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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein neues Zuhause für die Zwergotter
Zwischenüberschrift:
Guanakohengste Fernando und Miguel jüngste Zoobewohner auf dem Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn der kleine Ambu auf seiner Schulter sitzt und ihm vorsichtig die Fleischbällchen aus der Hand fischt, geht Stefan Bramkamp das Herz auf. Seine asiatischen Zwergotter sind außergewöhnlich zutraulich. Eine Zutraulichkeit, die sie von Generation zu Generation weitergeben, wie Bramkamp mit Stolz erzählt.

Zu sehen ist das derzeit an den beiden jüngsten Mitgliedern der Otterfamilie. Die Eltern Ambu und Hahima haben einen vierköpfigen Nachwuchs im Schlepptau, die zwei jüngsten wurden vor wenigen Monaten geboren. Doch mittlerweile sind die sechs asiatischen Zwergotter gleich groß, und der Laie vermag kaum noch zu unterscheiden, wer denn hier nun das Sagen hat.

Dabei sind die Zwergotter gerade zu dieser Jahreszeit bestens zu beobachten. Bramkamp hat für die Familie ein neues Zuhause geplant und gebaut, das in das Tetra-Aquarium integriert ist. Auf etwa 50 Quadratmetern können die Zoobesucher die Tiere in einer von Lavagestein umgebenen Landschaft bewundern. Zwei Schwimmbecken sorgen für den nötigen Badespaß für die quirlige Familie. Vor allem vormittags und nachmittags genießen die Otter ihr mit 10 bis 15 Grad optimal temperiertes Winterquartier, in das im Sommer die Wasserschildkröten einziehen, wenn die Otter ihre Außenanlage bevorzugen.

Die Zutraulichkeit seiner Otter hat sich Bramkamp in langen Stunden und mit viel Ruhe verdient. " Man muss sich auf die Tiere einlassen", sagt der Revierleiter. Kollegen fragen immer wieder nach seinem Rezept, denn wohl in kaum einem anderen Zoo sind die asiatischen Zwergotter so vertraut mit ihrem Pfleger. Bramkamp zieht sich zum Beispiel komplett zurück, wenn es für die Tiere unangenehm wird. Immer wenn der Tierarzt mit der Impfspritze kommt, muss ein Tierpfleger aus einem anderen Gehege die Otter einfangen. Bramkamp taucht dann erst abends wieder auf, um den Tieren zu signalisieren " Ich habe mit der Aktion gar nichts zu tun". Er ist halt immer der Gute.

Das ist auch Daniel Chirico für seine Guanakos. Die wilden Vorfahren der Lamas und Alpakas haben Nachwuchs bekommen. Mit ihren großen Knopfaugen sorgen Fernando und Miguel, die am 23. Dezember und am 13. November geboren wurden, für ein immer wiederkehrendes " Ach, sind die süß" bei den Zoobesuchern. " Ich bin stolz auf die beiden Mütter Hella und Mona", sagt Tierpfleger Chirico. " Sie kümmern sich rührend und lassen sogar das jeweils andere Jungtier bei sich trinken."

Spätestens nach 18 Monaten werden sich die Hengstfohlen aber wohl aus Osnabrück verabschieden müssen, denn dann kommen sie ins zeugungsfähige Alter, und die Konkurrenzsituation würde zu Reibereien führen. Schließlich leben die Herren in freier Wildbahn ausgesprochen polygam. Ein Hengst schart mehrere Stuten um sich und weiß jeden Nebenbuhler aus seinem Revier zu vertreiben.
Bildtexte:
Ziemlich beste Freunde: Stefan Bramkamp und Zwergotter Ambu haben sich im Laufe der Jahre angefreundet.
Fernando (links) und Miguel sind die jüngsten Neugeborenen im Zoo.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Dietmar Kröger


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