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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sutthauser ärgern sich weiter über den Straßenverkehr
Zwischenüberschrift:
Diskussion im Bürgerforum: Kein Ausbau für Hermann-Ehlers-Straße – Priorität für marode Schulen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Manche Tagesordnungspunkte des Bürgerforums Sutthausen waren schon in den 1990er- Jahren Dauerthemen im damaligen Ortsrat. Was die ungelösten Verkehrsprobleme angeht, ärgerte sich das frühere Ortsratsmitglied Annette Harding über Aussagen der Verwaltung: " Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nach 10 oder 15 Jahren sagen kann: ' Wir müssen mal darüber nachdenken.'"
Für Radfahrer, die zwischen Sutthausen und der Innenstadt unterwegs sind, ist der Burenkamp eine beliebte Alternative zur Hermann-Ehlers-Straße. Für Kinder und Jugendliche ist der Burenkamp der tägliche Schulweg und nicht frei von Gefahren. Jürgen Wilkewitz von der Sutthauser SPD sprach für viele Bürger, die sich eine Aufhebung der Regelung " rechts vor links" wünschen. Dezernentin Rita Maria Rzyski trug vor, wie die Verwaltung sich dazu äußert: Der Burenkamp und die dort kreuzenden Straßen seien von ihrem Erscheinungsbild her gleich. Die bestehende Regelung entspreche dem Standard.
Damit sind viele Anlieger nicht zufrieden. Der Weg sei wegen hoher Hecken unübersichtlich. Radfahrer müssten als schwächere Verkehrsteilnehmer den Vorrang haben. Eine Anwohnerin gab zu bedenken, dass Kinder Schwierigkeiten hätten, sich immer an Verkehrsregeln zu halten. Dazu komme ein weiteres Gefahrenpotenzial, wie ein Anwohner sagte: " Autofahrer wollen sich durchsetzen." Sitzungsleiter Ulrich Hus (SPD) wies auf das anstehende Radwegeprogramm hin und äußerte den Wunsch an Ratskollegen, sich dabei auch für den Burenkamp zu engagieren.
Ärger über Berufsverkehr, der eigentlich nicht auf ihre Straßen gehört: Am Boekenhagen, am Wehinghausweg und An der Rennbahn ärgern sich Anwohner über viele Autos aus Georgsmarienhütte und Nahne. Wie Alexander Bardenberg vom Fachbereich Städtebau berichtete, ist eine Verkehrserhebung geplant. Auch an der Wulftener Straße ärgern sich die Nachbarn über Autofahrer, die eine schnelle Abkürzung suchen. Tatsächlich fahren nach Messungen der Stadt dort täglich insgesamt 640 Autos und überwiegend zu schnell durch die Tempo-30-Zone. Bei 85 Prozent habe die Stadt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 47 Stundenkilometern gemessen. Bardenberg kündigte an, die Verwaltung werde sich damit beschäftigen und die Anwohner beteiligen.
Ein Wunsch vieler Sutthauser bleibt weiter ohne Erfüllung: Die Hermann-Ehlers-Straße wird nicht vor 2018 ausgebaut, berichtete Rita Maria Rzyski. Der frühere Ortsbürgermeister Alfons Worpenberg ärgerte sich über den Aufschub seit Anfang der 1990er-Jahre ebenso wie über unverändert chaotische Zustände am Sutthauser Bahnhof. Doch die Stadt habe ihre Prioritäten geändert, wie Rzyski erläuterte. Statt in Straßen werde mehr in marode Schulen investiert: " Wir wollen dafür sorgen, dass den Schülern im Unterricht nicht die Fenster auf die Köpfe fallen."
Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann empfahl den Besuchern, über Alternativen im Straßenverkehr nachzudenken etwa zu anderen Zeiten zu fahren als die meisten oder den Bus zu nehmen. Seine Botschaft: " Wir Menschen sind das Problem, nicht die Straßen."
Autor:
jweb


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