf: " An diesem Projekt fand ich besonders gut, dass ich sehen konnte, wie ein Artikel für eine Zeitung entsteht. Erst jetzt weiß ich, wie viel Arbeit darin steckt." Uns hat die Arbeit an dieser Seite viel Spaß gemacht.
Bildtext:

Die Reporter vom Zeitungsteam (von links) Jule, Carina und Alina
Foto:
Kathrin Pohlmann

Das os1.tv-Umweltmagazin " Die Sendung mit Carina" mit Moderatorin Carina Jannaber richtet sich an Kinder der dritten und vierten Klassen und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.Hier lernen die Schüler, wie ein Zeitungsartikel entsteht, wie ein Radiobeitrag verfasst wird und worauf es beim Fernsehen ankommt. Redakteure von osradio 104, 8, os1.tv und der Neuen OZ schulen die Lehrer und unterstützen die Schüler bei ihrer Recherche. So entstehen Beiträge für die unterschiedlichen Medienkanäle. Ziel des Projektes ist, dass die Kinder die verschiedenen Medien kennenlernen, bedienen und nutzen können. Bewerbungen für die Sendung per E-Mail an: kids@ os1.tv

Neuenkirchen. Auch in diesem Jahr gab es an der Grundschule Neuenkirchen wieder die Nistkastenaktion. Die Schüler bauen ihre Nistkästen, um bedrohte Wiesenvögel zu schützen.

" Wir hängen jedes Jahr neue Kästen in verschiedenen Revieren auf. Kommen wir in ein Revier, in dem die Nistkästen schon sechs Jahre alt sind, müssen wir sie austauschen. Die meisten Kästen sind dann schon sehr kaputt oder heruntergefallen", sagt Jäger und Wildtierschützer Stephan Abing. Er betreut die Aktion in der Schule seit dem vergangenen Jahr. In diesem Jahr zeigt er der Klasse 3b, wie Nistkästen gebaut werden. Er bringt einen Satz der Kästen mit. Noch sind es ein paar lose Bretter. Aus ihnen soll später ein Unterschlupf für die Vögel entstehen.

Im Werkra um sind die Schüler der 3b schon fleißig. Sie hämmern und nageln an den Vogelkästen herum. Abing hilft ihnen dabei. Er zeigt ihnen, wie sie einen Hammer richtig festhalten und wie ein krummer Nagel mit der Zange aus dem Holz gezogen wird. Der achtjährige Philipp baut einen Nischenbrüter. " Ich mag die Natur gerne", erzählt Amelie (9 Jahre) und schlägt einen Nagel in das Holzbrett. Und Schülerin Vanessa (8 Jahre) erzählt: " Ich hänge meinen Kasten im Wald auf."

Nachdem die Kinder die Bretter zu einem Nistkasten zusammengenagelt haben, bekommen die Vogelhäuschen noch einen Anstrich. Pink, Lila, Grün und Blau die Vögel bekommen kunterbunte Behausungen, und die sollen auch so gleich zum Einsatz kommen. Mit einem Planwagen geht es für die Kinder zu einem Waldstück ganz in der Nähe der Schule.

Auf einer Wiese stehen ein paar Bäume, ein Teich ist in der Nähe ein perfekter Platz für Vögel. Die Kinder suchen sich einen Baum aus, an dem die Kästen angebracht werden sollen. Stephan Abing hilft ihnen dabei. Von einer Trittleiter aus hantieren die Schüler geschickt mit Hammer und Nagel, bis der Kasten am Baum hängt. " Wir Jäger sind der Natur sehr verbunden. Wir wollen nicht nur das Wild erlegen und den Braten aus der Natur holen, auch die Hege und die Pflege der Natur macht mir sehr viel Spaß. Sprich das Wild in Notzeiten füttern oder eben gucken, wo man Nistkästen aufhängen kann. Das macht mir mehr Spaß als das Jagen", sagt der Jäger.

Da viele alte Bäume und morsche Bäume heutzutage schnell gefällt oder beseitigt werden, finden die Tiere immer seltener einen Unterschlupf, in dem sie ihre Jungen großziehen können. Ihr Lebensraum wird zunehmend zerstört. Hatten Häuser vor rund 100 Jahren noch Giebel, Balken oder beispielsweise ein strohgedecktes Dach, wo die Vögel ein Versteck finden konnten, so werden Häuser heute so dicht gebaut, dass Vögel keinen Unterschlupf finden können. " Es ist wichtig, andere Möglichkeiten für die Tiere zu schaffen. Aber auch totes Holz wird oft sofort weiterverwertet und kann den Tieren nicht mehr als Brutstätte dienen. Den Vögeln fehlen sie als Lebensraum", sagt Abing. Die Nistkastenaktion soll Vögeln bei der Suche nach einem Nistplatz helfen.

