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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Landkreis plant Migrationskonzept
Zwischenüberschrift:
Integration, Wirtschaft und Klimaschutz Themen beim Neujahrsempfang des Kreises
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nicht jeder Neujahrsempfang in der Region gilt als Ort für die Verkündung von guten Vorsätzen oder gar tragenden Neuigkeiten. Beim Empfang des Landkreises Osnabrück jedoch kündigte Landrat Michael Lübbersmann jetzt ein neues Migrationskonzept an, das noch in diesem Jahr in die Umsetzung gehen soll.

Rund 200 Akteure aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Wirtschaft trafen sich am Freitagabend im rundum renovierten Sitzungssaal des Kreishauses am Schölerberg. Mit dabei waren neben den neuen Bundestagsabgeordneten aus dem Osnabrücker Land auch Vertreter des polnischen Partnerkreises Olsztyn und Landrat Heiko Kärger aus dem Kreis Mecklenburg-Strelitz.

Zu Beginn seiner Neujahrsrede lenkte Lübbersmann die Gedanken auf Josef Tegeler. Der langjährige Landrat verstarb im vergangenen Jahr und wurde von den geladenen Gästen mit einer Schweigeminute geehrt. Das war es dann aber auch mit ruhigen Momenten, denn Lübbersmann skizzierte noch einmal seine Arbeitsschwerpunkte der kommenden Jahre. Neben Bildung und Klima gesellte sich jetzt ein weiterer Komplex dazu: Mit dem schon erwähnten Migrationskonzept wolle er Fachkräfte an das Osnabrücker Land binden, so Lübbersmann. Theorie und Praxis seien für ihn aber zwei Paar Schuhe, wie der Landrat betonte. " Wenn wir die Potenziale der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stärker nutzen wollen, müssen wir bereit sein, etwas zu bewegen. Und wir müssen bereit sein, uns zu bewegen. Für den Landkreis Osnabrück sage ich: Wir sind dazu bereit."

Lübbersmann nannte beispielhaft den Elektriker mit Migrationshintergrund, der viele Jahre in einem Schnellrestaurant arbeite: " Wir müssen Zuwanderern Chancen geben, ihre Qualifikationen möglichst früh in ihre neue Heimat einzubringen." Mit einer echten Willkommenskultur wolle der Kreis dazu beitragen, dass Zuwandererfamilien schnell Fuß fassen würden. Das Migrationskonzept wolle er in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden umsetzen.

Apropos Zusammenarbeit, apropos Stadt: In Richtung des anwesenden Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert konnte sich Lübbersmann einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Die Frage, warum sich der Landkreis im Rahmen des Innovationscentrums Osnabrück so stark in der Stadt engagiere, klinge ihm seit den Äußerungen Grieserts beim Handgiftentag ein bisschen lauter in den Ohren. Dort hatte der OB ein stärkeres finanzielles Engagement des Kreises unter anderem beim Gastschulgeld gefordert. Lübbersmann gab zu bedenken, dass der Kreis jährlich rund vier Millionen Euro in das Oberzentrum transferiere. Dennoch stehe für ihn das Miteinander einer Region mit rund 500 000 Einwohnern im Mittelpunkt.

Auch in den Bereichen Bildung und Klimaschutz will Lübbersmann weiter Nägel mit Köpfen machen: So solle der viel diskutierte Schulentwicklungsplan zeitnah und gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Landkreis Osnabrück auf den Weg gebracht werden. In Sachen Klimaschutz war sich Lübbersmann sicher, dass sich eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien, wie sie sich der Landkreis für die Zukunft vorgenommen hat, nur mit Windkraft möglich sei. Und ohne den Landkreis ist dieses Vorhaben nicht umsetzbar″, so der Landrat. Deshalb habe man im vergangenen Jahr die Energiegesellschaft Energos gegründet, die kreisweit für den Bau von Windkraftanlagen sorgen soll.

Für den musikalisch-unterhaltsamen Part sorgten Jugendliche der Kreismusikschule, die mit Percussion- und Jazz-Klängen auf sich aufmerksam machten.
Bildtext:
Bildung, Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die Arbeitswelt und Klimaschutz diese Themen haben sich der Landkreis Osnabrück und Landrat Michael Lübbersmann (Vierter von links), hier flankiert von politischen Vertretern aus dem Osnabrücker Land und dem Partnerkreis Olsztyn, auf die Fahnen geschrieben.
Foto:
Landkreis/ Lewandowski
Autor:
Sebastian Philipp


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