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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrücker Maschinen im Einsatz zwischen Polarkreis und Südafrika
Zwischenüberschrift:
Erinnern Sie sich an die Maschinenfabrik Brück, Schlösser & Co.?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Wir wollen Maschinen bauen, die wenig anfällig sind" so umschrieb Hans-Günter Schlösser, Inhaber der Maschinenfabrik Brück, Schlösser & Co., 1986 sein Ziel. Geschäftsführer und Beschäftigte haben dieses Leitbild umgesetzt und so zum großen Erfolg des Unternehmens beigetragen. Im In- und Ausland waren die Kalksandsteinpressen aus Osnabrück wegen ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit geschätzt. Sowohl in Nordnorwegen wenige Kilometer südlich des Polarkreises als auch in Südafrika wurden die Maschinen eingesetzt.
Begonnen hatte alles 1869, als die Commanditgesellschaft Brück, Kretschel & Co. beim Amtsgericht Osnabrück ins Handelsregister eingetragen wurde. Damals begann an der Klosterstraße/ Ecke Liebigstraße die Herstellung von Turbinen, Pressen und kompletten Werken für die Herstellung von Schlacken- und Kalksandsteinen. Der Pioniergeist der Techniker und Ingenieure war die Grundlage für den Aufstieg des Unternehmens. So wurde 1906 das erste Kalksandsteinwerk Deutschlands in Behringersdorf bei Nürnberg in Osnabrück gebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg trat 1923 Paul Schlösser in das Geschäft ein und leitete den Wiederaufstieg der Fabrik ein, die jetzt " Brück, Schlösser & Co., vorm. Brück, Kretschel & Co." hieß. In den folgenden Jahren wurde das Werk ständig vergrößert und modernisiert. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Unternehmen schnell wieder zu den führenden Firmen auf seinem Gebiet. Als Paul Schlösser 1961 starb, trat sein Sohn Hans-Günter die Nachfolge an. Er löste die mechanischen Pressen ab und installierte hy draulische Werkzeuge. Damit verschaffte Schlösser seinem Unternehmen einen weiten Vorsprung vor seinen weltweiten Mitbewerbern.
Das Ende der Maschinenfabrik kam für alle überraschend, als Hans-Peter Schlösser, der Sohn Hans-Günter Schlössers, im November 1989 Konkurs wegen Überschuldung anmeldete. Das Unternehmen, das immer stolz auf die jahrzehntelange Betriebszugehörigkeit vieler Beschäftigter gewesen war, musste 56 Arbeiter und Angestellte entlassen. Einer von ihnen hatte sogar 46 Jahre in der Fabrik gearbeitet.
Erinnern Sie sich an die Firma Brück, Schlösser & Co.? Haben Sie dort gearbeitet? Erzählen Sie uns von Ihrer Arbeit. Wie haben Sie das Ende der Firma erlebt?
Bildtext:
Die Tore sind geschlossen: Im November 1989 meldet die Maschinenfabrik Brück, Schlösser & Co. Kunkurs an.
Archivfoto:
Klaus Lindemann
Autor:
r.


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