Die Aktion findet jedes Jahr statt, und es gibt sie seit rund zehn Jahren.
Bildtexte:
Junge Vogelschützer in Aktion: Die Schüler stehen mit ihrenfrisch angepinselten Nistkästen vor dem Planwagen, der sie in den Wald gebracht hat. Sie hängen die Kästen im Wald auf.
Vanessa hängt ihr Haus im Wald auf.
Amelie hämmert an ihrem Nistkasten.
Philip baut einen Nischenbrüter.
Fotos:
Jule Ostermann/ Alina Wolf/ Carina Lubjuhn

Neuenkirchen. Fehlende Nist- und Brutmöglichkeiten in der Natur werden für die heimischen Vogelarten zunehmend zum Problem. Daher ist eine Nistkastenaktion in der Schule eine gute Möglichkeit, den heimischen Vögeln zu helfen. Aber nicht jeder Nistkasten ist auch für jeden Vogel gemacht. Da gibt es sehr feine Unterschiede für die Bedürfnisse der verschiedenen Vogelarten.
Jäger und Wildtierschützer Stephan Abing kennt sich damit aus. " In Nischenkästenbrütern nisten Gartenrotschwanz und auch der Fliegenschnepper oder die Bachstelze. Diese Arten nehmen die Kästen sehr gerne an. Dann haben wir den Höhlenbrüterkasten speziell für Meisen. Uns geht′s darum, Lebensraum zu schaffen, der zerstört worden ist", sagt Stephan Abing.
Aus diesem Grund geht er in die Schulen und zeigt Kindern, wie man Vogelhäuschen baut, und erklärt, was die Tiere brauchen.
Höhlenbrüter brüten normalerweise in Baumhöhlen oder in alten Spechthöhlen. Halbhöhlenbrüter bevorzugen Nischen in freier Natur, beispielsweise Spalten in Felsen oder größere Astlöcher. Klassische Höhlenbrüter sind zum Beispiel Blaumeisen und Kohlmeisen, sie nisten gerne in Vogelhäuschen.
Tiefe Höhlen sind dagegen für Steinkäuze die idealen Brutplätze. Dicke, morsche Bäume, in denen sie eigentlich brüten, gibt es in der Natur kaum noch. Das sogenannte Totholz wird meist aus Sicherheitsgründen gefällt. In Gegenden, in denen es Steinkäuze gibt, sollten deshalb röhrenförmige Nisthilfen in Bäumen angebracht werden. Die Röhren bestehen meist aus Beton und werden von den Tieren häufig gern angenommen.
Aber nicht nur Vögel mögen die von Menschenhand gefertigten Behausungen. " In die Höhlenbrüterkästen ziehen auch Insekten wie Hornissen gerne ein. Und Fledermäuse mögen besonders gerne Nischenbrüterkästen", erzählt der Tierschützer. Sogar Siebenschläfer finden Gefallen an den Nistkästen und nutzen sie gelegentlich als Versteck.
Bildtext:
Stephan Abing beim Interview.
Foto:
Alina Wolf

Neuenkirchen. Den Wiesenvögeln in Deutschland geht es gar nicht gut. Sie sind stark bedroht, weil ihnen durch die intensive Landwirtschaft der Lebensraum genommen wird. Ursprünglich waren sie in Mooren zu Hause. Doch viele Sumpfgebiete wurden im Laufe der Jahre trockengelegt. So siedelten die Vögel zwangsweise auf Wiesen um. Sie mögen matschigen Untergrund. Dort können sie mit ihren langen Schnäbeln tief im Boden stochern und nach Würmern und Insekten suchen.
Der Austernfischer ist eine von den bedrohten Wiesenvogelarten. Er braucht einen freien Platz zum Brüten mit freier Rundumsicht so kann er seine Feinde schnell erblicken. Die Schale der Eier es sind in der Regel vier ist je nach Art in verschiedensten Grau-, Grün-Braun-Tönen und mit dunklen Punkten, Flecken oder Kritzeln versehen. Die Färbung soll das Nest tarnen und mit dem Untergrund verschmelzen lassen, was am ehesten auf bräunlichen Flächen der Fall ist. So ist der Vogel gut getarnt.
Auch der Kiebitz gehört zu den gefährdeten Arten. Er hat rot-grün schimmernde Flügel, einen weißen Bauch und einen kleinen spitzen Schnabel. Er hat rot-orange Stockbeine und am Hinterkopf einen langen schwarzen Zopf. Zur Abwehr von Feinden stürzt sich der Kiebitz mit einem lauten ,, kievitt" zu Boden und schlägt ein paar Mal mit den Flügeln. Er brütet von Mitte März bis Juli, das dauert rund 26 bis 28 Tage. Das Nest steht oft an einer Stelle mit wenig Grasbewuchs oder entlang von Gräben. In dem Nest liegen meistens vier Eier. Der Kiebitz gehört zu der Familie Regenpfeifer. Wenn die Küken alt genug sind, machen die Eltern mit ihnen eine Führung. Dabei achten die Erwachsenen sehr gut auf alle Gefahren. Der Kiebitz gehört zu den streng geschützten Arten.
Die bedrohte Uferschnepfe hat einen langen bräunlich-gebogenen Schnabel. Sie hat lange dünne Beine. Ihr Federkleid ist braun gefleckt, dadurch ist sie gut getarnt. Die Vögel brüten auf feuchten Wiesen. Anfang April ist Brutzeit. Das Paar wechselt sich immer ab. Nach etwa 24 bis 25 Tagen zwischen Ende April und Anfang Mai schlüpfen die Küken. Sie leben in größeren Gruppen. Um an die Nahrung zu kommen, picken sie mit ihrem Schnabel auf den Boden, daher muss der Boden ausreichend feucht sein. Die Küken brauchen am Tag 3000 bis 6000 Beutetiere. Sie benötigen für die Futtersuche rund zwölf Stunden am Tag.
Bildtexte:
Ein brütender Kiebitz im Oldenburger Land
Ein junges Uferschnepfenküken
Ein Austernfischer sitzt auf einem Weidezaun
Fotos:
Robert Tüllinghoff/ dpa
Autor:
Carina Lubjuhn, Jule Ostermann, Alina Wolf,


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